Ballettschule
Mit dem Begriff
Ballettschule werden Räumlichkeiten bezeichnet, die speziell für die Ausübung von
Ballett, also
klassischem Tanz, konstruiert oder ausgebaut wurden.
Eine
Ballettschule bietet üblicherweise Kurse für diverse Niveaus vom Anfänger bis zum leistungsorientierten Sportler an.
Aufbau einer Ballettschule
Eine
Ballettschule besteht meist aus einem speziellen Ballettsaal, Umkleideräumen (gegebenenfalls mit Wasch- oder Duschräumen) und einem Aufenthaltsbereich. In diesem Bereich im
Ballettstudio befindet sich auch meist die Garderobe der Tänzerinnen und Tänzer.
Zu den bekanntesten Balletoutfits zählt mit Sicherheit der Tutu, ein starrer, aus Tüll ausgeführter Rock. Männliche Balletttänzer tragen meist eine Strumpfhose und ein Hemd. Beim Training in der
Ballettschule wird oft auf spezielle Trainingskleidung zurückgegriffen. Die aufwendige Kostümierung bleibt in der täglichen Arbeit im
Ballettstudio meist außen vor, und wird lediglich anlässlich von Aufführungen oder Turnieren hervorgeholt. Nicht selten beinhaltet ein solcher Bereich in einem Ballettstudio auch noch Ruhe- und Fitnessräume.
Wie jedes andere Tanzstudio auch stellt eine
Ballettschule spezielle Anforderungen an die Räumlichkeiten, die es beherbergen. Wichtig für das
Ballettstudio ist in erster Linie eine großzügige Raumsituation. Gerade aufwendigere Choreographien mit vielen Tänzern können nur in einem
großen Ballettstudio einstudiert werden. Zudem orientieren sich die Tänzer im
Ballett in erheblichem Maße an der Raumgeometrie im Ballettstudio. Diese räumliche Orientierung ist insbesondere wichtig, um die Ballettfiguren in optimaler Präzision ausführen zu können, und immer um den Standpunkt der Zuschauer zu wissen. Die Bewegung eines einzelnen Tänzers oder eines Ensembles im Ballettstudio ist ein essentielles Element einer gelungenen Ballettchoreographie.
Wichtig in einer
Ballettschule ist zudem eine gute Beleuchtungsanlage sowie eine Audio-Anlage, die es ermöglicht die für den
Ballett-Tanz benötigte Musik abzuspielen. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist im
Ballettstudio ein optimales Training beziehungsweise eine gelungene Wettkampfvorbereitung möglich.
Häufig ist eine
Ballettschule in ein Tanzstudio integriert, in dem die Ausübung und das Erlernen von mehreren Tanzformen möglich sind. Neben dem
Ballettstudio werden dann häufig Turniertanz, traditionelle Tänze aus Deutschland und aus aller Welt, HipHop oder Gesellschaftstanz betrieben.
Seltener - dies ist insbesondere in einer größeren
Ballettschule häufig der Fall - verfügt das
Ballettstudio auch über einen Ballettsaal, der für Aufführungen geeignet ist.
Geschichte vom Ballettstudio
Die Geschichte des
Balletts geht bis ins 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert zurück. Damals fanden an den italienischen und französischen Fürstenhäusern erste Tanzdarbietungen statt. Wahrscheinlich ist, dass diese Tanzvorführungen, die damals übrigens ausschließlich von Männern durchgeführt wurden, in speziellen Studios eingeübt wurden: diese Studios kann man als Frühform des heutigen
Ballettstudio bezeichnen.
Die weltweit erste Ballettakademie wurde Ende des 17. Jahrhunderts in Paris gegründet: Es handelte sich um die "Académie Royale de Danse", die königliche Tanzakademie von Ludwig XIV. Diese Tanzakademie kann man ohne Umschweif als erstes "richtiges"
Ballettstudio bezeichnen. In derselben Zeit löste sich der klassische Tanz von seiner engen Verbindung vom Königshof. Der Besuch in einer
Ballettschule wurde insbesondere bei Frauen immer populärer.