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Brancheninfo: Fliesenleger

Fliesenleger

Ein Unternehmen, das sich auf Fliesenverlegung spezialisiert hat, berät, verkauft, verlegt und repariert Fliesen und andere Produkte.
Meist bieten die Unternehmen der Fliesenverlegung noch weitere Produkte ähnlicher Kategorie an, wie beispielsweise Mosaik, Wohn- und Objektkeramik allgemein, Marmor, Granit, Armaturen, Badmöbel, Sanitär-Keramik oder Waschtische. Die Dienstleistungen eines Fliesenlegers reichen von Maurerarbeiten, Altbausanierungen uns Trockenbau über Silikonfugen-Ausbesserung oder Badsanierungen bis hin zur Natursteinverlegung.

Die Fliesen

Eine Keramikfliese ist eine künstlich hergestellte Platte, die als Wandverkleidung oder Bodenbelag eingesetzt wird. Fliesen werden in Spezialpressen unter hohem Druck trocken gepresst und in bis zu 1250 Grad heißen Öfen gebrannt.
Fliesen kannte man bereits im Altertum und verwendete sie zum Wandbelag, besonders in Ägypten, Mesopotamien und Persien. Später brachten die Mauren farbig glasierte Fliesen nach Portugal und Spanien. Im 17. Jahrhundert ging man dazu über, die Fliesen einfarbig anzumalen oder zeitgenössische Malerei aufzutragen.
Die ersten nicht-römischen Funde von Keramikfliesen datiert man auf das Jahr 1000. Auch wenn in Europa Fliesen lange bekannt waren, besonders verbreitet waren sie aufgrund der teuren und aufwendigen Herstellung nicht. Erst mit der industriellen Revolution wurden Fliesen zunehmend erschwinglicher und dadurch auch beliebter. Dadurch entstand der Beruf des Fliesenlegers.

Fliesenleger

Ein Fliesenleger (auch Plattenleger oder Mosaikleger genannt) ist ein Handwerker, der sich auf die Fliesenverlegung spezialisiert hat. Er verkleidet Wand- und Bodenflächen mit keramischen Fliesen, Platten und Mosaiken.
Um eine Fliesenverlegung fachgerecht durchführen zu können, müssen Fliesenleger folgende Kenntnisse besitzen: Prüfen und Vorbereiten von Untergründen, Herstellen von Unterputzen und Estrichen, Mörtelzubereitung, Messen, Teilen, Schleifen und Bohren von Fliesen und das Ansetzen und Verlegen dieser und das Ausfugen der Beläge sowie das Anlegen von Dehnungs- und Trennfugen. Typische Werkzeuge des Fliesenlegers sind Fliesenschneider, Rabitzzange, Papageienzange, Schwammbrett, Waschwanne und Bohr- und Mischmaschinen.

Fürstenried

Fürstenried

Fürstenried ist ein Stadtteil in München, der zusammen mit Solln, Obersendling, Forstenried und Thalkirchen den Stadtbezirk 19 "Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln" bildet. Fürstenried ist einer der südlichsten Stadtteile Münchens und grenzt an Neuried im Westen, Obersendling und Solln im Osten, Hadern und Südpark im Norden und Unterdill im Süden von München.
Momentan leben im Stadtbezirk 19 "Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln" fast 78.000 Menschen auf einer Fläche von 1775 Hektar. Der Anteil an Senioren an der Bevölkerung von Fürstenried ist mit 20 Prozent vergleichsweise hoch. In Fürstenried und den angeschlossenen Vierteln leben außerdem unterdurchschnittlich wenige Ein-Personen-Haushalte - Fürstenried ist ein Stadtviertel, in das besonders gerne Familien ziehen.

Geschichte von Fürstenried

Fürstenried wurde 1716 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt seinen Namen vom Kurfürsten Max Emanuel. Der Begriff "ried" steht dabei für Rodung, Fürstenried war also ein gerodetes Gebiet. Der Kurfürst ließ auf dem Gelände sein Schloss Fürstenried erbauen. Ursprünglich wurde der Ort nicht als Fürstenried bezeichnet, sondern als Poschetsried.
Fürstenried wurde im Januar 1912 nach München eingemeindet. Nachdem die bayerische Monarchie 1918 endete, wanderte das Schloss in den Besitz der Kirche über. Noch heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel in Fürstenried. Viele Münchner wissen allerdings gar nicht von der Existenz des kleinen Schlosses in Nymphenburg - einen Besuch ist es allemal wert.

Fürstenried heute

Fürstenried ist in München als Wohnsiedlung bekannt. Das typische Bild von Fürstenried prägen dabei die Wohnbauten der 60er Jahre. Damals galt Fürstenried als "Trabantenstadt". Wie in Forstenried stehen heute deshalb in Fürstenried große, hohe Betonbauten, die viele Wohnungen bereitstellen. Die bauliche Entwicklung sieht man gut am Beispiel des Sparkassenhochhauses in Fürstenried, das bei der Einweihung in den 60er-Jahren als das größte Wohnhaus Bayerns galt.
Besonders Familien ziehen heute gerne nach Fürstenried. Die Möglichkeiten der Naherholung sind zahlreich: Zum einen sind die Isarauen in Solln sehr nahe, fährt man gen Süden, erreicht man bald den riesigen Forstenrieder Park. Daneben gibt es ein großes Angebot an Freizeiteinrichtungen in Fürstenried und den angeschlossenen Gebieten: Neben 23 Sportanlagen gibt es ein Hallenbad und ein Freibad, zwei Kinos, ein Theater, vier Bibliotheken und 20 Schulen. In Fürstenried gibt es nur wenig Industrie, viele Arbeitsplätze entfallen auf den Siemensstandort in der Hofmannstraße.

Verkehrsanbindung in Fürstenried

Fürstenried liegt zwar weit im Münchner Süden, ist aber besonders für Autofahrer gut an München angebunden, was an der nahen Autobahn A95 liegt. Auf ihr gelangt man schnell und bequem in das Zentrum der Stadt.
In Fürstenried hält die U-Bahnlinie 3 (Stationen Fürstenried West, Basler Straße und Forstenrieder Alle) und verschiedene Buslinien der MVG.