Türkische Küche
Als "
Türkische Küche" bezeichnet man Speisen, Getränke und Süßwaren, die nach alten Traditionen und Rezepten der Turk-Völker zubereitet werden. Die Türkische Küche wurde erheblich von mediterranen, indischen, persischen und arabischen Einflüssen geprägt.
In den letzten Jahrzehnten hat die
Türkische Küche in Deutschland einen wahren Siegeszug angetreten. Kaum eine Stadt in der Bundesrepublik - egal ob klein oder groß - kommt mittlerweile ohne ein Restaurant oder einen Schnellimbiss aus, in dem Türkische Küche angeboten wird. Die Türkische Küche ist sehr vielseitig und kennt wesentlich mehr als den bekannten "
Döner". So gibt es eine große Anzahl an Spezialitäten, von Brot wie
Pide oder
Lahmacun (der türkischen Pizza-Variante) über Suppen oder aber auch
Meze (Cremes und Pasten, die in der Türkischen Küche als Vorspeise serviert werden) bis hin zu Fleischgerichten in den verschiedensten Variationen.
Bedeutung der muslimischen Speisevorschriften für die Türkische Küche
Von besonderer Bedeutung für die
Türkische Küche sind die für Moslems wichtigen Speisevorschriften. Im islamischen Recht bezeichnet halal (arabisch für "erlaubt") erlaubtes Verhalten. Haram steht im Gegensatz dazu für Alles, was verboten ist.
Die Vorschriften sind im Koran verankert, und sind für die
Türkische Küche von erheblicher Bedeutung. Haram, also demnach in der Türkischen Küche verboten, ist Schweinefleisch sowie das Trinken von Blut und Alkohol. Fleisch wird für die Türkische Küche meist geschächtet, das Tier lässt man hierbei langsam ausbluten. Die Türkische Küche setzt diese islamischen Vorschriften mal mehr, mal weniger streng um.
Fleisch in der Türkischen Küche
Die Verwendung von Fleisch als Zutat ist für die
Türkische Küche charakteristisch. Sehr oft wird das Fleisch durch Grillen zubereitet. Diese Art von Fleischzubereitung nennt die Türkische Küche
Kebap.
Die
Türkische Küche kennt eine Vielzahl verschiedener
Kebap-Gerichte:
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Döner Kebap: Der Döner Kebap ("sich drehender Grillfleisch-Spieß") ist mit Sicherheit das bekannteste von ihnen. Gewürzte Fleisch-Stückchen (die traditionelle
Türkische Küche verwendet nur Fleisch vom Hammel oder Lamm, im Besonderen außerhalb der Türkei wird aber auch immer mehr Kalb, Rind oder Geflügel verwendet) werden auf einen Spieß aufgesteckt, der dann unter einer Hitzequelle rotierend gegrillt wird. Döner Kebap ist ursprünglich eine klassische Hauptmahlzeit der Türkischen Küche, zu der Reis, Gemüse und Salat als Beilage gereicht wird. Erst die rasende Verbreitung in Europa verhalf dem "
Döner" zu seiner heutigen Form (im Fladenbrot mit Saucen und Salat garniert) und machte ihn zum Fastfood-Klassiker.
Neben dem
Döner Kebap kennt die
Türkische Küche auch noch
Iskender Kebap (besonders dünn geschnittenes Fleisch mit Joghurt angerichtet)
Sis Kebap (Grillspieß mit Tomaten und Paprika),
Adana Kebap (scharf gewürztes Hackfleisch),
Alanya Kebap (Rindfleisch mit einer besonders scharfen Chili-Sauce) oder die mildere Variante
Urfa Kebap. Deutlich wird hier, wie vielseitig die Türkische Küche ist.
Nachspeisen der Türkischen Küche
Die
Türkische Küche ist auch bekannt für ihre Süßwaren. Liebhaber kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Besonders verbreitet sind
Baklava (dünner Blätterteig, der mit Nüssen und Pistazien gefüllt ist und in Sirup gebadet wird) und
Helva (Spezialität aus Sesam, Öl und Zucker). Eine solche Nachspeise ist - typisch für die Türkische Küche- meist sehr süß und gehaltvoll. Genau die richtige Begleitung für einen
Cay-Tee (türkischer Schwarztee, der mit Gewürzen zusätzlich aromatisiert wird).