Betten
Bett (Plural:
Betten) bezeichnet ein Möbelstück, auf dem man Schlafen kann.
Betten bestehen hauptsächlich aus einem Rahmen, einem
Bettkasten und einer
Matratze, oft zählt man auch
Bettdecke,
Kopfkissen und die
Bettwäsche (
Bettbezug,
Bettlaken) dazu.
"Ins
Bett gehen" sagt man, wenn man sich zur Ruhe legen möchte - dabei spielt bei dem Ausspruch oft keine Rolle, ob tatsächlich
Betten vorhanden sind oder ob man sich (beispielsweise bei einer Expedition) in ein Zelt oder in eine Hängematte legt.
Ein Unternehmen für
Betten verkauft neben diesen meist noch
Matratzen,
Bettfedern,
Bettwaren und
Bettwäsche. Einige Geschäfte haben sich auf besondere
Betten wie beispielsweise Wasserbetten oder
Betten aus Naturmaterialien spezialisiert.
Geschichte der Betten
Betten kannte man bereits im alten Ägypten, allerdings verwendete man die Schlafstätten damals nicht nur zum Ruhen, sondern auch als Liege beim Essen, denn damals trennte man den Schlaf- und den Wohnbereich nicht.
Betten waren reich verziert, die Perser beispielsweise schmückten ihre
Betten mit Metall, Elfenbein und Perlmutt.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von
Betten wie Leichenbett, Ehebett, Speisesofa und Ruhebett - der lateinische Begriff "lectus" beschreibt eine Vielzahl von
Betten.
Betten waren im alten Rom ein Luxus der Oberschicht - die einfache Bevölkerung schlief auf
Matratzen, Strohsäcken oder auf dem Boden.
Im Mittelalter kamen prächtige
Betten in Mode, man schlief in großen Himmelbetten, verzierte die Ruhestätten kunstvoll, an manchen Höfen standen sogar Paradebetten, die man nicht benutzte, sondern die nur zur Zierde in den Prunkgemächern standen.
Im 18. Jahrhundert entwickelte man die Federbetten und produzierte diese massenweise. Die kunstvollen Verzierungen verschwanden wieder, stattdessen bestanden
Betten nun aus Materialien wie Eisen und Holz.
Betten wurden billiger, so dass sich größere Teile der Bevölkerung diesen "Luxus" erlauben konnten.
Arten von Betten
Man unterscheidet zwischen folgenden Formen von
Betten:
-
Babybett/
Kinderbett: Diese Bettformen sind kleiner als
Erwachsenenbetten und oft durch ein Gitter umgeben, so dass Kinder und Babys nicht aus dem
Bett herauskrabbeln können. Oft lassen sich einige Stäbe entfernen, so dass Kinder herausklettern können.
-
Etagenbett/
Stockbett:
Etagenbetten sind
Betten, bei denen zwei oder mehr Schlafstätten übereinander gelagert sind. Das spart Platz.
Etagenbetten findet man oft in Jugendherbergen, Wanderhütten oder Kasernen.
-
Bettgestell mit Matratze: Hierbei handelt es sich um ein
Bettgestell aus Holz oder Metall, ein Lattenrost und eine
Matratze. Das
Bettgestell mit
Matratze ist heutzutage die häufigste Form eines
Bettes. Dabei gibt es verschiedene Formen wie
Doppelbetten,
Ehebetten oder
Gästebetten.
- Feldbett: Ein Feldbett ist ein handliches Gestell (meist aus Aluminium), das beim Aufklappen ein einfaches
Bett ergibt. Feldbetten werden oft beim Militär eingesetzt, um den Soldaten im Kriegseinsatz ("im Feld") eine Schlafmöglichkeit zu bieten. Viele Feldbetten lassen sich mit Moskitonetzen umspannen und bieten so einen mechanischen Schutz gegen Insekten.
-
Futon: Ein
Futon ist eine einfache
Matratze kombiniert mit einem niedrigen Holzgestell. Diese Form eines
Bettes kommt aus Japan, wird hierzulande aber eher seltener eingesetzt.
-
Pflegebett: Ein
Pflegebett ist ein normales
Bett, das aber erstens oft verstellbar in der Liegefläche und der Liegehöhe ist und zweitens an der Seite durch Gitter abgeschlossen wird. So lässt sich die Liegehöhe an pflegebedürftige Kranke anpassen und ein versehentliches Herausfallen vermeiden.
- Wasserbett: Ein Wasserbett ist eine spezielle, mit Wasser gefüllte
Matratze. Besonders für Dekubituspatienten stellen Wasserbetten auch eine Möglichkeit der Linderung der Schmerzen dar. Für "normale" Anwender ist ein Wasserbett einfach bequem.
Daneben gibt es noch weitere Formen von
Betten wie Seniorenbett, Luftbett, Stillbett, Tagesbett, Hochbett und Himmelbett.