Angiologie (Gefäßkrankheiten)
Mit dem Begriff
Angiologie wird das Fachgebiet der Medizin bezeichnet, das sich mit
Diagnose und anschließender Behandlung von Gefäßkrankheiten beschäftigt.
Die
Angiologie und somit die
Behandlung von Gefäßkrankheiten fallen in den Teilbereich der Inneren Medizin. Neben der Behandlung von Gefäßkrankheiten in der Angiologie beschäftigt sich diese mit den inneren Organen, dem Stoffwechsel, dem Immunsystem sowie dem menschlichen Gewebe.
Welche Gefäßkrankheiten behandelt die Angiologie genau?
Die
Gefäßkrankheiten, die in das Teilgebiet der
Angiologie fallen, betreffen
Venen,
Arterien und
Lymphgefäße. Diese Gefäßkrankheiten werden durch die Angiologie sowohl diagnostiziert und behandelt, wie auch erforscht und durch präventive Medizin zu verhindern versucht.
Zu den häufigsten
Gefäßkrankheiten in der
Angiologie gehören:
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Gefäßkrankheiten der Venen: Die bekannteste Krankheit, die die
Angiologie im Venenbereich kennt, sind die sogenannten
Krampfadern. Weit verbreitet sind auch diverse Formen von
Thrombose.
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Gefäßkrankheiten der Arterien: Häufig diagnostiziert die
Angiologie hier
Gefäßkrankheiten, die auf
Arteriosklerose zurückzuführen sind. Hierbei entstehen in den
Arterien Verengungen oder gar Verstopfungen. Diese Gefäßkrankheiten müssen von der Angiologie zwingend behandelt werden, um dauerhafte
Schädigungen der Gefäße zu verhindern.
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Gefäßkrankheiten der Lymphgefäße: Hier behandelt die
Angiologie in erster Linie sogenannte
Lymphödeme, eine Art
Flüssigkeitsansammlung zwischen Zellen. Die
Angiologie behandelt diese Gefäßkrankheiten mit Drainagen oder speziellen Kompressionsbandagen beziehungsweise -strümpfen.
Handelt es sich um
Gefäßkrankheiten des Herzbereichs oder des Nervensystems, liegt die Behandlung nicht mehr hauptverantwortlich in den Händen der
Angiologie, sondern findet unter der Ägide des Kardiologen beziehungsweise Neurologen statt. Die Angiologie wird bei dieser Art von Gefäßkrankheiten allerdings häufig konsultativ tätig. Ebenso zieht die Angiologie bei Gefäßkrankheiten der Venen häufig Dermatologen hinzu. Die Angiologie arbeitet also in hohem Maße mit anderen medizinischen Fachgebieten zusammen, um eine optimale Behandlung des von Gefäßkrankheiten betroffenen Patienten zu gewähren.
Wie geht die Angiologie bei der Diagnose von Gefäßkrankheiten vor?
Zu Beginn erfolgt die
Diagnose der Gefäßkrankheiten meist durch ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten durch den in der
Angiologie tätigen Arzt, in dem die Vorgeschichte der Krankheit aufgerollt wird (die sogenannte Anamnese). Es folgt eine körperliche Untersuchung in der
Angiologie, bei der die
Gefäßkrankheiten durch Ertasten beziehungsweise Pulsmessen genauer bestimmt werden. Gegebenenfalls werden zur genaueren Bestimmung der Gefäßkrankheiten in der Angiologie diverse Röntgen- und Ultraschallverfahren hinzugezogen. Bisweilen kommt in der Angiologie zum Erkennen von Gefäßkrankheiten auch die Magnetresonanztomographie zum Einsatz.
Die Geschichte der Angiologie
Die
Erforschung und Behandlung von Gefäßkrankheiten in der
Angiologie ist ein vergleichsweise junges Spezialgebiet im Teilbereich der Inneren Medizin. Die erste auf
Angiologie spezialisierte Klinik weltweit wurde in den 1950er Jahren in Deutschland eröffnet. Bis Heute ist eine außerordentlich geringe Anzahl an Ärzten allein auf das Erforschen von
Gefäßkrankheiten in der
Angiologie spezialisiert.