Billard
Mit dem Begriff
Billard bezeichnet man ein Spiel, bei dem zwei Personen gegeneinander spielen und je nach Spielart versuchen müssen, Kugeln in dafür vorgesehene Taschen einzulochen oder andere Kugeln zu berühren. Zum Billard benötigt man
Billardkugeln,
Billardqueues und einen
Billardtisch. Die beliebtesten Spielarten sind
Pool,
Snooker und Carambolage, wobei Pool in Deutschland am meisten gespielt wird. In vielen Städten und auch Dörfern gibt es Kneipen oder Hallen, wo man
preiswert Billard spielen kann.
Die Schreibweise
Billard stammt aus dem Französischen und kommt von dem Wort bille, was "kleine Kugel" bedeutet. Hierzulande schreibt man Billard fälschlicherweise auch oft
Billiard, was sich aus dem englischen Wort ableitet. Wenn man Billard sagt, meint man hierzulande meist
Pool, wobei sich der Begriff aber auch auf
Snooker oder Carambolage beziehen kann.
Geschichte des Billard
Der Ursprung von
Billard und den Spielarten
Pool,
Snooker, Carambolage usw. ist bis heute noch nicht ganz geklärt. Man vermutet, dass Billard aus einer Reihe von anderen Sportarten wie Cricket, Golf und Croquet entstanden ist. Um diese Spiele bei schlechtem Wetter auch in Innenräumen ausüben zu können, erfand man Billard. In der Anfangszeit des
Billardspiels gab es auch noch Hindernisse wie Bögen, Tore und Löcher auf dem Spielfeld, allerdings verschwanden diese mit der Zeit.
Ab dem 16. Jahrhundert etablierte sich
Billard an vielen Königshäusern und war auch Teil der Freizeitvergnügung der normalen Bürger. Im Laufe der Zeit entwickelte sich auch der heutige
Queue - am Anfang benutzte man für Billard noch das dicke Ende des
Queues. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Billard in zwei Richtungen - einmal hin zum Carambolage und zum "
English Billiard".
In den nächsten Jahrzehnten kamen technische Neuerungen zum
Billard hinzu, um 1880 waren bereits alle heute bekannten Varianten in ihren Grundzügen etabliert. Es kamen immer mehr offizielle Turniere und Meisterschaften hinzu, so dass Billard in der ganzen Welt bekannt wurde - heute wird Billard quer durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten gespielt.
Stoßtechniken beim Billard
Um bestimmte Auswirkungen auf das Spielgeschehen zu erzielen, wendet man beim
Billard unterschiedliche Stöße an. Man unterscheidet zwischen den normalen Stößen, die in die Mitte der weißen Kugel zielen, und den Effetstößen, die darauf zielen, der Kugel beim Billard ein bestimmtes Laufverhalten mitzugeben. Einige Techniken sind besonders beim
Pool Billard und
Snooker wichtig, andere eher bei Carambolage.
Folgende Stöße der weißen Kugel kennt man beim
Billard:
- Nachläufer: Ein Nachläufer wird beim
Billard eingesetzt, um der Weißen einen Vorwärtsdrall zu geben. Wenn diese nun auf eine andere Kugel trifft, prallt sie nicht so sehr ab, als wenn man sie gerade gestoßen hätte, und läuft der anderen ein Stück weit nach. Um beim Billard einen Nachläufer zu erzeugen, muss man die Weiße oberhalb des Mittelpunktes anspielen.
- Rückläufer. Ein Rückläufer ist beim
Billard das Gegenteil eines Nachläufers. Man setzt ihn ein, um die Weiße nach dem Zusammenprall mit der anderen Kugel einen Rückdrall zu geben. Um beim Billard einen Rückläufer einzusetzen, sollte man die Weiße unterhalb ihres Mittelpunktes treffen.
- Stoppball: Ein Stoppball funktioniert ähnlich wie ein Rückläufer. Dazu muss man die Weiße nur knapp unterhalb des Mittelpunktes anspielen. Beim
Billard setzt man diese Technik ein, um die Weiße an der Stelle zum Stehen zu bringen, an der sie mit der anderen Kugel zusammentrifft.
- Seitlicher Effet: Der seitliche Effet wird weniger beim normalen
Billard als eher beim Carambolage benutzt. Man spielt die Weiße dabei links oder rechts vom Mittelpunkt an. Die weiße Kugel läuft daraufhin beim geraden Anspielen der Bande nicht gerade zurück.