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Delikatessen Au: 2 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Delikatessen

Feinkost

Mit dem Begriff Feinkost bezeichnet man besondere, wertvolle Lebensmittel, die man normalerweise nicht jeden Tag isst. Dazu gehören exotische Früchte, Kaviar, Schnecken, Austern, Froschschenkel und Getränke wie Champagner. Zu Feinkost zählen auch Salate besonderer Qualität wie beispielsweise der Geflügelsalat oder der Waldorfsalat, Pasteten, Mayonnaisen, Würzsaucen, hochwertige Käsesorten, teure Fleischprodukte und einige Fertiggerichte. Gewisse Fischsorten gehören auch zu dem Sortiment eines Feinkostladens dazu.
Feinkost bekommt man in einem speziellen Geschäft, das Feinkosthandel, Feinkostladen, Delikatessenhandel oder Delikatessenladen heißen kann. Allerdings gibt es Feinkost auch im allgemeinen Lebensmitteleinzelhandel und wird dort oft gesondert präsentiert. Für die Gastronomie gibt es spezielle Feinkostgroßhändler, welche die Feinkost anliefern oder gleich für ein gesamtes Catering sorgen.

Begriffe für Feinkost

Feinkost bezeichnet man auch als Comestibles (französisch für Esswaren) oder Delikatessen. Allerdings sind die Wörter gesetzlich nicht geschützt und können somit immer verwendet werden. Für Feinkostsalate allerdings existiert eine eigene Richtlinie im Deutschen Lebensmittelbuch: diese sind nach der Definition "verzehrfertige Erzeugnisse aus Zutaten tierischer und/oder pflanzlicher Herkunft in einer geschmacklich hierauf abgestimmten Soße".
Je nach Sortiment des Feinkostgeschäftes kann Feinkost aus unterschiedlichen Ländern angeboten werden. Beispielsweise gibt es Geschäfte für italienische Feinkost, kanadische Spezialitäten, spanische Feinkost oder afrikanische und asiatische Delikatessen.

Produkte in einem Feinkostladen


Je nach Ausrichtung eines Feinkostladens kann dieser ganz unterschiedliche Produkte anbieten. Einige Beispiele für Feinkost:

- Getränke: Champagner, Sekt, Whisky, Kaffee (bestimmte, teure Kaffeebohnen), Tee, Gourmetwasser
- Gewürze, Kräuter, Essig und Öl: Dijon Senf, Trüffelöl, Haselnussöl, Olivenöl, Argan-Öl, Crema di Balsamico, Pimentón picante, Sale Marino, Flor de Sal, Wasabi-Ingwer-Salatdressing
- Saucen und Marinaden: Creme aus Paprika und Mandeln, Bio-Kokosnussmilch, Moutarde de Dijon, Currypaste, Senf mit Curry, Chipotle con Queso, Pesto rosso, Pesto genovese, Crema di Funghi
- Nudeln und Reis: Basmati-Reis, Sushi-Reis, Jasmin-Reis, Spaghetti Aglio, Strangozzi mit Orange, Strangozzi mit Zitrone, Pasta Gigli, Tagliolini, Reispapier, Camargue-Reis, Feigennudeln
- Müsli, Honig und Brotaufstriche: Karamell-Honig, Sanddorn-Fruchtaufstrich, Erdnusspastete, Krokant Müsli, Nuss-Müsli, Lavendelblütenhonig, Wollschwein-Leberwurst, Krabben-Rillettes

Feinkost und die Molekularküche

Die Molekularküche zählt zwar nicht direkt zur Feinkost, allerdings arbeitet sie mit vielen Delikatessen und ist mit Feinkost eng verknüpft. Die Molekularküche beschäftigt sich mit biochemischen und physikalisch-chemischen Prozessen beim Kochen und verändert Textur, Farbe und Aussehen einzelner Produkte zu etwas Neuem.
Feinkost, die in der Molekularküche benötigt wird, ist beispielsweise Limonen-Kaviar, Erdbeer-Kaviar, Agar-Agar (ein pflanzliches Geliermittel, das als Verdickungsmittel für Saucen und Suppen verwendet wird) oder künstliche Spaghetti.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).