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Augenärzte Berg am Laim: 6 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Augenärzte

Augenarzt

Allgemeines zum Augenarzt

Ein Augenarzt ist ein Facharzt, der sich auf die Augenheilkunde (Fachbegriff: Ophthalmologie oder Ophthalmiatrie) spezialisiert hat. Bei der Augenheilkunde handelt es sich um die Lehre von Funktionsstörungen und Erkrankungen des Sehorgans und des Sehsinnes. Die Augenheilkunde hat enge Beziehungen zu der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, zur Neurologie und zur Dermatologie. Die Augenheilkunde zählt zu den chirurgischen Disziplinen. Die am häufigsten durchgeführte und insgesamt kostspieligste Operation weltweit ist die Operation des Grauen Stars (Katarakt).

Ein Augenarzt untersucht das Sehorgan zwischen der Lidhaut und der Gesichtshaut auf der einen Seite und den Knochen der Augenhöhle auf der anderen Seite. Der Augenarzt untersucht allerdings auch die Sehbahn und die Sehrinde, die dahinter liegen.

Das wichtigste Arbeitsgerät des Augenarztes für Untersuchungen des Auges ist die Spaltlampe. Hierbei handelt es sich um eine mit spezieller Steuer- und Belichtungsmechanik ausgestattete Stereolupe.

Aufgaben eines Augenarztes

Ein Augenarzt berät die Patienten und bietet Vorsorgeuntersuchungen, beispielsweise gegen Glaukom (Grüner Star) an. Einige Vorsorgeuntersuchungen fallen in den Bereich der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und müssen vom Patienten selbst bezahlt werden.

Der Augenarzt verabreicht im Falle einer Erkrankung oder Beeinträchtigung des Sehapparates Heil- und Hilfsmittel wie Augentropfen, Augensalben, Tabletten, Injektionen oder Infusionen und natürlich Brillen und Kontaktlinsen. Führt dies nicht zum gewünschten Behandlungserfolg, so kann der Augenarzt durch eine Operation Abhilfe schaffen.

Geschichte des Augenarztes

Bereits vor 3600 Jahren operierten Ärzte an den Augen - auch wenn damals die Bedingungen ganz anders waren. In den Gesetzestafeln des Hammurapi war die Vorschrift festgehalten, dass ein Augenarzt bei einer erfolgreichen Operation 10 Shekel als Lohn erhielt - versagte er hingegen, wurden ihm beide Hände abgehackt.

Auch im alten Griechenland und im antiken Rom gab es Ärzte, die an den Augen operierten. Im Mittelalter gab es die so genannten "Starstecher" - mit einem speziellen Messer drückten sie die trübe Linse des Auges bei einer Erkrankung an Grauem Star in das Auge hinein - ein gefährliches Verfahren. Johann Sebastian Bach starb möglicherweise an den Folgen der Operation, Georg Friedrich Händel blieb nach der Operation sein Leben lang blind.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts bildete sich der Beruf des Augenarztes aus der Chirurgie heraus. Erste Augenkliniken gab es zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Erfurt und Budapest. Mit der Zeit entwickelte sich der Beruf des Augenarztes immer weiter fort, mit der Zeit halfen bahnbrechende Erfindungen zu besseren Behandlungsergebnissen, wie die Entwicklung der Intraokularlinse, die Entwicklung der Vitrektomie, die Möglichkeiten der Occlusionstherapie und die Entdeckung der Sonnenlichtkoagulation.

Wer Augenarzt werden will, muss in Deutschland ein abgeschlossenes Medizinstudium haben und eine fünfjährige Weiterbildung in der Augenheilkunde ableisten. Zur Zulassung zur Facharztprüfung muss der angehende Augenarzt einen Operations-Katalog nachweisen und selbstständig Operationen durchgeführt haben.

Augenärzte sind in Deutschland im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) organisiert.

Erkrankungen die vom Augenarzt behandelt werden

Folgende Erkrankungen können vom Augenarzt diagnostiziert und behandelt werden:

Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte:
Lider, Tränendrüse und ableitende Tränenwege (zum Beispiel Erschlaffung der Lidhaut, Lidsenkung, Tränenwegsverschluss), Bindehaut und Tränenfilm (Trockenes Auge, Einblutungen, Entzündungen), Lederhaut (Entzündungen, Verletzungen), Hornhaut (Verletzung durch Fremdkörper, Verätzungen, Degenerationen), Regenbogenhaut/Iris (Störungen der Pupille, Entzündungen, Defekte Kolobom), Augenlinse (Grauer Star, Linsenluxation, Aphakie) und Glaskörper (Wahrnehmung von Glaskörpertrübung, Glaskörperabhebung).
Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte:
Netzhaut/Retina (Makuladegeneration, Netzhautablösung, Entzündungen), Aderhaut (Aderhautmelanom, Entzündungen), Sehnerv (Grüner Star, Entzündungen).
Funktionsstörungen der Augenbeweglichkeit: Schielen, Nystagmus, Augenmuskellähmungen, Brown-Syndrom, Duane-Syndrom, supranukleäre Blicklähmungen.
Fehlbildungen oder -entwicklungen des Sehorgans:
Petersche Anomalie, Amblyopie, Farbenblindheit, Nachtblindheit.
Systematische Erkrankungen:
Arteriitis cranialis, Diabetes mellitus (kann das Gewebe am Auge beschädigen), Gefäßverschlüsse (in Folge von Arteriosklerose), Marfan-Syndrom (Bindegewebserkrankungen mit Riesenwuchs).
Abweichungen der optischen Abbildung und Nahanpassungsfähigkeit:
Ametropien (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit), Störungen der Nahanpassungsfähigkeit (Presbyopie, Hypoakommodation, Aphakie).

Berg am Laim

Berg am Laim

Der Begriff Berg am Laim bezeichnet ein Stadtviertel im Münchner Osten, das den Stadtbezirk 14 Berg am Laim bildet. In Berg am Laim wohnen momentan rund 37.000 Münchner auf einer Fläche von 631 Hektar - Berg am Laim ist somit einer der (flächen- und einwohnermäßig gesehen) kleinsten Stadtteile von München.
Berg am Laim wird im Westen von Haidhausen begrenzt, im Osten von Trudering, im Süden von Ramersdorf und im Norden durch Riem bzw. Bogenhausen. Früher gehörten Zamdorf und Steinhausen zu Berg am Laim, gehören nun aber seit der Neugliederung 1992 zu Bogenhausen hinzu.

Geschichte von Berg am Laim

Berg am Laim kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Berg am Laim im Jahre 812 als "ad Perke". Der Zusatz "am Laim" folgte erst viel später, nämlich im Jahre 1430. Der Name von Berg am Laim setzt sich aus Berg (da das Stadtviertel erhöht ist) und Laim (das Dorf befand sich auf einer Löß-Lehm-Zunge der Münchner Schotterebene) zusammen. Interessant ist, dass Berg am Laim zwar geographisch zu Oberbayern gehörte, politisch aber wurde der heutige Stadtteil damals zum Kurfürstenbistum Köln zugerechnet.
Nachdem sich das Kurfürstenbistum Köln im Jahre 1801 auflöste, wanderte der Besitz von Berg am Laim nach Bayern. 1818 wurde Berg am Laim schließlich zur selbstständigen Gemeinde ernannt und 1913 nach München eingemeindet. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich Berg am Laim zu einem Wohnviertel. Im Zuge des sozialen Wohnungsbaus wurden Großwohnsiedlungen wie Neuramersdorf in dem Stadtviertel errichtet.
Mit der Zeit wuchs die Bevölkerung in Berg am Laim immer rascher an. Um diesem Wachstum und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wurde die Berg-am-Laim-Straße bzw. die Kreillerstraße vierspurig ausgebaut.

Berg am Laim heute

Heute ist Berg am Laim ein Stadtteil mit viel Neubautätigkeit. Seit dem Wegzug des Flughafens aus Riem spielt auch der Fluglärm keine Rolle mehr, so dass immer mehr Münchner in das zentrale, aber doch grüne Stadtviertel ziehen. Arbeitsplätze gibt es im Bereich der Industrie und des Gewerbes. Viele Betriebe haben sich entlang der Bahnstrecke zwischen Trudering und Ostbahnhof angesiedelt.
Berg am Laim ist auch für Familien interessant, da es in dem Stadtviertel 17 Schulen, zwei Museen, zwei Bibliotheken und zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung dank elf Sportanlagen und einem Theater gibt. Außerdem ist der Riemer Park - besser bekannt als "BUGA-Park" - ganz in der Nähe und lockt mit einem künstlichen See, einem Kiosk sowie Beachvolleyballplätzen.

Verkehrsanbindung in Berg am Laim

Berg am Laim ist sehr gut an das Münchner Straßennetz angebunden. Die wichtigste Straße ist die Berg-am-Laim-Straße bzw. Kreillerstraße, außerdem ist der Innsbrucker Ring als Teilstück des Mittleren Rings ganz in der Nähe.
Neben einer Trambahn- und verschiedenen Buslinien halten in Berg am Laim die S-Bahnlinien S2 und S4 (Haltestelle Berg am Laim) sowie die U-Bahnen U2 und U5.