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Brancheninfo: Finanzämter

Finanzamt

Das Finanzamt ist eine örtliche Behörde der Finanzverwaltung, welche die Festsetzung und Erhebung von Steuern durchführt. In Deutschland ist die Finanzverwaltung auf den Bund und die einzelnen Länder aufgeteilt. Die Zuständigkeit für den Vollzug der Steuergesetze liegt bei den Ländern. Da Steuervorgänge mehr und mehr automatisiert werden, wollen die Finanzämter Teile der Arbeit an Rechenzentren übertragen (siehe auch "ELSTER" weiter unten).
In der deutschen Finanzverwaltung ist die höchste Behörde das Bundesministerium der Finanzen, darunter folgen eine Reihe Oberbehörden, die Landesfinanzbehörden und die Oberfinanzdirektionen - darunter erst ist das Finanzamt angesiedelt. Ein Finanzamt fungiert als Ortsbehörde. Das Finanzamt ist für die Verwaltung der Steuern zuständig. Üblicherweise ist ein Finanzamt aber nicht für Zölle und Verbrauchsteuern zuständig - um diese Art der Steuern kümmert sich die Bundeszollverwaltung.

Steuern die vom Finanzamt erhoben werden

Als Steuer bezeichnet man einen Geldbeitrag, den Bürger eines Staates ohne direkte Gegenleistung bezahlen müssen. Steuern sind eine öffentlich-rechtliche Abgabe und die Haupteinnahmequelle von modernen Staaten und werden vom Finanzamt erhoben.
Steuern wurden bereits im frühen Altertum erhoben - damals hieß die Behörde allerdings noch nicht Finanzamt. In der Antike mussten Bürger beispielsweise Tribut, Zoll oder Zehnt zahlen. Während heute nur Geldleistungen durch das Finanzamt erhoben werden, wurden Steuern früher durchaus auch mit Naturalien beglichen.
Erst der schottische Moralphilosoph Adam Smith, der als der Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre gilt, stellte 1776 vier Grundsätze auf, nach denen künftig die Steuern erhoben wurden - und die heute noch leicht modifiziert gelten: Gleichmäßigkeit der Besteuerung, Bestimmtheit der Steuergesetze, Bequemlichkeit der Besteuerung und Wohlfeilheit der Steuererhebung. Heutzutage stellt man an die Steuern folgende Grundanforderungen: Gerechtigkeit, Ergiebigkeit, Unmerklichkeit und Praktikabilität.

Steuererhebung durch das Finanzamt


Eine Steuererhebung ist das verwaltungstechnische Verfahren, das ein Finanzamt unternimmt, um eine Besteuerung durchzuführen. Das Verfahren gliedert sich in drei Phasen:

- Ermittlungsverfahren: Bei dem Ermittlungsverfahren prüft das Finanzamt, ob und in welchem Umfang bei einer Person oder einem Unternehmen ein Steuerentstehungstatbestand vorliegt. Dabei kann das Finanzamt Bürgern Pflichten (wie die Steuererklärungspflicht) und Rechte (beispielsweise eine Steuerfahndung) gewähren.
- Das Ziel dieses Verfahrens: Das Finanzamt soll ein genaues Bild der tatsächlichen Verhältnisse erhalten.
- Festsetzungsverfahren: Nachdem die Besteuerungsgrundlage ermittelt wurde, setzt das Finanzamt die Steuer durch einen Steuerbescheid fest.
- Beitreibungsverfahren: Nach dem Festsetzungsverfahren sorgt das Finanzamt für die Verwirklichung der Steueransprüche. Das kann entweder durch Zahlung, durch Aufrechnung oder durch Vollstreckung geschehen.

ELSTER und das Finanzamt

ELSTER ist eine Abkürzung, die für "Elektronische Steuererklärung" steht. ELSTER ist ein Projekt der Steuerverwaltung zur automatisierten Abgabe der Steuererklärungen und Steueranmeldungen. Das Finanzamt erhält die Steuererklärung durch das Programm über das Internet und kann so Kapazitäten entlasten. Seit 2005 sind alle Arbeitgeber und Unternehmer verpflichtet, bestimmte Steuer-Dokumente elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln.
Der Benutzer muss seine Steuerdaten in das Programm eingeben. Die Daten werden geprüft, verschlüsselt und an das Finanzamt übermittelt. Die Akzeptanz von ELSTER steigt: 2008 haben bereits 8,2 Millionen Bürger ihre Steuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermittelt. Außerdem wurden 41 Millionen Umsatzsteuer-Voranmeldungen und 19 Millionen Lohnsteueranmeldungen über das Internet übertragen.

Innenstadt

Innenstadt München

Mit dem Begriff Innenstadt wird in München in erster Linie die Altstadt bezeichnet. Alternativ können mit der Bezeichnung Innenstadt allerdings auch zusätzlich die Stadtteile Maxvorstadt, Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt, Au, Haidhausen und Lehel gemeint sein.
Die Innenstadt ist das Zentrum Münchens - sowohl geographisch, als auch kulturell und politisch.

Lage und Infrastruktur der Innenstadt

Das Herz der Münchner Innenstadt ist die Altstadt mit dem Marienplatz als Mittelpunkt. Eingerahmt wird die Altstadt vom Altstadtring (im Osten) und von den verschiedenen Toren der Stadt (Isartor, Sendlinger Tor, Karlstor). Im Nordwesten schließt an die Innenstadt direkt die Maxvorstadt an, im Osten das Lehel, die Au und Haidhausen. Im Süden liegt die Isarvorstadt, im Westen die Ludwigsvorstadt.
Der gesamte Bereich der Innenstadt ist hervorragend an das Verkehrsnetz angebunden. Alle U-Bahn und S-Bahn Linien laufen hier zusammen. In der Ludwigsvorstadt befindet sich mit dem Hauptbahnhof Münchens wichtiger Knotenpunkt für Regional- und Fernverkehr. Zusätzlich verkehren in der Innenstadt zahlreiche Bus- und Straßenbahnlinien.

Geschichte der Innenstadt

Die Geschichte der Innenstadt ist geprägt von der Entwicklung der Altstadt, dem historischen Kern Münchens. Der heutige Stadtteil Altstadt entspricht prinzipiell dem alten Münchner Stadtkern. In diesem Teil der Innenstadt hat 1158 die Stadtgeschichte Münchens begonnen. Im Mittelalter war München eine Residenzstadt, die strategisch günstig an den Haupthandelsrouten für Salz gelegen war. Auf dem Marienplatz führten die Handelsstraßen Bayerns zusammen. Auf diese Weise wurde die Münchner Innenstadt zum wirtschaftlichen Zentrum Bayerns.
Bis heute befinden sich in der Innenstadt die Geschäftssitze zahlreicher namhafter Unternehmen und die Schaltzentralen der bayrischen Politik. Der Bereich der Innenstadt hat also in seiner wirtschaftlichen und politischen Bedeutung in keiner Weise eingebüßt.

Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten der Innenstadt

So gut wie jeder München-Tourist besucht während seines Aufenthaltes die in der Innenstadt gelegenen Viertel. Ein großer Teil der Münchner Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten befindet sich im Innenstadt-Bereich. Besonders bekannt und beliebt sind:

- Kirchen: In erster Linie natürlich die Frauenkirche, das Wahrzeichen Münchens, deren beiden Türme die Münchner Innenstadt überragen, aber auch die Asamkirche und die Theatinerkirche.
- Museen: Wie das berühmte Deutsche Museum auf der Museumsinsel, das Residenzmuseum, das Stadtmuseum, die Pinakotheken, das Lenbachhaus, das Haus der Kunst - ein Großteil der Münchner Museen befindet sich in der Innenstadt.
- Kulturelle Einrichtungen: Ob in der Staatsoper am Gärtnerplatz, im Bayrischen Staatstheater, in den Kammerspielen oder im Kulturzentrum Gasteig: für Kulturbegeisterte ist in der Innenstadt Vieles geboten.
- Parks: Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist die Münchner Innenstadt äußerst grün. Der Englische Garten ist sogar die größte Grünfläche der Welt, die sich in einer Innenstadt befindet. Dazu kommen zahlreiche Park- und Gartenanlagen wie zum Beispiel der Hofgarten.
- Einkaufsmöglichkeiten: Bekannt ist die Münchner Innenstadt für die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Die Fußgängerzone zwischen Marienplatz und dem Karlsplatz ("Stachus") bietet alles, was das Herz begehrt. Ebenfalls in der Innenstadt befindet sich Münchens historischer Marktplatz, der Viktualienmarkt. Die Innenstadt lädt Münchner und Gäste aus aller Welt zum schlendern und bummeln ein.