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Innenarchitektur Au: 7 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Innenarchitektur

Innenarchitektur München

Der Begriff Innenarchitektur bezeichnet die Kunst, die sich mit der Gestaltung von (Innen-)Räumen beschäftigt. Die Innenarchitektur ist vor allem dazu da, dass sich Menschen in Räumen wohl fühlen. Dabei muss sich die Innenarchitektur sowohl mit den konstruktiven Aspekten eines Raumes befassen als auch mit den künstlerischen.
Innenarchitektur wird vor allem von Innenarchitekten ausgeübt. Manchmal arbeiten auch "normale" Architekten in der Innenarchitektur. Ein Oberbegriff für Innenarchitektur ist Homestyling (vom englischen home = Haus und style = gestalten), auch genannt Wohnraumgestaltung oder Interior-Design. Der Innenarchitekt oder die Innenarchitektin arbeiten in einem Architekturbüro.

Aufgaben für die Innenarchitektur

Die Innenarchitektur hat verschiedene Aufgaben. Grob gesagt gehören zur Innenarchitektur Aufgaben wie die Planung und Ausführung von Innenausbau, Raumbildender Ausbau (Trockenbau), Belichtung, Beleuchtung, Sonnenschutz, Raumklima, Belüftung, Materialien, Farben, Oberflächen wie etwa Fußbodenbelag, Tapete, Vertäfelung und Stuck, Technischer Ausbau, Klan, Raumakustik und die Ausstattung - etwa die Wahl von Textilien, Kunstwerken, Möbeln und Medien.
Die Aufgaben der Innenarchitektur sind also sehr vielfältig - und gerade in unserer heutigen Zeit sehr gefragt. Denn da immer mehr Häuser gebaut sind und in vielen Städten die Bautätigkeit zurückgeht, muss der Innenarchitekt oder die Innenarchitektin den vorhandenen Platz so gut wie möglich ausnutzen und gestalten.
Insbesondere kommt die Innenarchitektur zum Einsatz bei: Ausstellungsbauten (Messebauten, Museen), Betreuungs- und Pflegebauten (Seniorenbauten, Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen), Freizeitbauten (Kureinrichtungen, Sportstätten, Wellnesseinrichtungen), Handelsbauten (Geschäfte), Hotelbauten, Gastronomiebauten, Kulturbauten (Opern, Theater, Diskos, private Wohnbauten, Sakralbauten (Kirchen, Synagogen, Moscheen), Verwaltungsbauten (Büros, Banken) und Verkehrsbauten (Flughäfen, Bahnhöfe).

Der Beruf Innenarchitekt

Der Begriff Innenarchitekt/in ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Nur wer Mitglied einer Architekturkammer ist, darf sich Innenarchitekt oder Innenarchitektin nennen. Wer in der Innenarchitektur tätig sein will, muss Innenarchitektur studieren. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung kann man eine Mitgliedschaft in der Architekturkammer beantragen.
Der Studiengang Innenarchitektur wird hierzulande an verschiedenen Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien angeboten. Während Innenarchitektur früher noch auf Diplom studiert wurde, ist das System heute weitestgehend auf Bachelor und Master umgestellt worden.
Wer erwägt, in der Innenarchitektur zu arbeiten, ergreift einen interessanten und vielseitigen Beruf - allerdings muss man sich auch klar machen, dass die Tätigkeit in der Innenarchitektur oft anstrengend ist. Da die Auftragslage oft schwanken kann, sind flexible Arbeitszeiten normal.
Oftmals sind Innenarchitekten nicht allein tätig, sondern haben sich zusammen zu einem Architekturbüro zusammengeschlossen. Da in der Innenarchitektur auch je nach Projekt verschiedene Qualifikationen gefragt sind, ergänzen sich mehrere Innenarchitekten oftmals im Team ideal.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).