Marmorbodenschleifbetrieb
Mit dem Begriff
Marmorbodenschleifbetrieb wird ein Handwerksbetrieb bezeichnet, der Marmorböden (und häufig auch andere Steinböden wie zum Beispiel Granit) schleift und poliert. Ein Marmorbodenschleifbetrieb wird beauftragt, wenn ein
neu verlegter Boden geschliffen werden muss oder ein
bestehender Boden wieder aufbereitet oder restauriert werden soll.
Hierbei kann ein
Marmorbodenschleifbetrieb je nach Wunsch des Kunden verschiedene Effekte erzielen, wie zum Beispiel eine eher raue, matte Oberfläche oder einen auf Hochglanz polierten, besonders glatten Boden. Häufig bearbeitet ein Marmorbodenschleifbetrieb auch Marmorplatten, die an Wänden (zum Beispiel als Wandverkleidung oder zur Zierde) oder auf Treppenstufen angebracht sind, sowie Marmorflächen auf Möbelstücken.
Welche Schleifverfahren werden vom Marmorbodenschleifbetrieb eingesetzt?
Die vom
Marmorbodenschleifbetrieb eingesetzten Schleifverfahren hängen vom Einsatzgebiet (Innenbereich, Außenbereich), der Größe der Marmorfläche und des gewünschten Endergebnisses ab. Grundsätzlich unterschieden wird zwischen zwei Schleifverfahren:
- Nassschliff: Zum Beispiel mit diamantbesetzten Schleifscheiben. Dieses Verfahren ist besonders geräuschlos und wirbelt keinen Staub auf.
- Trockenschliff: Hier ist die Staubentwicklung höher. Deshalb wird vom
Marmorbodenschleifbetrieb meist eine gesonderte Staubabsauganlage eingesetzt.
Wie geht ein Marmorbodenschleifbetrieb vor?
Zunächst wird vom
Marmorbodenschleifbetrieb zusammen mit dem Kunden der Zustand der Marmorfläche begutachtet, und das geeignete und preiswerte Schleifverfahren ausgesucht. Je nach Grad der Verschmutzung oder Verwitterung muss der Boden durch den Marmorbodenschleifbetrieb mehr oder weniger stark bearbeitet werden. Hiervon sind auch die Einsatzdauer des
Marmorbodenschleifbetriebs und der Preis, der schließlich in Rechnung gestellt wird, abhängig. Durch den Schleifvorgang kann der Marmorbodenschleifbetrieb selbst schwere Verschmutzungen beseitigen.
Zunächst wird durch den
Marmorbodenschleifbetrieb meist ein grober Schliff ausgeführt. Danach erfolgt ein Feinschliff mit immer feineren Körnungen, bis zur Politur, der Endstufe des Schleifvorgangs. Im Anschluss reinigt der Marmorbodenschleifbetrieb die bearbeiteten Flächen und die Arbeitsumgebung fachmännisch.
Besondere Bearbeitungsverfahren
Häufig bringt ein
Marmorbodenschleifbetrieb das so genannte Kristallisationsverfahren zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem der Marmorbodenschleifbetrieb chemische und mechanische Arbeitsschritte kombiniert. Hierzu werden vom Marmorbodenschleifbetrieb spezielle Schleifmaschinen eingesetzt, die eine Kristallisationsflüssigkeit in den Marmor einarbeiten. Es entsteht eine besonders harte, durchsichtige und schützende Steinoberfläche. Oft setzt der Marmorbodenschleifbetrieb in der Politurphase auch spezielle Wachse ein, die die Marmorfläche schützen und einen Glanzeffekt erzeugen.
Möglich ist auch die Imprägnierung mit chemischen Mitteln, die vor Verschmutzungen schützen, die Reinigung erleichtern oder die natürliche Farbe des Marmors besonders gut hervorheben.
Meistens ist die vom
Marmorbodenschleifbetrieb bearbeitete Marmorfläche bereits einen Tag nach dem Schleifvorgang wieder voll betretbar beziehungsweise belastbar. Beim Einsatz von chemischen Polituren und Imprägnierung dauert diese Ruhephase unter Umständen etwas länger.