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Brancheninfo: Nachhilfe

Nachhilfe

Nachhilfe (eigentlich: Nachhilfe-Unterricht) bezeichnet eine Unterrichtsform, bei den Schülern und Studenten gelegentlich oder regelmäßig unterstützender Unterricht angeboten wird, um Leistungsschwächen und Lernprobleme zu beseitigen.

Situation für Nachhilfe in Deutschland

Der Großteil der Nachhilfe entfällt auf die Klassenstufen 7 bis 10. Rund 40 Prozent der deutschen Schüler nehmen im Laufe ihrer Schulzeit Nachhilfe in Anspruch, im Schnitt sind es mehr Jungen als Mädchen. Das Fach, das am meisten am Nachhilfemarkt nachgefragt wird, ist mit über 50 Prozent Anteil Mathe, gefolgt von Englisch (25 Prozent) und Deutsch (15 Prozent). Danach folgen die Fächer Latein, Französisch, Physik und Chemie. Die meisten Schüler, die Nachhilfe in Anspruch nehmen, machen das in mehreren Fächern.
Die Kosten für Nachhilfelehrer richten sich je nach Fach, Bildung des Nachhilfelehrers und ausgehandelter Preis, meistens pro Stunde (beziehungsweise pro Dreivierteilstunde). Kompetente Nachhilfelehrer findet man im Branchenbuch Die Münchner.

Anbieter für Nachhilfe

Nachhilfe gibt es sowohl von professionell organisierten Unternehmen als auch von Privatpersonen wie (pensionierte) Lehrer, (Mit-)Schüler, Studenten höherer Semester oder auch Familienmitglieder des Nachhilfeschülers. Allerdings ist ein Nachhilfelehrer meist eine Person von außerhalb der Familie oder Klassengemeinschaft. Zusätzlich wird häufig eine nachmittägliche Hausaufgabenbetreuung oder -hilfe von den Schulen angeboten.
In Deutschland hat die steigende Nachfrage nach Nachhilfe zu einer Verbreitung von Firmen und Unternehmen geführt, die organisiert Nachhilfe anbieten. Diese Unternehmen beschäftigen in ihren Filialen (die teils nach dem Franchise-System geführt werden) professionelle Nachhilfelehrer, die Gruppen von drei bis sechs Schülern Nachhilfe geben. Zwar gibt es bei diesen Anbietern auch die Möglichkeit, dem Schüler mittels Einzelunterricht Nachhilfe zu geben, allerdings schlägt sich das auch im Preis nieder.
Daneben gibt es eine Reihe von Agenturen, die Nachhilfelehrer gegen Provision vermitteln, Nachhilfeinstitute und gemeinnützige Anbieter von Nachhilfe, Internetportale, bei denen Schüler und Eltern Nachhilfelehrer finden können und ähnliche Formen, die Nachhilfelehrer und Schüler zusammen bringen wollen.

Berufsverband und Qualitätssicherung für Nachhilfe

Der größte Verband für Nachhilfe ist in Deutschland der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN), ein freiwilliger Zusammenschluss von Eigentümern selbstständiger Nachhilfe- und Nachmittagsschulen in Deutschland.
Einige Nachhilfeinstitute lassen ihre Qualität von unabhängigen Vereinen wie dem Technischen Überwachungsverein prüfen und garantieren so eine qualitative Nachhilfe. Neben dem TÜV Rheinland vergibt beispielsweise auch der TÜV Nord ein Zertifikat, allerdings wird dabei nicht immer die Qualität des Unterrichts, sondern nur formale Kriterien wie Vertragsgestaltung geprüft.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.