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Friedhofsgärtnerei Feldmoching: 3 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Friedhofsgärtnerei

Friedhofsgärtnerei

Eine Friedhofsgärtnerei ist eine Gärtnerei an einem Friedhof oder in der Nähe davon, die sich um die Bepflanzung von Gräbern und die Grabpflege kümmert. Außerdem kann eine Friedhofsgärtnerei auch mit einem Grabsteinhandel zusammenarbeiten beziehungsweise diesen integrieren, also Grabsteine herstellen, restaurieren und verkaufen.
Die wohl wichtigste Tätigkeit einer Friedhofsgärtnerei ist die Dauergrabpflege, also eine dauerhafte Bepflanzung und Pflege eines Grabes. Knapp ein Fünftel der deutschen Gräber werden von einer Friedhofsgärtnerei gepflegt. Diese besprechen sich vor Beginn des Vertrages mit den Angehörigen und setzen dann die Kundenwünsche bei der Grabpflege um. Ende 2004 bestanden rund 265000 Verträge über eine Dauergrabpflege zwischen Privatpersonen und Friedhofsgärtnereien.

Produkte einer Friedhofsgärtnerei


Eine Friedhofsgärtnerei bietet häufig folgende Dienstleistungen an:

- Trauerfloristik: Mit dem Begriff Trauerfloristik bezeichnet man alle floristischen Arbeiten, die eine Friedhofsgärtnerei anfertigt, wie beispielsweise Trauersträuße und Handsträuße für die Trauergäste, Urnenschmuck, Sarggebinde, Aufbahrungs-Dekorationen, Trauerkränze, Trauergestecke und Schalen für das Grab. Eine Friedhofsgärtnerei stellt diese Artikel aus unterschiedlichen Materialien her.
- Grabbepflanzung: Je nach Jahreszeit verwendet eine Friedhofsgärtnerei verschiedene Pflanzen zur Grabbepflanzung. Außerdem muss eine Friedhofsgärtnerei darauf achten, die Grabbepflanzung passend zur Lage und Art der Grabstätte auszuwählen und auch die Wünsche der Angehörigen in die Gestaltung der Bepflanzung mit einfließen lassen. Nicht nur das Grab selber kann bepflanzt werden, eine Friedhofsgärtnerei bietet auch eine Schalenbepflanzung an.
- Trauerdekoration: Mit Trauerdekoration bezeichnet man die Dekoration des Sarges in der Aussegnungshalle und des Grabes selbst. Dazu können beispielsweise Palmen, Rosen oder Lorbeerbäume verwendet werden. Bei der Trauerdekoration muss eine Friedhofsgärtnerei mit Feingefühl und Blick für Details arbeiten.
- Dauergrabpflege: Viele Menschen haben keine Zeit, regelmäßig das Grab eines Verstorbenen zu besuchen. Deshalb schließen sie mit einer Friedhofsgärtnerei einen Dauergrabpflege-Vertrag ab und übergeben so die Verantwortung der Grabpflege an den Friedhofsgärtner. Dieser kümmert sich um die Bepflanzung und Pflege des Grabes. Regionale Treuhandanstalten überwachen die Arbeiten der Friedhofsgärtnerei, um eine Vertragserfüllung zu gewährleisten.

Berufsbild des Friedhofsgärtners

Wer in Deutschland Friedhofsgärtner werden will, kann eine Ausbildung zum Gärtner mit der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei absolvieren. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, sie kann aber durch die Friedhofsgärtnerei verkürzt werden. Die Berufausbildung in einer Friedhofsgärtnerei endet mit einer Abschlussprüfung zum Gärtner/zur Gärtnerin.
Bei der Ausbildung lernt der angehende Friedhofsgärtner alles über die für die Grabpflege wichtigen Pflanzen und deren Ansprüche, die Durchführung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen (ein wichtiger Aspekt bei der Arbeit in einer Friedhofsgärtnerei), das Planen der Produktion, betriebliche Zusammenhänge, die Handhabung und Instandhaltung von Maschinen und Betriebseinrichtungen, Umweltschutzmaßnahmen und Aspekte des Arbeits- und Tarifrechts.

Feldmoching

Feldmoching

Als Feldmoching wird ein Stadtteil im Norden Münchens bezeichnet. Zusammen mit dem Hasenbergl bildet Feldmoching den Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl (Stadtbezirk 24). Der Bezirk besteht aus den Bezirksteilen Feldmoching, Hasenbergl-Lerchenau Ost, Ludwigsfeld und Lerchenau West. Er ist etwa 2900 Hektar groß und bietet ungefähr 56000 Münchnerinnen und Münchnern ein Zuhause.

Lage und Verkehrsanbindung von Feldmoching

Feldmoching liegt im äußersten Münchner Norden. Die nördliche Grenze von Feldmoching bildet somit die Münchner Stadtgrenze. Im Süden von Feldmoching liegt der Rangierbahnhof Nord der Deutschen Bahn, die östliche Grenze bildet das Hasenbergl, die westliche die Dachauer Straße.
Feldmoching verfügt über eine gute Verkehrsanbindung. Das Viertel ist direkt an das Münchner U-Bahn-Netz angeschlossen. Die U-Bahn-Linie 2 bietet eine direkte Verbindung zum Münchner Hauptbahnhof und in die Münchner Innenstadt. Zusätzlich hält in Feldmoching die S-Bahn-Linie S1 (Richtung Freising), die direkt zum Münchner Flughafen führt. Dazu halten in Feldmoching Regionalbahnen, die auf der Strecke München-Landshut verkehren. Der Feldmochinger Bahnhof ist somit eine wichtige Schnittstelle von Regional- und Nahverkehr. Feldmoching wird auch von zahlreichen Buslinien bedient.
Für Autofahrer ist die direkte Lage von Feldmoching am Münchner Autobahnring (A99) von großem Vorteil. Demnach sind die Autobahnen rund um München von Feldmoching aus sehr gut und in kurzer Zeit zu erreichen.

Geschichte von Feldmoching

Feldmoching kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Um das Jahr 500 wurde das heutige Feldmoching von Bajuwaren gegründet. Damals wurde Feldmoching noch "Feldmohinga" genannt. Diese Bezeichnung kommt vermutlich vom bajuwarischen Namen "Macho" und wurde im Laufe der Zeit zum heute gebräuchlichen Feldmoching.
War Feldmoching früher einer der bedeutendsten Orte der Region und noch lange Zeit eine selbstständige Gemeinde, verlor der Ort mit der Stadtgründung Münchens nach und nach an Bedeutung. Um die Jahrhundertwende zwischen 19. und 20. Jahrhundert wurde Feldmoching quasi von den neu entstehenden Kolonien Fasanerie, Harthof und Lerchenau eingekreist. Im Jahr 1938 erfolge schließlich die Eingemeindung in die Stadt München.
Trotz der günstigen Lage an der Eisenbahnstrecke München-Landshut siedelten sich in Feldmoching, anders als in anderen Teilen des Münchner Nordens, nie Industrie- und Gewerbebetriebe im großen Stil an.

Feldmoching heute

Bis in die heutige Zeit ist Feldmoching einer der dörflichsten und am ländlichsten geprägten Stadtteile Münchens. Feldmoching hat die höchste Bauernhof-Dichte Münchens. Obwohl die landwirtschaftlichen Betriebe und die dörfliche Struktur mit vielen Ein- und Zweifamilienhäusern das Viertel eindeutig dominieren, hält auch in Feldmoching modernes urbanes Flair Einzug.
In den 50er und 60er Jahren entstanden eine große Zahl an größeren Wohnsiedlungen und -anlagen. Die stetige Modernisierung hat den Bewohnern von Feldmoching nicht nur eine ständige verbesserte Verkehrsanbindung, sondern auch zahlreiche Erholungsgebiete und Freizeitbereiche beschert: durch den Kiesabbau, der für den Bau der Autobahnen rund um München nötig war, entstanden mit dem Regattapark-See, dem Feldmochinger See, dem Fasaneriesee und dem Lerchenauer See vier künstliche Seen, die heute als Badeseen und aufgrund ihrer grünen Umgebung geschätzt werden.