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Inkassorecht Allach-Untermenzing: 1 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Inkassorecht

Rechtsanwalt Tätigkeitsschwerpunkt Inkassorecht

Definition Inkassorecht

Das Rechtsgebiet des Inkassorechts umfasst alle Vorschriften, die die Beitreibung von Außenständen regeln. Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt Inkassorecht treiben für ihre Mandanten überfällige Forderungen bei. Hierbei ist nebensächlich, aus welchen Gründen offene Forderungen bestehen. Schuldgründe können bspw. Warenlieferungen, Miete, Leistungen, Dienstleistungen, Darlehen, Arbeitgeberentgelt, Schadenersatz sein. Zum Tätigwerden benötigt der Rechtsanwalt eine Vollmacht seines Mandanten. Die Beitreibung der Forderungen kann außergerichtlich oder gerichtlich erfolgen.

Außergerichtliche Forderungsbeitreibung

Zunächst können Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt Inkassorecht außergerichtlich tätig werden, indem sie den Schuldner mithilfe einer anwaltlichen Mahnung zur Zahlung auffordern. Diese beinhaltet neben der Forderung des Gläubigers auch die Gebühr des Rechtsanwaltes für dessen Einschaltung. Eine solche Zahlungsaufforderung hat auf den Schuldner eine viel größere Wirkung als Erinnerungsschreiben des Gläubigers. Oftmals werden die Schuldner hier bereits über die möglichen juristischen und finanziellen Folgen, die aufgrund des Zahlungsverzuges entstehen können, informiert. In einigen Fällen können bereits durch anwaltliche Mahnungen Teile der Forderungen vereinnahmt werden. Telefonische oder persönliche Mahnungen werden in diesem Stadium nur selten praktiziert.

Gerichtliches Mahnverfahren

Zahlt der Schuldner binnen der gesetzten Frist nicht, muss die Forderung durch ein gerichtliches Mahnverfahren geltend gemacht werden. Hierzu beantragt der beauftragte Rechtsanwalt einen Mahnbescheid beim zuständigen Amtsgericht (in Bayern: Amtsgericht Coburg) über die ausstehende Forderung, nebst Verzugszinsen und den angefallenen Rechtsanwalts- und Gerichtskosten. Wird die Forderung nicht binnen 2 Wochen beglichen, so wird ein Vollstreckungsbescheid beantragt. Dieser Vollstreckungsbescheid hat die gleiche Wirkung wie ein vorläufig vollstreckbar erklärtes Versäumnisurteil. Wird binnen zwei Wochen gegen den Vollstreckungsbescheid kein Widerspruch eingelegt, so wird der Vollstreckungstitel rechtskräftig und der Rechtsanwalt kann mit diesem Titel, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten.

Streitiges Verfahren

Legt der Schuldner gegen den Mahnbescheid Widerspruch ein, wird der beauftragte Rechtsanwalt vom zuständigen Amtsgericht benachrichtigt. An dieser Stelle kommt das gerichtliche Mahnverfahren vorerst zum Ruhen. Erst durch die Einbezahlung der vom Gericht veranschlagten Gerichtskosten wird das streitige Verfahren eingeleitet. Hierdurch wird der Gläubiger zum Kläger und der Schuldner zum Beklagten. Der Gläubiger muss nun seinen Anspruch begründen und der Schuldner hat die Möglichkeit seine Ansicht darzulegen. In den meisten Fällen findet eine mündliche Verhandlung statt, in der beide Parteien ihren Sachvortrag nochmals untermauern können und ggf. Zeugen befragt werden. Hierbei wird auch versucht, einen Vergleich zwischen beiden Parteien zu schließen. Scheitert dieser Versuch, so wird durch das Gericht ein Urteil gefällt. Mit der Verkündung des Urteils wird das streitige Verfahren abgeschlossen.

Amtsgericht und Landgericht

Sofern der Streitwert über 600,00 Euro liegt, kann gegen das ergangene Urteil Einspruch erhoben werden. In diesem Fall wird die Angelegenheit an das nächst höhere Gericht übergeben, d.h. wenn die erste Instanz vor dem Amtsgericht (AG) verhandelt wurde, wird die zweite Instanz vor dem Landgericht (LG) verhandelt; wurde die erste Instanz vor dem Landgericht (LG) verhandelt, wird der Rechtsstreit an das Oberlandesgericht (OLG) abgegeben. Bei einem Streitwert bis 5.000,00 Euro wird die Angelegenheit vor einem Amtsgericht verhandelt, ist der Streitwert höher, so findet der Rechtsstreit vor einem Landgericht statt. Während man sich vor einem Amtsgericht selbst verteidigen kann, besteht bei den Landgerichten Anwaltszwang, d.h. beide Parteien müssen sich von einem Rechtsanwalt vor dem Landgericht vertreten lassen.

Hemmung der Verjährung

Um eine Verjährung von Forderungen zu vermeiden, muss vor Ablauf der gesetzlichen bzw. der vertraglich vereinbarten Verjährungsfrist ein Mahnbescheid beauftragt werden. Mit dem Eingang des Antrags auf Erlass eines Mahnbescheides bei Gericht, wird die Verjährung gehemmt. Die erwirkten Titel (Vollstreckungsbescheid bzw. Urteil) haben 30 Jahre Bestand, d.h. sie verjähren erst in 30 Jahren.

Forderungsbeitreibungsmaßnahmen

Nach der Erwirkung eines Vollstreckungsbescheides oder eines Urteils können Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet werden. Hierzu werden in der Regel Gerichtsvollzieher mit der Einziehung der Forderung beauftragt. Kann der Schuldner die Forderungen nicht bedienen, so kann der Gerichtsvollzieher im Auftrag des Gläubigers die eidesstattliche Versicherung (Versicherung an Eides Statt) beim Schuldner abnehmen. In diesem Fall muss der Schuldner in einem Protokoll an Eides Statt versichern, dass er die Angaben in seinem Vermögensverzeichnis, die die Vermögenslosigkeit des Schuldners dokumentiert, nach besten Wissen und Gewissen richtig und vollständig gemacht hat. Die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ist ein Druckmittel, um den Schuldner zur Zahlung der Außenstände zu bewegen. Kommt der Schuldner der Aufforderung des Gerichtsvollziehers nicht nach, so wird ein Haftbefehl beantragt. Aufgrund der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung kann gegen den Schuldner 3 Jahre lang keine Vollstreckungsmaßnahme mehr durchgeführt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit mithilfe eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses (PFÜB) die Forderung zu realisieren. Mit einem solchen Beschluss werden Guthaben des Schuldners bei seiner Hausbank und Forderungen des Schuldners gegenüber seiner Kunden beschlagnahmt und ggf. befriedigen sie die Forderung des Gläubigers. Hierzu sind jedoch die Daten der Bank und der Kunden notwendig. Im Zuge der Forderungsbeitreibung schließen Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt Inkassorecht auch Zahlungsvereinbarungen mit den Schuldnern ab.

Aufgabengebiet eines Rechtsanwaltes mit dem Schwerpunkt Inkassorecht

Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt Inkassorecht beraten ihre Mandanten rund um das Thema Forderungsbeitreibung und vertreten sie bei der Beitreibung von Forderungen. Die Vertretung erstreckt sich von anwaltlichen Mahnungen über die Vertretung vor den Gerichten bis hin zu den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. Auch bei der Forderungsbeitreibung gilt das Sprichwort, der frühe Vogel fangt den Wurm. Es gilt relativ zeitnah überfällige Forderungen an einen Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Inkassorecht zu übertragen, um die Forderung zeitnah zu realisieren. Schließlich macht es keinen Sinn, wenn man auf den Eingang der Forderung so lange wartet, bis der Schuldner vermögenslos ist. Die Rechtsanwälte für Inkassorecht übernehmen nicht nur die Beitreibung von Forderungen, sondern auch die Abwendung unberechtigter Forderungen.

Allach-Untermenzing

Untermenzing

Untermenzing ist ein Stadtviertel im Münchner Nordwesten und war früher eine eigene Gemeinde. Zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Allach bildet Untermenzing den Stadtbezirk 23 "Allach-Untermenzing". Untermenzing und Allach sind immer noch sehr ländlich geprägt und für ihre hohe Wohnqualität bekannt. Momentan leben in Untermenzing (zusammen mit Allach) rund 27.00 Münchner.
Untermenzing und Allach liegen am nordwestlichen Rand Münchens und werden im Westen durch die Dachauer Straße begrenzt. Früher zählte man die Gegend des Rangierbahnhofs Nord zu Untermenzing bzw. Allach hinzu, inzwischen gehört sie aber zu Moosach.

Charakter von Untermenzing

In Untermenzing leben viele Familien mit Kindern - die Anzahl der Mehrpersonenhaushalte dominiert stark. Oftmals leben Familien in Untermenzing in Einfamilienhäusern. Während früher in Untermenzing die einfachen Arbeiter lebten, finden sich heute viele Angestellte in den schmucken Häusern - deren Anteil beträgt momentan rund 50 Prozent.
Untermenzing ist bekannt für seinen hohen Anteil an Grünflächen. Zwar wurde in den 60er und 70er Jahren viel gebaut, trotzdem hat man viele Flächen zur Naherholung eingeplant. Aus diesem Grund erscheint vielen Besuchern heute Untermenzing als eher ländliche Gegend - was aber auch von den Einwohnern geschätzt wird.
Während in Allach bedeutende Firmen angesiedelt sind wie MAN, MTU und Krauss-Maffei (insgesamt stellen diese Firmen rund 19.000 Arbeitsplätze), sind in Untermenzing kaum Gewerbebetriebe angesiedelt.

Geschichte von Untermenzing

Während es heute Untermenzing und Obermenzing gibt, gehörten die beiden Bezirke früher zusammen. Untermenzing entstand erst durch die Aufspaltung von Menzing, die 817 geschah. Der Name Menzing kommt von dem Namen eines Mannes, der Menzio oder Mennisco hieß. Als Geburtsjahr des Stadtteils Untermenzing gibt man heute 1315 an. Bis dahin betrafen die Ortsnennungen eher den Ort Obermenzing, erst später sprach man auch von Untermenzing als Ort. Um 1500 gehörte Untermenzing schließlich zur herzoglichen Hofmark Menzing.
Untermenzing hatte, wie viele andere umliegende Orte auch, unter den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges zu leiden. Rund die Hälfte des heutigen Stadtteils wurde bei dem Einfall der Schweden zerstört. 16 Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Nur wenige Jahre später allerdings waren in Untermenzing bereits wieder 31 Häuser bewohnbar - damit erreichte Untermenzing wieder die gleiche Einwohnerzahl wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. 1818 schließlich wurde Untermenzing zur selbstständigen Gemeinde.
Im Gegensatz zu Allach profitierte Untermenzing kaum von der Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen München und Ingolstadt. Denn erst 2006 erhielt Untermenzing einen eigenen Bahnhof - im Zuge des S-Bahn-Ausbaus. Trotz allem wuchs Untermenzing rasch an: Im Jahre 1855 lebten gerade einmal 266 Einwohner in Untermenzing, 1938, also keine hundert Jahre später, bereits 4800 Menschen.


Allach

Allach wird ein Stadtviertel genannt, das sich am nordwestlichen Rand Münchens befindet. Zusammen mit dem Viertel Untermenzing bildet Allach den Bezirk Allach-Untermenzing (23. Stadtbezirk). Der Bezirk Allach-Untermenzing ist in zwei Bezirksteile (Untermenzing-Allach und Industriebezirk) untergliedert. Der Stadtbezirk 27 ist ungefähr 1500 Hektar groß und wird von ca. 27.000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung von Allach

Allach befindet sich im Nordwesten Münchens. Im Norden von Allach befindet sich die Münchner Stadtgrenze. Die westliche Grenze von Allach zu Langwied bildet der Münchner Autobahnring (A99), die östliche Grenze bilden die die Dachauer Straße auf der Höhe von Moosach sowie der Bezirksteil Untermenzing. Im Süden von Allach befindet sich Obermenzing.
Für Autofahrer ist Allach gut erschlossen. Der Autobahnring A99 (und besonders die so genannte Eschenrieder Spange, die das Dreieck München Allach mit dem Dreieck München-Eschenried verbindet) garantieren eine äußerst gute Anbindung an die A8 sowie zum Dreieck München-Nord. Allach verfügt über einen eigenen Bahnhof, der von der Münchner S-Bahn (Linie S2) bedient wird. Von Allach aus müssen zum Münchner Hauptbahnhof nur 6 Stationen zurückgelegt werden.
Das Viertel Allach bietet somit einen guten Kompromiss zwischen einer Lage am Stadtrand und guter Anbindung an die Münchner Innenstadt sowie den Regional- und Fernverkehr. Ergänzt wird die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr noch durch zahlreiche Buslinien, die am Bahnhof in Allach zusammenlaufen.

Die Geschichte von Allach

Allach kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die ehemalige Gemeinde Allach zählt zu den ältesten Gemeinden Bayerns. Bereits im Jahre 774 wurde Allach zum ersten Mal offiziell erwähnt. Der Name Allach kommt von den Worten "aha" ("Wasser") und "loh" (Wald), bedeutet also "Wald am Wasser". Die beiden Wörter wurden zunächst zum Wort "Ahaloh" zusammengezogen. Im Laufe der Zeit setzte sich im Sprachgebrauch das auch heute gebräuchliche "Allach" durch.
Besonders nach dem Bau der Eisenbahnstrecke München-Ingolstadt ende des 19. Jahrhunderts, an der Allach lag, wuchs die ehemals selbstständige Gemeinde rasant. Erst 1938 wurde die Eingemeindung von Allach in die Stadt München vollzogen.

Allach heute

Seit jeher ist Allach einer der wichtigsten Industriestandorte Bayerns. Der Bezirksteil Allach hat sogar die höchste Dichte von Industrie- und Gewerbeflächen im gesamten Münchner Stadtgebiet. Die Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (MAN), die Motoren- und Turbinen-Union (MTU) und Krauss-Maffei sorgen für einen Großteil der im Stadtviertel verfügbaren Jobs.
Trotz dieser massiven industriellen Präsenz ist Allach nach wie vor ein ländlich geprägter Stadtteil, in dem bis heute die alten Strukturen der Gemeinde Allach zu spüren sind. Wegen der vielen kleineren Einfamilien- und Reihenhäuser und einem äußerst hohen Anteil an Grünflächen wird Allach häufig als "Gartenstadtteil" bezeichnet. Vor allem die direkt durch Allach fließende Würm und der Allacher Forst sorgen für eine hohe Lebensqualität direkt im Viertel. Zusätzlich stehen 11 Sportanlagen zur Verfügung. Die soziale Infrastruktur in Allach ist gut ausgebaut.
In letzter Zeit wird Allach auch bei Familien mit Kindern immer beliebter. Im Norden und Osten verfügt Allach noch über zahlreiche Freiflächen, die ein ungehindertes Wachstum des Viertels möglich machen. Zusätzlich stehen diverse Umstrukturierungen von ehemaligen Industrieflächen im Herzen Allachs bevor.