Nervenarzt München
Ein
Nervenarzt bezeichnet umgangssprachlich einen Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, also einen
Facharzt, der sich auf die Diagnose, Therapie und Prävention von Krankheiten aus den Fachbereichen der Psychiatrie und Neurologie spezialisiert hat. Ein Nervenarzt hat zwei Weiterbildungen absolviert: Eine zum Neurologen und eine zum Psychiater.
Die Bezeichnung
Nervenarzt verwendet man vor allem umgangssprachlich. Die Mehrzahl lautet
Nervenärzte. Im Branchenbuch Die Münchner findet man den Nervenarzt auch unter den Kategorien
Ärzte Nervenärzte FA oder unter
Arzt Nervenarzt. Der Facharzttitel ist identisch mit dem Begriff
Arzt für Nervenheilkunde.
Aufgaben vom Nervenarzt
Der
Nervenarzt sollte sowohl
Krankheiten aus dem Fachgebiet der Neurologie als auch der Psychiatrie erkennen und behandeln können. Ein Nervenarzt setzt dabei je nach Spezialisierung herkömmliche oder alternative Heilmethoden ein.
Die Patienten, die einen
Nervenarzt aufsuchen, kommen beispielsweise wegen
Nervenschmerzen zum Nervenarzt. Die Aufgaben vom Nervenarzt sind vielfältig, da sie sich über zwei Teilgebiete der Medizin erstrecken. Die beiden Teilgebiete werden im Folgenden einzeln dargestellt.
Die Neurologie
Die Neurologie ist eines der beiden wichtigen Teilgebiete, mit denen sich ein
Nervenarzt beschäftigt. Dabei handelt es sich um die Lehre der
Erkrankungen des menschlichen Nervensystems. Ein Nervenarzt behandelt insbesondere
Erkrankungen am Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) sowie des peripheren Nervensystems (dazu zählt beispielsweise auch die Muskulatur).
Ein
Nervenarzt behandelt aus dem Teilgebiet der Neurologie beispielsweise Gefäßerkrankungen,
Nervenverletzungen, Neubildungen (etwa von Tumoren),
Anfallsleiden,
Entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems (wie etwa
Infektionen von Hirn- und Rückenmarksgewebe),
Entmarkungskrankheiten (wie beispielsweise Multiple Sklerose) und Muskelerkrankungen.
Dem
Nervenarzt stehen heute bessere Möglichkeiten zur
Therapie von Erkrankungen am Nervensystem zur Verfügung als früher, da beispielsweise die bildgebende Diagnostik die Versorgung von Schlaganfallpatienten verbessert hat.
Die Psychiatrie
Ein
Nervenarzt muss auch eine Weiterbildung in der Psychiatrie absolviert haben, das bedeutet, dass er sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen an der Seele auseinandersetzen muss. Die Allgemeinpsychiatrie beschäftigt sich dabei mit psychischen Erkrankungen und Störungen des Erwachsenenalters.
Zu den psychiatrischen Störungen, die ein
Nervenarzt am Patienten behandelt, gehören beispielsweise
Verhaltensstörungen,
Schizophrenie,
Affektive Störungen,
Neurotische Störungen,
Verhaltensauffälligkeiten,
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen,
Entwicklungsstörungen und andere
psychische Störungen.