Brancheninfo: Goldschmiedearbeiten
Goldschmiede sind Kunsthandwerker, die Gegenstände aus den Edelmetallen Gold, Silber und Platin herstellen. Die Metalle werden durch Hitze zunächst geschmolzen und in Platten gegossen. Anschließend werden sie gewalzt und mit entsprechenden Werkzeugen weiterverarbeitet. Eine der gebräuchlichsten Verbindungstechniken ist das Löten und Nieten. Zum Schluss werden üblicherweise dann die Feinheiten eingeschliffen und das Werkstück wird abschließend auf Hochglanz poliert. Goldschmiede stellen heute hauptsächlich Schmuckstücke her wie z.B. Ringe, Halsschmuck, Ohrschmuck und andere mehr. Die ersten Goldschmiedearbeiten gab es ca. 3000 vor Christus in der Zeit der Etrusker in Italien oder der Traker im Gebiet des Balkans. Aus der Zeit des Mittelalters sind u.a. Funde aus dem Reich der Wikinger und aus den Zentren der Goldschmiedekunst, Trier, Lüttich, Magdeburg und Hildesheim bekannt. Die prunkvollste Phase der Goldschmiedekunst war die Renaissance, die Barockzeit und die Jugendstilzeit. In diesen Zeitepochen wurden nicht nur Tafelsilber, Silberbesteck hergestellt, sondern auch Räume bzw. Sääle und Kirchen in Gold (Blattgold) gestaltet.