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Leihhaus Maxvorstadt: 3 Einträge gefunden

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Branche: Leihhaus Maxvorstadt
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Brancheninfo: Leihhaus

Leihhaus

Mit dem Begriff Leihhaus wird ein Geschäftsbetrieb bezeichnet, der einfach und unkompliziert Darlehen vergibt. Als Sicherheit werden Wertgegenstände als "Pfand" einbehalten. Die Höhe des bewilligten Kredites hängt von Wert des als Pfand einbehaltenen Gegenstandes ab.
In einem Leihhaus fallen für den Kunden Zinsen und Gebühren an. Ein Leihhaus wird oft auch als Pfandhaus bezeichnet. Für den Betrieb von einem Leihhaus ist die "Verordnung über den Geschäftsbetrieb der gewerblichen Pfandleiher" relevant. Diese Verordnung wird auch als Pfandleiherverordnung (PfandlV) bezeichnet.

Vorteile von einem Leihhaus

Das Aufsuchen von einem Leihhaus zählt zu den einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, einen Kredit zu erhalten. Die hinterlegte Wertsache ist hierbei die einzige Sicherheit, die für den Kredit vorzuweisen ist. Eine weitere Prüfung der Liquidität erfolgt durch das Leihhaus zumeist nicht.
Das Leihhaus ist (selbst wenn der Kunde sein Pfand nicht durch Rückzahlung des Kredites inklusive der angefallenen Zinsen und der Gebühren "zurückkauft") nicht dazu berechtigt, weitere Forderungen an den Kunden zu stellen. Das Leihhaus muss sämtliche Forderungen aus dem hinterlegten Pfand befriedigen.

Wie kann ein Kredit in einem Leihhaus erlangt werden?

Kommt der Kunde mit einem Wertgegenstand in ein Leihhaus, wird zunächst der genaue Wert geschätzt. Meist kann dieser sofort bestimmt werden - die Mitarbeiter in einem Leihhaus haben bei der Bestimmung von Werten große Erfahrung. Geht es um größere Beträge oder schwierige Fälle, werden vom Leihhaus gelegentlich auch externe Experten hinzugezogen.
Ist der Wert des Gegenstandes einmal festgestellt, wird die Höhe des bewilligten Kredites festgelegt. Diese liegt im Leihhaus meist zwischen 25% und 50% des aktuellen Wertes des Gegenstands, der als Pfand hinterlegt werden soll. Ein Darlehen in einem Leihhaus muss meist nach drei Monaten zurückgezahlt werden. Verträge mit kürzerer Laufzeit sind gesetzlich nicht gestattet.
Anschließend wird dem Kunden vom Leihhaus ein so genannter Pfandschein ausgehändigt. Auf diesem Pfandschein müssen alle relevanten Informationen ersichtlich sein. Zusätzlich ist der Betreiber von einem Leihhaus dazu verpflichtet, über alle Leihvorgänge Buch zu führen.

Was passiert mit den im Leihhaus hinterlegten Wertgegenständen?

Die im Leihhaus hinterlegten Wertgegenstände müssen vom Betreiber gegen Feuerschäden, Leitungswasserschäden, Einbruchdiebstahl und gegen Beraubung versichert werden. Nach oder vor Ablauf des Vertrages kann der Kunde seine Wertgegenstände im Leihhaus abholen, sobald er sämtliche anfallende Gebühren und Zinsen beglichen hat. Wird der Kredit vom Kunden nach Ablauf der Vertragslaufzeit nicht inklusive der zusätzlich anfallenden Gebühren und Zinsen zurückgezahlt, wird das im Leihhaus einbehaltene Pfand öffentlich versteigert. Diese Versteigerung muss vom Leihhaus öffentlich bekannt gemacht werden.
Der monatliche Zins darf maximal ein Hundertstel des Darlehens betragen. Die zusätzlichen vom Leihhaus berechneten Gebühren sind gestaffelt und bemessen sich nach dem Wert des Pfandgegenstandes. Ab einem Darlehen von 300 Euro sind diese Gebühren Verhandlungssache zwischen dem Kunden und dem Leihhaus.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.