Gastroenterologie
Die
Gastroenterologie beschäftigt sich mit der Diagnose, der Prävention und der Therapie von Erkrankungen am Magen-Darm-Trakt und mit den verbundenen Organen Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase. Die
Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Ein
Facharzt für
Gastroenterologie wird
Gastroenterologe genannt.
Schwerpunkte in der Gastroenterologie
Folgende Schwerpunkte gibt es innerhalb der
Gastroenterologie:
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Hepatologie: Die
Hepatologie als Spezialgebiet der
Gastroenterologie umfasst die Physiologie und Pathologie der Leber, der Gallenwege und behandelt Krankheiten an diesen Organen. In Deutschland gibt es keine Voraussetzungen für die Berufsbezeichnung "
Hepatologen", sie beschreibt meist einen auf Lebererkrankungen spezialisierten
Gastroenterologen.
- Onkologie: Die Onkologie beschäftigt sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Die Onkologie verwendet Methoden wie chirurgische Tumorentfernung, Strahlentherapie, Chemotherapie und Medikamentöse Therapieformen, um Krebserkrankungen innerhalb der
Gastroenterologie zu heilen.
-
Endoskopie: Die
Endoskopie (siehe auch unten) verwendet ein Endoskop, ein Gerät, mit dem man das Innere von lebenden Organismen durchsuchen kann. Mit modernen Endoskopen kann man auch operative Eingriffe vornehmen.
Diagnostische Verfahren bzw. Erkrankungen in der Gastroenterologie
Ein wichtiges diagnostisches Verfahren in der
Gastroenterologie ist heutzutage die Endoskopie (Magen- und Darmspiegelung). Dabei kann der
Gastroenterologe auch kleinere Operationen wie beispielsweise Unterbindung blutender Gefäße, Abtragung von Tumoren oder Prothesen zur Öffnung verschlossener Darmanteile vornehmen. Wie die gesamte
Gastroenterologie entwickelt sich die Endoskopie beständig fort, so dass man heute auch große Ansammlungen von Flüssigkeiten im Pankreas durch ein künstliches Loch in der Magenwand entfernen kann.
Andere diagnostische Verfahren in der
Gastroenterologie sind Anoskopie, Atemgastest, Endosonografie, Elektrogastrografie, Gastroskopie, Gordon-Test, Heliobacter-Urease-Test, Koloskopie, Leberbiopsie, Manometrie, Proktoskopie, Rektaluntersuchung und Rektoskopie.
Häufige Krankheitsbilder in der
Gastroenterologie sind unter anderem Aerophagie, Amöbenruhr, Autoimmunhepatitis, Caroli-Krankheit, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Cirrhose cardiaque, Darmtuberkulose, Darmverschluss, Darmperforation, Gallenblasenkarzinom, Gallenstein, Gastritis, Gastroenteritis, Gastrointestinaler Stromatumor, Hämorrhoiden, Hepatitis A, B, C, D und E, Kotstein, Kurzdarmsyndrom, Leberkrebs, Leberzirrhose, Magenerkrankungen, Mukoviszidose und Speiseröhrenkrebs.
Ausbildung zum Gastroenterologen
Wer in Deutschland
Gastroenterologe werden will, muss eine sechsjährige Weiterbildung zum
Facharzt für Innere Medizin und anschließend eine zweijährige Weiterbildung in
gastroenterologischen Einrichtungen absolvieren. Die Anforderungen unterscheiden sich aber in den einzelnen Bundesländern.