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Kanalsanierung Laim: 5 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Kanalsanierung

Kanalsanierung

Eine Kanalsanierung ist ein Verfahren zur Sanierung von Rohrleitungen in der Erde, die der Entsorgung von Abwässern dienen, also Kanälen. Eine Kanalsanierung wird dann nötig, wenn beispielsweise Korrosion eingetreten ist oder ein hydraulischer Verlust auftritt. Mittels der Kanalsanierung kann man diese Probleme beheben, die Funktionstüchtigkeit eines Kanals wiederherstellen und die Lebensdauer der Rohre verlängern.
Ein Unterschied zum normalen Rohrleitungstiefbau besteht darin, dass man bei der Kanalsanierung keine Straßen und Wege aufreißen muss, um an die Rohre zu kommen. Die Verfahrenstechniken der Kanalsanierung verringern die Umweltbelastung, die Bauzeit und auch die Kosten. Deshalb spricht man auch von der grabenlosen Kanalsanierung, da man vor allem vorhandene Schächte benutzt.

Vorgehen bei der Kanalsanierung

Eine Kanalsanierung lässt sich in drei Kategorien einteilen: die Reparaturverfahren, die Renovierungsverfahren und die Erneuerungsverfahren. In Merkblättern des Rohrleitungssanierungsverbandes e.V. sind diese Verfahren der Kanalsanierung auch festgehalten - für fast jede Technik gelten unterschiedliche Anforderungen, Prüfungen, Normen und Bestimmungen.
Allen Verfahren der Kanalsanierung gemeinsam ist, dass sie eine Zugangsmöglichkeit zu den Rohren voraussetzen. Wenn keine vorhandenen Schächte genutzt werden können, müssen welche erstellt werden. Das erhöht natürlich die Kosten der Kanalsanierung, weshalb man nach Möglichkeit davon absieht, neue Schächte oder Baugruben zu erstellen.

Die Verfahren der Kanalsanierung im Überblick:

- Reparaturverfahren: Reparaturverfahren verwendet man bei örtlich beschädigten Rohren wie beispielsweise undichten Muffen oder Rissen, schadhaften Zuläufen oder ähnlichen Fehlern. Mit einer Kanalsanierung kann man hier gute Ergebnisse erzielen - allerdings sollte man dabei bedenken, dass manchmal durch die Kanalsanierung Schäden in angrenzenden Rohren auftreten können. Ein Fachmann kann diese Reparaturen aber ohne Schäden ausführen.
- Renovierungsverfahren: Diese Verfahren der Kanalsanierung kommen hauptsächlich bei umfangreichen Schäden zum Einsatz. Bei den Renovierungsverfahren kann die Kanalsanierungs-Firma mehrere Kanalabschnitte gleichzeitig sanieren. Zum Einsatz kommen verschiedene Methoden wie Rohrliningverfahren oder Schlauchliningsverfahren.
- Erneuerungsverfahren: Bei der Kanalsanierung nach dem Erneuerungsverfahren werden teilweise alte Leitungen entfernt und durch neue ersetzt. Dabei kommt beispielsweise das Pipe-Eating-Verfahren zum Einsatz, bei der die alten Leitungen durch einen Rohrvortrieb entfernt werden, und die Kanalsanierung nach dem Berstlining-Verfahren, bei dem die alten Leitungen in das umgebende Erdreich verdrängt werden.

Weitere Maßnahmen bei der Kanalsanierung

Oftmals wird bei einer Kanalsanierung auch eine Schachtsanierung ausgeführt und ist sogar in vielen Fällen notwendig. Schächte kann man entweder vollständig, also von der Sohle bis zur Abdeckung, sanieren, oder eben teilweise - beispielsweise nur die Steigeisen, die Schachtwand, die Abdeckung oder das Gerinne und den Auftritt. Zum Einsatz kommen dabei Auskleidungen aus Kunststoff oder mineralische Werkstoffe.

Laim

Laim

Der Begriff Laim bezeichnet einen Stadtteil in München, der westlich gelegen ist und den "Stadtbezirk 25 Laim" bildet. In Laim wohnen etwa 50 000 Münchner. Früher war Laim weniger bevölkert als heute, sein Wachstum erlebte Laim erst mit der Eröffnung des Rangier- und Güterbahnhofes und der darauf folgenden Eingemeindung zu der Stadt München.
Laim ist heute vorwiegend ein Wohnviertel. In München gibt es ein weiteres Viertel mit Laim im Namen – Berg am Laim. Der Stadtteil im Münchner Osten hat allerdings nichts mit dem westlich gelegenen Laim zu tun.

Die Geschichte von Laim

Laim existiert viel länger als München selbst. Urkundlich erwähnt wurde die eigenständige Ortschaft erstmals um 1047 rum, als "loco leima", was "im Ort Leim" bedeutet. Der Name Laim kommt von "leim", was wiederum eine Bezeichnung für Lehm bzw. den Lehmboden war. Wahrscheinlich stammt die Kirche St. Ulrich, die heute noch in Laim steht, sogar aus dieser Zeit.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf niedergebrannt, 1818 schließlich wurde Laim zu einer eigenen Gemeinde. 1890 wohnten bereits 290 Menschen in Laim, nachdem allerdings der Rangierbahnhof eingeweiht wurde, nahm das Bevölkerungswachstum rapide zu. Bis 1901 hatte sich die Einwohnerzahl in Laim sogar verzehnfacht.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde zerbombter Wohnraum in Laim wieder aufgebaut. Da es viele unbebaute Flächen gab, ging das rasch von statten. In den 1990er Jahren wurde der Rangierbahnhof aufgelöst, so dass Laim heutzutage weniger Industrie- als vielmehr Wohngebiet ist.

Lage und Verkehrsanbindung in Laim

Laim liegt im Westen von München. Im Norden grenzt Laim an den Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg, im Osten an die Schwanthalerhöhe, im Westen an Hadern bzw. Pasing-Obermenzing und im Süden an Sendling-Westpark bzw. Hadern.
Da Laim im Gegensatz zu anderen Vierteln sehr zentral liegt, besteht in dem Stadtteil eine gute Verkehrsanbindung. Wichtige Straßen sind die Landsberger Straße, die Fürstenrieder Straße und die A96. Bekannt ist außerdem noch die Westendstraße. Der öffentliche Nahverkehr ist in Laim ebenso vertreten, und zwar mit den U-Bahnlinien 4 und 5, den Tramlinien 18 und 19, den Buslinien 51, 57 131, 132, 151 und 168 und der S-Bahn.

Sehenswürdigkeiten in Laim

In Laim gibt es - obwohl der Stadtteil hauptsächlich ein Wohnviertel ist - einiges zu sehen. Das historische Zentrum von Laim ist der Laimer Anger, gleich gegenüber befindet sich die Kirche St. Ulrich, die vermutlich bereits seit der Gründungszeit von Laim steht. Für Kirchenfreunde gibt es außerdem noch die Paul-Gerhardt-Kirche und die Pfarrkirche "Zu den heiligen zwölf Aposteln" zu besichtigen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Laimer Schlössl, das in der Agnes-Bernauer-Straße unter Max Emanuel als Wirtschaftsgebäude errichtet wurde und im 19. Jahrhundert renoviert wurde. In der Fürstenrieder Straße 21 in Laim fällt einem sofort ein leer stehendes Haus auf:
Es ist das ehemalige Kaufhaus Beck, das heute Gegenstand politischer Diskussionen ist. Was künftig mit dem Haus geschehen soll, ist bislang unklar.