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Brancheninfo: Briefmarken

Briefmarken München

Mit dem Begriff Briefmarken bezeichnet man kleine Papiermarken, die vom postalischen Beförderungsunternehmen (in der Bundesrepublik Deutschland die Post) ausgegeben werden, und die Zahlung des aufgedruckten Betrages bestätigen. Diese Postwertzeichen können anschließend auf Sendungen geklebt werden, die dann von der Post befördert werden.
Briefmarken werden anlässlich der Beförderung mit einem Poststempel entwertet. Man kann Briefmarken entweder in der Filiale der Post kaufen - inzwischen kann man Briefmarken aber auch online im Internet erwerben.

Die Geschichte der Briefmarken

Die erste Briefmarke der Welt, die in der noch Heute bekannten Papierform mit klebender Rückseite versehen war, wurde 1840 im heutigen England ausgegeben. Diese Briefmarken hatten den Wert von einem Penny und waren mit einem Portrait von Königin Victoria bedruckt. Das Konzept der Briefmarken verbreitete sich wie in Lauffeuer auf der ganzen Welt.
In Deutschland wurden die ersten Briefmarken 1849 gedruckt, und zwar im damaligen Königreich Bayern. Bei den Briefmarken handelte es sich um die "Schwarzen Einser" im Wert von einem Kreuzer. Mit diesen Briefmarken konnte zur Ausgabezeit beispielsweise ein Ortsbrief frankiert werden.

Briefmarken heute

Bis heute bleiben Briefmarken die am meisten verbreitete Frankierungsform. Ergänzt werden die klassischen Briefmarken von direkt auf die zu frankierenden Sendungen mittels Frankiermaschinen aufgedruckten Frankierungen.
Neben dem Vertrieb von Briefmarken an speziellen Briefmarkenautomaten, die vor Postfilialen aufgestellt sind, wird der Kauf von Briefmarken im Internet immer populärer. Der Verbraucher kann sich die gewünschten Briefmarken direkt im Internet bestellen, mit einem Motiv aus einer Bildergalerie schmücken und die Briefmarken direkt mit dem eigenen Drucker ausdrucken. Der Gang zur Postfiliale sowie die Bindung an Öffnungszeiten fallen somit weg. Für Sammler sind diese Arten von Briefmarken allerdings weniger interessant.
Die klassischen Briefmarken werden immer häufiger mit einer selbstklebenden Rückseite versehen. Das lästige "anlecken" der Briefmarken fällt somit weg. Neue Trends auf dem Briefmarken-Markt sind unter anderem Briefmarken, die mit Duftstoffen versehen sind, Hologramm-Briefmarken oder auch Wackelbild-Briefmarken. Seit das Postmonopol in Deutschland gefallen ist, können auch Privatunternehmen eigene Briefmarken herausgeben.

Briefmarken als Sammelleidenschaft

Briefmarken wurden im Laufe der Zeit zum beliebten Sammelobjekt für Groß und Klein. Das Sammeln von Briefmarken wird häufig als Briefmarkenkunde oder auch Philatelie bezeichnet. Der Begriff Philatelie stammt aus dem Griechischen und steht für gestempelte Briefmarken.
Rund um die Philatelie hat sich ein richtiges Briefmarkengeschäft etabliert. Sammler gehen zum Briefmarkenhändler, um ihre Briefmarken-Sammlung zu erweitern. Im Briefmarkenhandel gibt es auch das nötige Sammelzubehör wie zum Beispiel Briefmarken-Alben oder Briefmarken-Kataloge, in denen Briefmarken und ihr Wert verzeichnet sind. Briefmarkenhändler sind häufig auch auf speziellen Philateliebörsen anzutreffen, auf denen sich Sammler aus allen Ländern zum Fachsimpeln, Tauschen und Kaufen treffen.
Mitunter können Briefmarken-Sammlungen einen hohen Sachwert erreichen. Erben bringen komplette Sammlungen deshalb nach dem Tod des Besitzers häufig zum Briefmarkenankauf und wandeln die geerbte Sammlung in Bargeld um. Besonders wertvoll sind mitunter Briefmarken, die durch kleine Fehler oder falsche Druckfarben zu Unikaten werden.

Allach-Untermenzing

Untermenzing

Untermenzing ist ein Stadtviertel im Münchner Nordwesten und war früher eine eigene Gemeinde. Zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Allach bildet Untermenzing den Stadtbezirk 23 "Allach-Untermenzing". Untermenzing und Allach sind immer noch sehr ländlich geprägt und für ihre hohe Wohnqualität bekannt. Momentan leben in Untermenzing (zusammen mit Allach) rund 27.00 Münchner.
Untermenzing und Allach liegen am nordwestlichen Rand Münchens und werden im Westen durch die Dachauer Straße begrenzt. Früher zählte man die Gegend des Rangierbahnhofs Nord zu Untermenzing bzw. Allach hinzu, inzwischen gehört sie aber zu Moosach.

Charakter von Untermenzing

In Untermenzing leben viele Familien mit Kindern - die Anzahl der Mehrpersonenhaushalte dominiert stark. Oftmals leben Familien in Untermenzing in Einfamilienhäusern. Während früher in Untermenzing die einfachen Arbeiter lebten, finden sich heute viele Angestellte in den schmucken Häusern - deren Anteil beträgt momentan rund 50 Prozent.
Untermenzing ist bekannt für seinen hohen Anteil an Grünflächen. Zwar wurde in den 60er und 70er Jahren viel gebaut, trotzdem hat man viele Flächen zur Naherholung eingeplant. Aus diesem Grund erscheint vielen Besuchern heute Untermenzing als eher ländliche Gegend - was aber auch von den Einwohnern geschätzt wird.
Während in Allach bedeutende Firmen angesiedelt sind wie MAN, MTU und Krauss-Maffei (insgesamt stellen diese Firmen rund 19.000 Arbeitsplätze), sind in Untermenzing kaum Gewerbebetriebe angesiedelt.

Geschichte von Untermenzing

Während es heute Untermenzing und Obermenzing gibt, gehörten die beiden Bezirke früher zusammen. Untermenzing entstand erst durch die Aufspaltung von Menzing, die 817 geschah. Der Name Menzing kommt von dem Namen eines Mannes, der Menzio oder Mennisco hieß. Als Geburtsjahr des Stadtteils Untermenzing gibt man heute 1315 an. Bis dahin betrafen die Ortsnennungen eher den Ort Obermenzing, erst später sprach man auch von Untermenzing als Ort. Um 1500 gehörte Untermenzing schließlich zur herzoglichen Hofmark Menzing.
Untermenzing hatte, wie viele andere umliegende Orte auch, unter den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges zu leiden. Rund die Hälfte des heutigen Stadtteils wurde bei dem Einfall der Schweden zerstört. 16 Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Nur wenige Jahre später allerdings waren in Untermenzing bereits wieder 31 Häuser bewohnbar - damit erreichte Untermenzing wieder die gleiche Einwohnerzahl wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. 1818 schließlich wurde Untermenzing zur selbstständigen Gemeinde.
Im Gegensatz zu Allach profitierte Untermenzing kaum von der Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen München und Ingolstadt. Denn erst 2006 erhielt Untermenzing einen eigenen Bahnhof - im Zuge des S-Bahn-Ausbaus. Trotz allem wuchs Untermenzing rasch an: Im Jahre 1855 lebten gerade einmal 266 Einwohner in Untermenzing, 1938, also keine hundert Jahre später, bereits 4800 Menschen.


Allach

Allach wird ein Stadtviertel genannt, das sich am nordwestlichen Rand Münchens befindet. Zusammen mit dem Viertel Untermenzing bildet Allach den Bezirk Allach-Untermenzing (23. Stadtbezirk). Der Bezirk Allach-Untermenzing ist in zwei Bezirksteile (Untermenzing-Allach und Industriebezirk) untergliedert. Der Stadtbezirk 27 ist ungefähr 1500 Hektar groß und wird von ca. 27.000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung von Allach

Allach befindet sich im Nordwesten Münchens. Im Norden von Allach befindet sich die Münchner Stadtgrenze. Die westliche Grenze von Allach zu Langwied bildet der Münchner Autobahnring (A99), die östliche Grenze bilden die die Dachauer Straße auf der Höhe von Moosach sowie der Bezirksteil Untermenzing. Im Süden von Allach befindet sich Obermenzing.
Für Autofahrer ist Allach gut erschlossen. Der Autobahnring A99 (und besonders die so genannte Eschenrieder Spange, die das Dreieck München Allach mit dem Dreieck München-Eschenried verbindet) garantieren eine äußerst gute Anbindung an die A8 sowie zum Dreieck München-Nord. Allach verfügt über einen eigenen Bahnhof, der von der Münchner S-Bahn (Linie S2) bedient wird. Von Allach aus müssen zum Münchner Hauptbahnhof nur 6 Stationen zurückgelegt werden.
Das Viertel Allach bietet somit einen guten Kompromiss zwischen einer Lage am Stadtrand und guter Anbindung an die Münchner Innenstadt sowie den Regional- und Fernverkehr. Ergänzt wird die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr noch durch zahlreiche Buslinien, die am Bahnhof in Allach zusammenlaufen.

Die Geschichte von Allach

Allach kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die ehemalige Gemeinde Allach zählt zu den ältesten Gemeinden Bayerns. Bereits im Jahre 774 wurde Allach zum ersten Mal offiziell erwähnt. Der Name Allach kommt von den Worten "aha" ("Wasser") und "loh" (Wald), bedeutet also "Wald am Wasser". Die beiden Wörter wurden zunächst zum Wort "Ahaloh" zusammengezogen. Im Laufe der Zeit setzte sich im Sprachgebrauch das auch heute gebräuchliche "Allach" durch.
Besonders nach dem Bau der Eisenbahnstrecke München-Ingolstadt ende des 19. Jahrhunderts, an der Allach lag, wuchs die ehemals selbstständige Gemeinde rasant. Erst 1938 wurde die Eingemeindung von Allach in die Stadt München vollzogen.

Allach heute

Seit jeher ist Allach einer der wichtigsten Industriestandorte Bayerns. Der Bezirksteil Allach hat sogar die höchste Dichte von Industrie- und Gewerbeflächen im gesamten Münchner Stadtgebiet. Die Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (MAN), die Motoren- und Turbinen-Union (MTU) und Krauss-Maffei sorgen für einen Großteil der im Stadtviertel verfügbaren Jobs.
Trotz dieser massiven industriellen Präsenz ist Allach nach wie vor ein ländlich geprägter Stadtteil, in dem bis heute die alten Strukturen der Gemeinde Allach zu spüren sind. Wegen der vielen kleineren Einfamilien- und Reihenhäuser und einem äußerst hohen Anteil an Grünflächen wird Allach häufig als "Gartenstadtteil" bezeichnet. Vor allem die direkt durch Allach fließende Würm und der Allacher Forst sorgen für eine hohe Lebensqualität direkt im Viertel. Zusätzlich stehen 11 Sportanlagen zur Verfügung. Die soziale Infrastruktur in Allach ist gut ausgebaut.
In letzter Zeit wird Allach auch bei Familien mit Kindern immer beliebter. Im Norden und Osten verfügt Allach noch über zahlreiche Freiflächen, die ein ungehindertes Wachstum des Viertels möglich machen. Zusätzlich stehen diverse Umstrukturierungen von ehemaligen Industrieflächen im Herzen Allachs bevor.