Energieberater
Mit dem Begriff
Energieberater wird ein Berufsbild bezeichnet, dessen Aufgabe es ist, über Energieeinsparung beziehungsweise die
effiziente Nutzung von Energie in zu bauenden oder bereits existenten Gebäuden aufzuklären. Energieberater werden sowohl von Privat-, als auch von Geschäftskunden engagiert.
Ein
Energieberater ist ein Fachmann, der auf dem Gebiet der
Energieberatung tätig ist, der also Elektrogeräte oder Immobilien begutachtet und ein Urteil über dessen energetische Bilanz fällt. Darüber hinaus hat ein Energieberater die Aufgabe, den Kunden Hinweise und Ratschläge bei dem Kauf beispielsweise von Elektrogeräten in Hinblick auf die Energiebilanz zu geben.
Im Detail beschäftigt sich ein
Energieberater mit den Themen Erzeugung, Speicherung, Transport, Bereitstellung, Verbrauch, Einsatz, Einsparung, Umwandlung und Rückgewinnung von Energie - dabei werden sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte betrachtet. Wichtig ist der Energieberater beispielsweise beim Bau von neuen Gebäuden, wo das Thema Energie bzw. dessen Einsparung in Zukunft immer mehr in das Interesse der Käufer rücken wird.
Warum ist der Energieberater wichtig?
Das Feld
Energieberatung wird immer wichtiger - und das hat auch einen Grund: Energie ist wertvoll und nur begrenzt verfügbar. Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu, weshalb
Energiesparen notwendiger ist denn je. Viele Verbraucher neigen aber zu Unsicherheit, wenn es um das Thema Energiesparen geht. Hier kann der
Rat vom Energieberater Gold wert sein.
Ein
Energieberater setzt nämlich nicht nur beim Bau des Gebäudes an. Es gibt viele alte Gebäude, die teils vor 60 oder 70 Jahren gebaut wurden, als man an das Thema
Energiesparen noch gar nicht dachte und dementsprechend keinen Energieberater konsultierte. Aber auch Bewohner dieser Gebäude können sparen, indem sie wertvolle
Tipps aus einer Energieberatung schöpfen und anwenden.
Der Beruf Energieberater
Grundsätzlich handelt es sich beim
Energieberater in Deutschland um keine geschützte Berufsbezeichnung. Das heißt, dass sich im Prinzip jeder Energieberater nennen kann. Im Weiteren existieren für das Berufsbild des
Energieberaters auch keine vereinheitlichten Richtlinien.
Meist handelt es sich bei einem
Energieberater allerdings um einen eigens ausgebildeten Fachmann (beziehungsweise eine eigens ausgebildete Fachfrau). Von den Handwerkskammern werden zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen angeboten, die Handwerksmeister (wie zum Beispiel Maurer, Schornsteinfeger, Installateure und viele andere) in einer ausführlichen Zusatzausbildung zum Energieberater weiterqualifizieren.
Bedeutung vom Energieberater
Es kann aus den verschiedensten Gründen sinnvoll sein, einen
Energieberater zu engagieren. Häufig wird der Energieberater beispielsweise aus wirtschaftlichen Gründen hinzugezogen. Der Energieverbrauch eines (mehr oder weniger alten) Gebäudes soll festgestellt und verringert werden, um Geld einzusparen. Oder ein Neubau soll mit Hilfe vom Energieberater so geplant und konstruiert werden, dass möglichst
viel Energie eingespart wird. Immer häufiger wird auf einen Energieberater allerdings auch aus ökologischen Gründen zurückgegriffen.
Im Laufe der Zeit wurden Richtlinien zur Wärmedämmung (die Wärmeschutzverordnung) und zur
Energieeinsparung bei Gebäuden (die Energieeinsparverordnung) schrittweise verschärft beziehungsweise neu geschaffen. Ein
Energieberater muss deshalb oft konsultiert werden, um allen bau- und umweltrechtlichen Vorschriften exakt entsprechen zu können.
Teilweise existieren für besonders energiesparende Neubauten beziehungsweise Sanierungsvorhaben auch spezielle Fördermittel von Bund und Ländern. Energiesparendes (Um-)Bauen kann also auch schon beim Bauvorhaben wirtschaftlich interessant sein. Ein Energieberater berät hinsichtlich dieser Boni und hilft bei Antragstellung und Abwicklung.
Wo setzt ein Energieberater an?
Dem
Energieberater bietet sich meist eine Vielzahl an Möglichkeiten zur
Einsparung von Energie. Diese reichen von einfachen Schritten, bei denen wenig oder gar kein Geld investiert werden muss, bis hin zu komplexen und aufwendigen Umstrukturierungsprozessen. Am häufigsten setzt ein Energieberater an den folgenden Punkten an:
-
Energiebedarf verringern: Im einfachsten Fall gibt der
Energieberater hier einfache Tips zum
Einsparen von Energie (wie zum Beispiel Wasser, Strom, Heizwärme etc...). Beim Neu- oder Umbau einer Immobilie
berät der Energieberater über den Einbau spezieller Sparvorrichtungen (wie zum Beispiel zur Temperaturkontrolle bei Heizungen).
-
Effizienz bei der Energienutzung erhöhen: Hier hilft der
Energieberater bereits erzeugte Energie (wie Heizwärme oder Licht) optimal auszunutzen. Zum Einsatz können hier zum Beispiel Systeme kommen, die "Abfallprodukte" wie Abwärme zusätzlich nutzen, oder von der Heizung erzeugte Wärme durch eine hochwertige Dämmung der Räume besonders gut auszunutzen. Bei der Beleuchtung empfiehlt der Energieberater häufig, auf spezielle Energiesparlampen zurückzugreifen. Als neuesten Trend können Energieberater auf die äußerst effiziente LED-Technik zurückgreifen, die besonders günstig und langlebig ist.