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Alterserkrankungen München: 25 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Alterserkrankungen

Proktologe

Der Begriff Proktologe bezeichnet einen Arzt, dessen medizinisches Fachgebiet die Proktologie ist. Das Wort Proktologe kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten "proktos" (griechisch für After) und "logos" (Wissenschaft, Studien) zusammen.
Ein Proktologe diagnostiziert und behandelt Beschwerden des Anus und des Rectum, also solche die im Bereich des Enddarms auftreten. Der Enddarm besteht aus dem Analkanal, dem Mastdarm und dem Grimmdarm.

Wer darf sich Proktologe nennen?

Um die Bezeichnung Proktologe führen zu dürfen, muss in Deutschland eine Weiterbildung absolviert werden. Diese Zusatzausbildung zum Proktologen dauert im Durchschnitt ein Jahr, muss bei einem autorisierten Weiterbilder geschehen und wird mit einer mündlichen Abschlussprüfung vor der jeweiligen Landesärztekammer abgeschlossen.
In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich, handelt es sich um kein gesondertes Fachgebiet. Der Proktologe ist dort meist der Gastroenterologie untergeordnet. Im Gegensatz zum Proktologen beschäftigt sich der Gastroenterologe mit dem gesamten Magen-Darm Trakt und den damit verbundenen Organen.

Welche Krankheiten behandelt ein Proktologe?


Ein Proktologe behandelt äußerst vielfältige Krankheitsbilder. Zu den am häufigsten vorkommenden Erkrankungen, bei denen ein Proktologe aufgesucht wird, gehören:

- Analfisteln: Dies sind Entzündungen, die im Bereich des Enddarm auftreten. Aus den Fistelöffnungen tritt häufig Sekret aus. Typische Symptome sind Schmerzen und Fieber, sowie Unwohlsein. Ein Proktologe sollte unbedingt konsultiert werden, da eventuell Blutungen auftreten könnten, die mitunter schwerwiegende Entzündungen nach sich ziehen. Der Proktologe diagnostiziert die Analfistel durch Betasten und/oder mit Hilfe einer Darmspiegelung. Meist entfernt der Proktologe die Fistel dann chirurgisch.
- Analfissuren: Hier handelt es sich um Einrisse der Haut oder der Schleimhaut im Bereich des Afters. Der Proktologe versucht meist, sie durch Stuhlregulation und mit Hilfe von Salben zu therapieren. In manchen Fällen muss der Proktologe eine Operation unter Hinzuziehung eines Chirurgen durchführen.
- Hämorrhoiden: So werden ursprünglich die Gefäßpolster genannt, die ringförmig die Enddarmschleimhhaut umschließen. Im Volksmund wird mit dem Begriff Hämorrhoiden allerdings eine beschwerdenverursachende Vergrößerung oder das Tiefertreten dieser Gefäße bezeichnet. Der Prokotologe erkennt diese Erkrankung an Symptomen wie Blutungen, Ausschlägen, Juckreiz sowie im weiteren Verlauf an Störungen hinsichtlich der Stuhl-Kontinenz. Die Ursachen sind auch unter Proktologen immer noch umstritten. Genannt werden genetische Veranlagung, ballaststoffarme Kost, langes Sitzen und insbesondere hämorrhoidenfördernde Stuhlgewohnheiten.Ein Proktologe kann die Hämmorhoiden nach ausführlicher Untersuchung in eines von vier verschiedenen Krankheitsstadien einteilen. Je nach Grad kann der Proktologe die Beschwerden durch einen kleinen ambulanten Eingriff beseitigen. Ist die Krankheit aber bereits weiter fortgeschritten, ordnet der Proktologe üblicherweise eine Operation durch einen Chirurgen an.
- Stuhlinkontinenz: Hiermit bezeichnet man die Unfähigkeit, den Stuhlgang zu kontrollieren. Die Ursachen dafür sind äußerst vielfältig. Unter Umständen findet ein Proktologe eine Lösung für das Problem.
- Karzinome: Ein Proktologe ist auch mit Krebserkrankungen im Analkanal (Analkarzinom) sowie im Darmbereich (Rektumkarzinom) konfrontiert.