Psychiater München
Ein
Psychiater ist ein Facharzt, der sich mit der Prävention, Diagnose und vor allem der
Therapie von psychischen und psychosomatischen Krankheiten,
Verhaltensstörungen und Leiden befasst.
In Deutschland gibt es verschiedene Ärzte, welche die Bezeichnung
Psychiater führen dürfen (siehe unten). Man unterscheidet auch zwischen
Psychiater für Kinder und Jugendliche, psychologischen Psychotherapeuten und ärztlichen Psychotherapeuten.
Die Arbeit eines Psychiaters
Bei seiner Arbeit wendet ein
Psychiater beispielsweise wissenschaftlich fundierte verbale und nonverbale Methoden zur Kommunikation mit dem Patienten an. Bei der Arbeit eines
Psychiaters unterscheidet man zwischen verschiedenen Therapieformen, hauptsächlich der
Verhaltenstherapie und der
Tiefenpsychologie:
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Verhaltenstherapie: Bei der Verhaltenstherapie verändert ein
Psychiater die soziale Umgebung und die Interaktion des Patienten. Dadurch soll eine bessere Selbstregulation angeregt und aufgebaut werden. Beispielsweise wendet der Psychotherapeut die
kognitive Verhaltenstherapie an, um dem Patienten seine Gedanken und Bewertungen bewusst zu machen und diese gegebenenfalls zu korrigieren. Ein Anwendungsgebiet von der kognitiven Verhaltenstherapie sind zum Beispiel soziale Ängste.
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Tiefenpsychologie: Bei der Tiefenpsychologie erforscht der
Psychiater nicht die aktuellen Gegebenheiten, wie es die
Verhaltenstherapie geschieht, sondern forscht im Unbewussten des Patienten und sucht dort nach Ursachen und Hintergründe für das Leiden. Diese Methode kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn ein Patient ein Trauma erlitten hat und der Psychotherapeut ihm dabei helfen soll, verdrängte Erinnerungen wieder hervor zu holen.
Die Bezeichnung Psychotherapeut
In Deutschland dürfen seit dem 1. Januar 1999 nur bestimmte Menschen die Bezeichnung Psychotherapeut führen: Der psychologische Psychotherapeut, der Kinder- und Jugendpsychotherapeut und der ärztliche Psychotherapeut. Heilpraktiker, die eine Erlaubnis haben, Psychotherapie auszuüben, dürfen sich kurioserweise nicht so nennen, obwohl sie die Tätigkeit ausüben dürfen.
Die Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich folgendermaßen:
- Psychologischer Psychotherapeut: Wer in Deutschland psychologischer Psychotherapeut werden will, muss ein Psychologie-Studium abgeschlossen haben und eine mehrjährige Zusatzausbildung in der
Psychiatrie absolvieren.
- Kinder- und Jugendpsychotherapeut: Ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut muss im Gegensatz zum psychologischen Psychotherapeuten kein Psychologie-Studium besitzen - es reicht auch ein Pädagogik- oder Sozialpädagogikstudium.
- Ärztlicher Psychotherapeut: Wer ärztlicher Psychotherapeut werden will, muss nach einem abgeschlossenen Studium eine Weiterbildung zum Facharzt absolvieren. Diese Weiterbildung dauert fünf Jahre und findet in einem dafür zugelassenen Krankenhaus statt.
Geschichte des Berufs Psychiater
Der Beruf
Psychiater ist ein vergleichsweise junger Beruf. Bis zum 19. Jahrhundert wurden
psychische Störungen in vielen Kulturen nicht beachtet oder in religiöse Kontexte gefasst - wer "verrückt" war, war ein Ketzer oder hatte sich mit Gott überworfen. Ein Psychiater war damals eher der Priester, Schamane oder Philosoph. Zwar beschrieb der griechische Arzt Hippokrates Depressionen und Wahnvorstellungen, allerdings ging dieses Wissen im Mittelalter wieder fast vollständig verloren.
Der Beruf des
Psychiaters entwickelte sich aus der
Psychiatrie und der modernen empirischen
Psychologie. Sigmund Freud gilt als der erste
Psychiater im modernen Sinne. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Berufsbild weiter, die
Verhaltenstherapie, die
klientenzentrierte Psychotherapie, die
systematische Therapie und neue Therapieformen ergänzten das klassische Berufsbild des Psychiaters.