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Brancheninfo: Baumpflege

Baumpflege

Baumpflege bezeichnet alle Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlentwicklungen an Bäumen und an dem Baumumfeld und zur Vitalitätserhaltung und Vitalitätssteigerung von Bäumen. Baumpflege ist vor allem an Bäumen in Siedlungsräumen wichtig, indem man beispielsweise die Verkehrssicherheit beibehalten muss und überhängende Äste abschneidet, oder indem man gezielt Bäume so wachsen lässt, dass sie bestimmte Bereiche überschatten.
Viele Firmen, die sich auf Baumpflege spezialisiert haben, bieten folgende Dienstleistungen an: Baumuntersuchung, Baumfällungen, Bodenbelüftung, Wurzelstockentfernung oder Wurzelstockfräsung, Kronenschnitt, Kronenreduzierung, Baumsicherung und Gartenpflege.

Fachgerechte Baumpflege

Von einer fachgerechten Baumpflege spricht man, wenn sie die Entwicklung des Baumes fördert, Erkrankungen am Baum heilt, negative Einflüsse vermeidet und Schäden oder Schwächen am Baum minimiert. Außerdem soll die Baumpflege den Entwicklungsphasen des Baumes entsprechen und mit den richtigen Methoden durchgeführt werden.
Eine nicht fachgerechte Baumpflege hingegen bezeichnet Maßnahmen, die dem Baum mehr schaden als nützen, wie die Kappung von Bäumen, inkorrekte Schnittführung, starke Stamm-Verletzung bei Schnittmaßnahmen und Maßnahmen, die nicht der aktuellen Entwicklungsphase des Baumes entsprechen.

Maßnahmen bei der Baumpflege


Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen drei Maßnahmen der Baumpflege:

- Baumpflege: Baumpflege bezeichnet die allgemeinen Maßnahmen wie den Schnitt und die Pflege der Krone.
- Baumsanierung: Bei einer Baumsanierung ergreift man Maßnahmen zur Baumerhaltung, beispielsweise bei kranken Bäumen.
- Baumchirurgie: Baumchirurgie bezeichnet chirurgische Maßnahmen zur Baumpflege an kranken oder beschädigten Bäumen. Heutzutage wird diese Methode jedoch nicht mehr angewandt, da sie oftmals mehr Schaden anrichtet als hilft.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

- Kronenschnittmaßnahmen: Schnittmaßnahmen sind die am meisten durchgeführten Pflegemaßnahmen an städtischen Bäumen, Parkbäumen und anderen Bäumen, die nicht wegen dem Holzertrag gepflanzt wurden. Dabei kann der Baumpfleger entweder den Baum unterstützen, eine stabile und gesunde Krone aufzubauen (mit einem Erziehungsschnitt) oder aus Gründen der Verkehrssicherheit beispielsweise die Krone auslichten oder kürzen.
- Behandlung von Parasiten und Krankheiten: Um den Baum vor Parasiten oder eindringenden Pilzen zu schützen, kann man die befallenen Stellen von infiziertem Material befreien, indem man sie beschneidet. Wichtig ist es hierbei, die Werkzeuge nach der Baumpflege zu desinfizieren, um keine Krankheitserreger auf andere Bäume zu übertragen.
- Standortschutz: Je nach Standort sind Bäume verschiedenen mechanischen Schäden ausgesetzt, beispielsweise Bissschäden durch Weidevieh, Hasen oder Wildtiere, Schlag- und Streifschäden durch Traktoren und Forstmaschinen und Befahrschäden an den Wurzeln des Baumes. Eine effektive Baumpflege beispielsweise durch Anbringen von Verschalungen oder Baumspiralen kann den Baum vor diesen Einflüssen schützen.

Ramersdorf

Ramersdorf

Ramersdorf ist ein Stadtteil im Münchner Südosten und bildet zusammen mit Perlach den Stadtbezirk 16 Ramersdorf-Perlach. Ramersdorf wird im Westen durch Obergiesing, im Norden durch Berg am Laim, im Osten durch Trudering und Riem und im Süden durch Perlach bzw. Fasangarten begrenzt. Momentan leben in Ramersdorf und Perlach rund 100.000 Einwohner auf einer Fläche von 1900 Hektar.
Ramersdorf ist als reines Wohngebiet bekannt. Allerdings ist Ramersdorf auch "Opfer" einer autogerechten Stadt geworden, was man daran sieht, dass sich der Mittlere Ring und die Autobahn A8 mitten durch das Stadtviertel ziehen. Einige Wohnhäuser im Ramersdorf sind deshalb mit Schallschutzmaßnahmen ausgestattet.

Geschichte von Ramersdorf

Ramersdorf wurde erstmalig um 1006 urkundlich erwähnt - damals hieß Ramersdorf noch "Rumoltesdorf", was auf eine Familie namens Rumoltes und das Anhängsel Dorf zurückgeht. Im Laufe der Jahre wechselten sich die Besitzer von Ramersdorf, ab 1818 war das Dorf eine eigene Gemeinde.
1864 wurde Ramersdorf nach München eingemeindet. In der Zeit des nationalsozialistischen Regimes wurde Ramersdorf teilweise umgestaltet, viele großflächige Straßenbauten entstanden. Teilweise ist die dörfliche Struktur aber noch heute erhalten - den alten Ortskern von Ramersdorf sieht man beispielsweise zumindest teilweise noch rund um die Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf.
Die Kirche ist seit dem 14. Jahrhundert ein Wallfahrtsort - viele kamen, um den spätgotischen Bau mit dem Zwiebelturm in Ramersdorf zu betrachten. Heute ist die Kirche zwar vielen Münchnern geläufig, aber kaum einer kümmert sich noch um ihre Geschichte: sie steht eingezwängt zwischen dem Mittleren Ring und der Autobahnzufahrt München-Salzburg.

Ramersdorf heute

Ramersdorf ist heute geprägt von mehrstöckigen Wohnbauten im Norden und einigen Einfamilienhäusern im Süden. Rund um die Rosenheimer Straße stehen viele Genossenschaftsbauten. Ein Problem im Ramersdorf ist das hohe Verkehrsaufkommen: Die Salzburger Autobahn endet direkt in Ramersdorf, die meisten Autofahrer gelangen über die Rosenheimer Straße in die Innenstadt. Auch der Mittlere Ring belastet die Ramersdorfer mit Lärm und Schmutz.
Trotzdem ist Ramersdorf für Familien attraktiv: In dem gesamten Stadtbezirk stehen 30 Schulen, drei Theater, sieben Bibliotheken, ein Freibad und ein Hallenbad, außerdem ist der Ostpark ganz in der Nähe. Die Mehrzahl der Arbeitsplätze in Ramersdorf entfallen auf das produzierende Gewerbe.

Verkehrsanbindung von Ramersdorf

Ramersdorf ist ideal an wichtige Münchner Verkehrsstraßen wie die Rosenheimer Straße und den Mittleren Ring angebunden - außerdem ist die Salzburger Autobahn ganz in der Nähe.
Doch auch ohne Auto kommt man in Ramersdorf gut zurecht: Es gibt 75 Haltepunkte der öffentlichen Verkehrsmittel, darunter acht U-Bahnhöfe und vier S-Bahnhöfe.