Gerüstbau
Mit dem Begriff
Gerüstbau bezeichnet man die
Herstellung von Gerüsten. Ein
Gerüst, wie es beim Gerüstbau hergestellt wird, ist eine vorübergehende, oftmals auch wieder verwendbare Konstruktion, die beim Bau als Arbeitsplattform oder zum Schutz (beispielsweise von Passanten) dienen soll. Meist ist ein
Gerüst aus Holz oder Metall.
Eine Firma, die sich auf den
Gerüstbau spezialisiert hat, bietet oft nicht nur den
Bau von Gerüsten an, sondern auch den Verleih. Für viele Bauunternehmen lohnt es sich nicht, das
Gerüst gleich zu kaufen, so dass ein Ausleihen rentabler ist. Oftmals bietet eine Firma für den
Gerüstbau neben diesem auch ähnliche Dienstleistungen an, wie beispielsweise sonstige Arbeits- und Schutzgeräte, Hebebühnen, Förderbühnen, Inneneinrüstungen, Kircheneinrüstungen und Sonderkonstruktionen aller Art.
Nutzen vom Gerüstbau
Der
Gerüstbau wird dann nötig, wenn Bauarbeiten an Teilen eines Gebäudes ausgeführt werden, die sonst nur schwer bzw. gar nicht zugänglich sind. Darunter fallen beispielsweise Verputzarbeiten oder das Arbeiten an der Dachrinne. Eine
Firma für Gerüstbau kann günstig und preiswert ein
passendes Gerüst anfertigen und dieses an das Bauunternehmen verleihen oder auch verkaufen.
Daneben gibt es für den
Gerüstbau einen weiteren Aufgabenbereich - den
Bau von Schutzgerüsten. Sie dienen in erster Linie nicht dazu, unzugängliche Stellen erreichbar zu machen, sondern Passanten und Arbeiter gegen Gefahren zu schützen, die am Bau auftreten können, beispielsweise herabfallende Bauteile.
Im
Gerüstbau unterscheidet man zwischen verschiedenen Tragsystemen, die je nach Einsatzgebiet verwendet werden. Bei einem
Standgerüst beispielsweise sind die Belagteile auf einem fest stehenden Gerüstbauteil befestigt. Bei Brücken braucht man hingegen ein
Hängegerüst. Daneben gibt es noch das Auslegergerüst und das Konsolgerüst. Eine
Firma für den Gerüstbau kennt alle Konstruktionen und wendet sie je nach Einsatzgebiet an.
Facharbeiter im Gerüstbau
Da ein Gerüst oftmals eine komplizierte Konstruktion ist, die viel aushalten muss (neben dem Gewicht der Arbeiter und der Arbeitsmaterialien auch heftige Stürme bzw. Regen), arbeiten im Gerüstbau speziell ausgebildete Fachkräfte - so genannte Gerüstbauer. Wer in Deutschland den Beruf Gerüstbau erlernen muss, sollte vor allem handwerklich begabt, schwindelfrei und körperlich belastbar sein.
Um sich im Bereich
Gerüstbau selbstständig zu machen, hat man verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise 10 Jahre nachweisbare Berufserfahrung, oder einen Meisterbrief im Bereich des Bauhandwerks. Den Gerüstbau kann man in Deutschland auch an einer Schule lernen, allerdings gibt es im ganzen Bundesgebiet nur drei Schulen - in Dortmund (der größte Standort), in Berlin und in Weiterstadt (Darmstadt).
Die Einsatzgebiete der Facharbeiter im
Gerüstbau sind überall dort, wo eben
Gerüste notwendig werden - vom Einfamilienhaus über Brücken bis hin zu Fernsehtürmen und Hochhäuern. Wer im Gerüstbau arbeitet, kann außerdem auch Arbeitsplattformen, Tribünen oder Wetterschutzhallen aufbauen.