Fahrrad München
Mit
Fahrrad (auch
Rad oder
Velo genannt) bezeichnet man ein meist zweirädriges und einspuriges Fahrzeug, das man über die Pedale mit Muskelkraft antreibt. Das
Fahrrad gilt gerade im Stadtverkehr als praktisches, schnelles und ökologisches Fortbewegungsmittel, so dass selbst Kuriere oftmals
Fahrräder statt Pkws einsetzen.
Die häufigsten Arten von
Fahrrädern sind:
Reiserad,
Trekkingrad,
Tourenrad,
Citybike,
Mountainbike,
Rennrad,
Einrad,
Dreirad (als Behindertenfahrzeug),
Hollandrad,
Rikscha,
Tandem und
Fixie (
Fixed-Gear-Bike). Dazu kommen noch spezielle Anfertigungen wie beispielsweise
Elektrofahrräder, die den Fahrer mit einem Elektromotor unterstützen.
Ein Unternehmen, das sich auf
Fahrräder spezialisiert hat, verkauft, verleiht und repariert diese, bietet einen Ersatzteilservice, entsorgt Alträder und verkauft Zubehör rund um das
Fahrrad.
Wissenswertes rund um das Fahrrad
Verglichen mit dem Auto oder Motorrad ist ein
Fahrrad geradezu simpel aufgebaut. Die physikalische Theorie ist aber sehr komplex. Bei keinem anderen Fortbewegungsmittel ist die Bewegungsenergie relativ zur Masse des
Fahrrades so niedrig wie beim
Fahrrad. Eine
Fahrradschaltung hat einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent, der Wirkungsgrad eines
Fahrrades liegt je nach Ausstattung und Pflegezustand bei 70 bis 90 Prozent.
In Europa erlebte das
Fahrrad in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts große Verbreitung, als es immer günstiger produziert werden konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das
Fahrrad durch Motorräder und Autos verdrängt, denn die Bevölkerung hatte wieder mehr Geld als zu Kriegszeiten, außerdem gab es preiswerte motorisierte Fahrzeuge. Als das ökologische Bewusstsein in den 1970er-Jahren zurückkehrte, erlebte das
Fahrrad erneut einen Aufschwung. In Entwicklungsländern spielt das
Fahrrad heutzutage eine ähnliche Rolle wie im Europa des frühen 20. Jahrhunderts.
Viele Städte fördern die Benutzung vom
Fahrrad und bieten verschiedene Services an wie "Bike and Ride", also die kombinierte Fortbewegung mit
Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr, und Fahrradmietstationen, bei denen man sich ein
Fahrrad gegen geringe Gebühr ausleihen und am Zielort einfach abstellen oder zu einer nahe gelegenen Station bringen kann.
Der Aufbau eines Fahrrads
Ein
Fahrrad besteht meist aus folgenden Komponenten:
Rahmen: Der Rahmen ist die "Karosserie" des
Fahrrades und der tragende Teil. Auf ihm befinden sich alle anderen Teile.
Schaltung: Viele
Fahrräder besitzen eine Gangschaltung zur Veränderung der Antriebsübersetzung. Die wichtigsten Arten sind
Kettenschaltung und
Nabenschaltung.
Bereifung: Die
Fahrradreifen bestehen aus dem Reifen (auch Mantel genannt) und dem Schlauch. Je nach
Fahrradtypus kommen verschiedene Reifen zum Einsatz.
Beleuchtung: Eine funktionierende Beleuchtung ist für ein verkehrssicheres
Fahrrad unerlässlich. Sie soll dem Fahrer auf der Straße Sicht verschaffen und ihn für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar machen.
Bremsen: Die Bremsanlage ist die Einrichtung zum Festhalten des rollenden
Fahrrades. Bei
Fahrrädern kommen Trommelbremsen, Klotzbremsen, Scheibenbremsen oder Felgenbremsen zum Einsatz.
Federung: Die Federung dämpft Unebenheiten auf der Straße und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl. Manche
Fahrräder besitzen keine Federung, andere eine Federgabel (Hardtail) und manche sind voll gefedert (
Full Suspension Bike oder "
Fully").
Pedal,
Kette,
Kettenblätter: Mittels der
Pedale überträgt man die Kraft auf das Hinterrad.
Sattel: Der
Sattel ist der Sitz des Fahrers. Er sollte so eingestellt sein, dass sich die Kraft ideal auf die
Pedale überträgt.
Lenker: Der Lenker ist mit dem Vorderrad verbunden und dient zu Richtungsänderung. An ihm sind meist auch die Bremsen, Gangschaltung, Klingel und anderen Instrumente wie Tachometer befestigt.