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Brancheninfo: Büroservice

Büroservice

Mit dem Begriff Büroservice werden Firmen bezeichnet, die vom Auftraggeber ausgelagerte Bürotätigkeiten erledigen. Ein Büroservice kümmert sich entweder um einzelne Teilbereiche aus dem Office-Alltag oder übernimmt diese Tätigkeiten komplett.

Dienstleistungen eines Büroservices

Die Aufgaben eines Büroservice umfassen primär die Repräsentation des Auftraggebers und die Verwaltung bestimmter Geschäftsbereiche, die dieser nicht mehr selbst erledigen kann oder will. Insbesondere handelt es sich um:

- Buchhaltung von Büroservice: Finanzbuchhaltung (Erstellung von Gewinn- und Verlustrechnungen), Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung (also Forderungen an Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftspartnern), Anlagenbuchhaltung (also die Verwaltung des Anlagevermögens) sowie die Lohnbuchhaltung inklusive der Verwaltung des Personals können komplett oder teilweise vom Büroservice übernommen werden. Ein Büroservice verfügt über ausgebildetes Fachpersonal, das die genannten Aufgaben korrekt durchführen kann. Auf Wunsch bildet der Büroservice auch die Schnittstelle zum Steuerberater und kümmert sich zusammen mit diesem um die jährliche Steuererklärung.
- Inkasso von Büroservice: Auch die (oft unangenehme) Aufgabe des "Eintreibens" von Schulden kann vom Büroservice übernommen werden. Der Büroservice arbeitet hierzu häufig mit einem Inkassounternehmen zusammen.
- Telefonservice vom Büroservice: Hier nimmt der Büroservice Anrufe der Kunden im Namen des Auftraggebers an. In diesem Fall bildet der Büroservice eine direkte Schnittstelle zum Kunden. Im Idealfall merkt dieser überhaupt nicht, dass er mit einem Büroservice und nicht "direkt" mit dem gewünschten Unternehmen verbunden ist. Der Büroservice kann bis zu einem bestimmten Punkt Auskunft über Produkte oder Dienstleistungen des Auftraggebers geben, oder Telefonate beziehungsweise Gesprächsnotizen direkt an diesen weiterleiten.
- Postservice vom Büroservice: Der Büroservice sortiert eingehende Post und leitet diese an den Auftraggeber weiter. Außerdem können Werbe- und Informationssendungen vom Büroservice versandt werden. Der Büroservice verwaltet zu diesem Zweck auch häufig die Kundendatenbank für den Auftraggeber.
- Adressen-Bereitstellung: Ein häufig in Anspruch genommenes Angebot ist die Bereitstellung einer Geschäftsadresse durch den Büroservice. Über diese Adresse wird dann der gesamte geschäftliche Postverkehr des Auftraggebers abgewickelt. Häufig befinden sich diese Adressen in besonders repräsentativen Vierteln der Städte. Beim Kunden erscheint der Auftraggeber damit in einem besonders guten und seriösen Licht: dies ist häufig eine Hauptmotivation für die Beauftragung eines Büroservice.
- Bereitstellung von Räumlichkeiten durch Büroservice: Oft verfügt ein Büroservice auch über Büroräume (von kleinen Büros über Konferenzzimmer bis hin zu größeren Tagungsräumen), die vom Auftraggeber je nach Bedarfslage genutzt werden können.

Wann ist ein Büroservice sinnvoll?

Sinn macht die Beauftragung eines Büroservice vor allem aus wirtschaftlichen Gründen: kleine und mittlere Unternehmen können sich den Betrieb eines eigenen Büros oft nicht leisten, oder sind mit den (oft komplexen) Aufgaben überfordert.
Der Büroservice übernimmt je nach Bedarf einige oder alle diese Aufgaben und kann flexibel dort eingesetzt werden, wo Büroarbeiten nicht mehr erledigt werden können. Darüber hinaus kann es in manchen Branchen aus Prestigegründen sinnvoll sein, eine besonders repräsentative Adresse im Firmen-Briefkopf zu führen.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.