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Brancheninfo: Magenarzt

Proktologe

Der Begriff Proktologe bezeichnet einen Arzt, dessen medizinisches Fachgebiet die Proktologie ist. Das Wort Proktologe kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten "proktos" (griechisch für After) und "logos" (Wissenschaft, Studien) zusammen.
Ein Proktologe diagnostiziert und behandelt Beschwerden des Anus und des Rectum, also solche die im Bereich des Enddarms auftreten. Der Enddarm besteht aus dem Analkanal, dem Mastdarm und dem Grimmdarm.

Wer darf sich Proktologe nennen?

Um die Bezeichnung Proktologe führen zu dürfen, muss in Deutschland eine Weiterbildung absolviert werden. Diese Zusatzausbildung zum Proktologen dauert im Durchschnitt ein Jahr, muss bei einem autorisierten Weiterbilder geschehen und wird mit einer mündlichen Abschlussprüfung vor der jeweiligen Landesärztekammer abgeschlossen.
In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich, handelt es sich um kein gesondertes Fachgebiet. Der Proktologe ist dort meist der Gastroenterologie untergeordnet. Im Gegensatz zum Proktologen beschäftigt sich der Gastroenterologe mit dem gesamten Magen-Darm Trakt und den damit verbundenen Organen.

Welche Krankheiten behandelt ein Proktologe?


Ein Proktologe behandelt äußerst vielfältige Krankheitsbilder. Zu den am häufigsten vorkommenden Erkrankungen, bei denen ein Proktologe aufgesucht wird, gehören:

- Analfisteln: Dies sind Entzündungen, die im Bereich des Enddarm auftreten. Aus den Fistelöffnungen tritt häufig Sekret aus. Typische Symptome sind Schmerzen und Fieber, sowie Unwohlsein. Ein Proktologe sollte unbedingt konsultiert werden, da eventuell Blutungen auftreten könnten, die mitunter schwerwiegende Entzündungen nach sich ziehen. Der Proktologe diagnostiziert die Analfistel durch Betasten und/oder mit Hilfe einer Darmspiegelung. Meist entfernt der Proktologe die Fistel dann chirurgisch.
- Analfissuren: Hier handelt es sich um Einrisse der Haut oder der Schleimhaut im Bereich des Afters. Der Proktologe versucht meist, sie durch Stuhlregulation und mit Hilfe von Salben zu therapieren. In manchen Fällen muss der Proktologe eine Operation unter Hinzuziehung eines Chirurgen durchführen.
- Hämorrhoiden: So werden ursprünglich die Gefäßpolster genannt, die ringförmig die Enddarmschleimhhaut umschließen. Im Volksmund wird mit dem Begriff Hämorrhoiden allerdings eine beschwerdenverursachende Vergrößerung oder das Tiefertreten dieser Gefäße bezeichnet. Der Prokotologe erkennt diese Erkrankung an Symptomen wie Blutungen, Ausschlägen, Juckreiz sowie im weiteren Verlauf an Störungen hinsichtlich der Stuhl-Kontinenz. Die Ursachen sind auch unter Proktologen immer noch umstritten. Genannt werden genetische Veranlagung, ballaststoffarme Kost, langes Sitzen und insbesondere hämorrhoidenfördernde Stuhlgewohnheiten.Ein Proktologe kann die Hämmorhoiden nach ausführlicher Untersuchung in eines von vier verschiedenen Krankheitsstadien einteilen. Je nach Grad kann der Proktologe die Beschwerden durch einen kleinen ambulanten Eingriff beseitigen. Ist die Krankheit aber bereits weiter fortgeschritten, ordnet der Proktologe üblicherweise eine Operation durch einen Chirurgen an.
- Stuhlinkontinenz: Hiermit bezeichnet man die Unfähigkeit, den Stuhlgang zu kontrollieren. Die Ursachen dafür sind äußerst vielfältig. Unter Umständen findet ein Proktologe eine Lösung für das Problem.
- Karzinome: Ein Proktologe ist auch mit Krebserkrankungen im Analkanal (Analkarzinom) sowie im Darmbereich (Rektumkarzinom) konfrontiert.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.