Goldankauf
Mit dem Begriff
Goldankauf bezeichnet man Unternehmen, die
Gold in verschiedenen Formen ankaufen. Beim Goldankauf wird Gold in Form von Barren, und Münzen oder verarbeitet in Uhren, Schmuck, Besteck oder auch Zahngold (wegen der Ästhetik und der guten Korrosionsbeständig wird Gold häufig in der Zahnmedizin eingesetzt), meist gegen Bargeld, angekauft.
Welcher Preis wird beim Goldankauf ausbezahlt?
Gold ist noch heute ein international angesehenes Zahlungsmittel. Von vielen Banken wird Gold als Währungsreserve betrachtet. Der Goldpreis wird nach den Mechanismen des Marktes bestimmt. An diesem Goldpreis orientiert sich auch der
Goldankauf. Welchen Preis man beim Goldankauf ausbezahlt bekommt, hängt somit in hohem Maße vom aktuellen Marktpreis ab.
Der weltweit gültige Preis wird täglich in einer Londoner Bank festgelegt. An Rohstoffbörsen wird Gold mit dem Kürzel "XAU" bezeichnet. Dieses Kürzel findet sich auch oft beim
Goldankauf wieder. Ein XAU entspricht einer Feinunze Gold, das sind 31,1034768 Gramm.
Der beim
Goldankauf ausbezahlte Preis ist stark vom aktuellen Ölpreis und vom Dollarkurs abhängig und kann von Akteuren mit großen Goldreserven erheblich beeinflusst werden. Für den Goldankauf ändern sich die Preise somit täglich. Es ist also ratsam, den Goldpreis über eine bestimmte Zeit zu beobachten, bevor dem Goldankauf ein größerer Posten übergeben wird.
Meist wird beim
Goldankauf nach dem reinen Goldgehalt eines Gegenstandes bezahlt. Gegenstände wie Uhren oder Schmuck können unter Umständen einen erheblich höheren Preis beim Goldankauf erzielen, der über den des reinen Goldgehalts hinausgeht.
Welche Reinheitsgrade werden beim Goldankauf unterschieden?
Der Reinheitsgrad von Gold wurde historisch in der Maßeinheit "Karat" gemessen. 24 Karat entsprechen hierbei dem höchstmöglichen Reinheitsgrad, also purem Gold. Dieses pure Gold wird beim
Goldankauf häufig auch als "Feingold" bezeichnet. Nach der Einführung des metrischen Maßsystems wird - auch beim Goldankauf - die Angabe in Promille-Anteilen vorgenommen. 750 bedeutet beispielsweise, dass beim Goldankauf ein Reingoldanteil von ¾ berücksichtigt wird. Goldbarren haben für gewöhnlich einen Reingoldgehalt von 999,9. Es handelt sich also um nahezu reines Gold.
Der jeweilige Promillewert kann beim
Goldankauf anhand einer Stempelung (der so genannten Punzierung) abgelesen werden. Der Feingehalt wird beim Goldankauf häufig anhand einer Stichprobe überprüft. Wird eine genauere Bestimmung gewünscht, kann das Material vor dem Goldankauf von einem unabhängigen Labor überprüft werden. Umso höher der Feingehalt ist, desto höher fällt der beim Goldankauf bezahlte Preis aus.
Goldlegierungen beim Goldankauf
Liegt das Gold beim
Goldankauf nicht in seiner Reinform vor, handelt es sich um eine so genannte Goldlegierung. Gold wird in den meisten Fällen mit Silber und Kupfer legiert. In kleineren Mengen werden aber auch andere Metalle beigemischt, um die Eigenschaften des Materials (wie Härte oder Verarbeitbarkeit) zu beeinflussen.
Es existieren eine Reihe von so genannten Farbgoldlegierungen, die dem Gold einen bestimmten charakteristischen Farbton verleihen. Dazu gehören Rotgold, Gelbgold, Grüngold, Weißgold und Graugold. In der Medizintechnik wird häufig eine Legierung aus Gold und Titan verwendet. Diese ist besonders fest.