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Brancheninfo: Disko

Disco München

Mit der Bezeichnung Disco beschreibt man umgangssprachlich einen Betrieb der Gastronomie, der sich auf Tanzveranstaltungen ausgerichtet hat. Die Disco hat normalerweise vorwiegend am Wochenende geöffnet und macht dort auch ihren größten Umsatz, es gibt aber auch Discos, die unter der Woche geöffnet haben. Die Disco ist überwiegend zum Tanzen gedacht, allerdings spielt die Anbahnung sozialer Kontakte - Freundschaften, Beziehungen, One-Night-Stands - auch eine wichtige Rolle.
Normalerweise wird die Tanzmusik in der Disco nicht live gespielt. In den allermeisten Fällen ist die Disco mit einer hochwertigen Abspielanlage ausgestattet. So genannte Disc Jockey (Djs) legen in der Disco, Musik auf und übertragen diese über hochwertige Lautsprecheranlagen in die Räumlichkeit. Oftmals wird die Musik in der Disco durch Lichteffekte untermalt.

Begriff Disco bzw. Diskothek

Weitere Begriffe für Disco sind Club (Mehrzahl: Clubs) oder auch umgangssprachlich Disse. Korrekterweise lautet die Bezeichnung Diskothek (auch Discothek geschrieben). Hin und wieder wird Discos in der Mehrzahl auch (fälschlicherweise) als Disco's beschrieben. Es gibt neben der normalen Disco mehrere spezielle Formen der Disco wie beispielsweise die Kinderdisco oder die Großraumdisco.
Das Wort Diskothek bezeichnet eigentlich eine Sammlung von Tonträgern, wie etwa CDs, Schallplatten oder Kassetten. Auch in der Hörfunk-Studiotechnik fand der Begriff Anwendung. Heute bezeichnet man mit der Disco jedoch fast ausschließlich den gastronomischen Betrieb. Das Wort Disco bezieht sich dabei sowohl auf die Veranstaltung als auch auf die Örtlichkeit.

Geschichte der Disco

Discos gibt es bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert. In den USA entstanden in den 1930er Jahren vermehrt Bars, bei denen die Jukebox als Wiedergabegerät eine zentrale Rolle spielte - die Menschen versammelten sich in diesem Vorläufer der Disco extra, um Musik anzuhören und dazu zu tanzen. Natürlich gab es in dieser Disco noch keine aufwändigen Lautsprecheranlagen.
Die Idee der Disco entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg dürstete es die Leute nach Abwechslung und Unterhaltung und so kamen sie in die Disco. In Deutschland eröffnete die erste Disco übrigens 1959 - nachdem der Besitzer des Aachener Speiselokals "Scotch-Club" nur wenig Umsatz machte, versuchte er es mit der "Jockey-Tanz-Bar" - was die erste Disco Deutschlands werden sollte.
Natürlich hatte diese Disco nicht viel mit der heutigen Disco gemeinsam. In der heutigen Zeit ist der DJ mehr als nur ein Plattenansager. Früher legten sie einfach eine Schallplatte nach der anderen auf das Abspielgerät der Disco. Heute muss ein Discjockey viel mehr beherrschen wie etwa Stücke übereinander legen und so Übergänge schaffen.

Verschiedene Arten der Disco

Inzwischen gibt es eine schier unendliche Auswahl an verschiedenen Discos in unzähligen Variationen und Themen. Wer beispielsweise Hip-Hop-Musik gerne mag, ist in einer Hip-Hop-Disco gut aufgehoben, andere zieht es eher in die Party-Disco, während wiederum andere lieber in die Schlager-Disco gehen.
Es gibt sowohl die Disco, in der immer die gleiche Musik gespielt wird, als auch die Diskothek, in der die Musik immer wechselt und so mehr Publikum angelockt werden soll. Darüber hinaus gibt es in fast jeder Stadt so genannte Szene-Discos, die beim Publikum als besonders schick oder angesagt gelten. Ein Beispiel dafür ist die Disco P1 in München, deren Ruf legendär ist und die auch weit über Münchens Grenzen hinaus bekannt ist.

Laim

Laim

Der Begriff Laim bezeichnet einen Stadtteil in München, der westlich gelegen ist und den "Stadtbezirk 25 Laim" bildet. In Laim wohnen etwa 50 000 Münchner. Früher war Laim weniger bevölkert als heute, sein Wachstum erlebte Laim erst mit der Eröffnung des Rangier- und Güterbahnhofes und der darauf folgenden Eingemeindung zu der Stadt München.
Laim ist heute vorwiegend ein Wohnviertel. In München gibt es ein weiteres Viertel mit Laim im Namen – Berg am Laim. Der Stadtteil im Münchner Osten hat allerdings nichts mit dem westlich gelegenen Laim zu tun.

Die Geschichte von Laim

Laim existiert viel länger als München selbst. Urkundlich erwähnt wurde die eigenständige Ortschaft erstmals um 1047 rum, als "loco leima", was "im Ort Leim" bedeutet. Der Name Laim kommt von "leim", was wiederum eine Bezeichnung für Lehm bzw. den Lehmboden war. Wahrscheinlich stammt die Kirche St. Ulrich, die heute noch in Laim steht, sogar aus dieser Zeit.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf niedergebrannt, 1818 schließlich wurde Laim zu einer eigenen Gemeinde. 1890 wohnten bereits 290 Menschen in Laim, nachdem allerdings der Rangierbahnhof eingeweiht wurde, nahm das Bevölkerungswachstum rapide zu. Bis 1901 hatte sich die Einwohnerzahl in Laim sogar verzehnfacht.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde zerbombter Wohnraum in Laim wieder aufgebaut. Da es viele unbebaute Flächen gab, ging das rasch von statten. In den 1990er Jahren wurde der Rangierbahnhof aufgelöst, so dass Laim heutzutage weniger Industrie- als vielmehr Wohngebiet ist.

Lage und Verkehrsanbindung in Laim

Laim liegt im Westen von München. Im Norden grenzt Laim an den Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg, im Osten an die Schwanthalerhöhe, im Westen an Hadern bzw. Pasing-Obermenzing und im Süden an Sendling-Westpark bzw. Hadern.
Da Laim im Gegensatz zu anderen Vierteln sehr zentral liegt, besteht in dem Stadtteil eine gute Verkehrsanbindung. Wichtige Straßen sind die Landsberger Straße, die Fürstenrieder Straße und die A96. Bekannt ist außerdem noch die Westendstraße. Der öffentliche Nahverkehr ist in Laim ebenso vertreten, und zwar mit den U-Bahnlinien 4 und 5, den Tramlinien 18 und 19, den Buslinien 51, 57 131, 132, 151 und 168 und der S-Bahn.

Sehenswürdigkeiten in Laim

In Laim gibt es - obwohl der Stadtteil hauptsächlich ein Wohnviertel ist - einiges zu sehen. Das historische Zentrum von Laim ist der Laimer Anger, gleich gegenüber befindet sich die Kirche St. Ulrich, die vermutlich bereits seit der Gründungszeit von Laim steht. Für Kirchenfreunde gibt es außerdem noch die Paul-Gerhardt-Kirche und die Pfarrkirche "Zu den heiligen zwölf Aposteln" zu besichtigen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Laimer Schlössl, das in der Agnes-Bernauer-Straße unter Max Emanuel als Wirtschaftsgebäude errichtet wurde und im 19. Jahrhundert renoviert wurde. In der Fürstenrieder Straße 21 in Laim fällt einem sofort ein leer stehendes Haus auf:
Es ist das ehemalige Kaufhaus Beck, das heute Gegenstand politischer Diskussionen ist. Was künftig mit dem Haus geschehen soll, ist bislang unklar.