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Brancheninfo: Gärtner

Gartenbau und Landschaftsbau

Unter Gartenbau versteht man das Bestellen von Nutzflächen mit Obst, Gemüse oder Blumen. Die Produkte werden entweder selbst verwertet oder verkauft. Volkswirtschaftlich gesehen gehört der Gartenbau zur Landwirtschaft, hat allerdings nur wenig mit dem Bild des Ackerbaus zu tun, das man bei dem Wort Landwirtschaft vor Augen hat.
Die Produktionspalette des Gartenbaus umfasst Zierpflanzen, Nutzpflanzen, Stauden, Schnittblumen, Gehölze, Sträucher, Arzneipflanzen, Gewürzpflanzen, Steinobst, Kernobst, Beerenobst, Gemüse und Speisepilze.
Ein Unternehmen, das sich auf Gartenbau spezialisiert hat, erstellt Konzepte zum Gartendesign und verwirklicht diese, klärt rund um Möglichkeiten der Bepflanzung auf und verkauft die nötigen Produkte (näheres siehe unten). Einen guten Betrieb für Gartenbau in München findet man im Branchenbuch Die Münchner.

Die Produkte und Dienstleistungen im Gartenbau

Gartenbaubetriebe bieten meist folgende Produkte und Dienstleistungen rund um den Garten an: Gartenanlagen und Gartenumgestaltung, Rasen-Pflanzung (beispielsweise von Rollrasen oder Fertigrasen), Zäune (aus Draht oder Holz), Pflasterungen, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, Pflegearbeiten, Terassenbau, Gehölzschnitt, Baumpflege und Baumfällungen, Natursteinarbeiten, Feng Shui Gärten, Auffahrten, Teiche und Wasseranlagen, Wasseranlagen (zur Bewässerung und Entwässerung), Pergolen, Carport, Sonnenschutz, Sichtschutz, Dachbegrünung und Gartenschmuck.
Betriebe, die sich auf den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau spezialisiert haben, beschäftigen sich auch mit dem Bau, der Umgestaltung und der Pflege von Grünanlagen und Freianlagen, wie beispielsweise der Außenanlagen von Krankenhäusern, Schulen und Kirchen oder Außenanlagen von Industrie und Gewerbe. Dazu gibt es noch spezifischere Betriebe wie beispielsweise Friedhofsgärtnereien, Baumschulen oder Unternehmen für Sportplatzbau.
Neben dem Bau und der Umgestaltung sind Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau-Betriebe auch oft für den Umweltschutz, die Baumpflege und den Winterdienst zuständig.

Gartenbau in Deutschland

Der erste Gartenbauverein Deutschlands war die 1822 gegründete Deutsche Gartenbau-Gesellschaft. Inzwischen kann man hierzulande an verschiedenen Hochschulen Gartenbau studieren. Rund 55 Prozent der gesamtdeutschen Fläche gelten als Landwirtschaftsfläche. Deutsche Gartenbaubetriebe nutzen nur etwa 1,3 Prozent der gesamten landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).