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Neuropädiatrie Solln: 6 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Neuropädiatrie

Kinderarzt

Ein Kinderarzt ist ein Facharzt, der sich mit der Entwicklung des Organismus von Kindern und Jugendlichen, den dabei auftretenden Erkrankungen, deren Diagnose, Prävention, Behandlung und Therapie beschäftigt. Im allgemeinen Sprachbegriff spricht man von Kinderarzt oder Kinder- und Jugendmedizin, ein weiterer Begriff ist die Pädiatrie.
Zwar beschäftigt sich ein Kinderarzt mit allen Teilgebieten der klinischen Medizin, ein besonderer Schwerpunkt bei der Arbeit eines Kinderarztes liegt aber auf der Prävention von Erkrankungen. Viele Kinder gehen beispielsweise zu einem Kinderarzt, um sich präventiv gegen Krankheiten impfen zu lassen.

Die Geschichte des Kinderarztes

Bereits im Altertum befassten sich Ärzte mit den Erkrankungen bei Kindern - einen eigenen Kinderarzt nach dem heutigen Vorbild gab es damals aber noch nicht. Besondere Maßnahmen zur Neugeborenenpflege sind beispielsweise in brahmanischen Schriften aus Indien um etwa 500 v. Chr. überliefert. Im Mittelalter widmeten sich mehrere Ärzte der Kinderheilkunde, allerdings gab es auch kaum einen eigenen Kinderarzt. Die meisten Mediziner betrieben die Studien an der Kinderheilkunde neben ihrer Haupttätigkeit als Arzt.
Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass Kinder teilweise andere Krankheiten als Erwachsene bekommen können. Mit der Zeit öffneten mehr Kinderhospize und Spitäler ihre Pforten für kranke Kinder. Anfänglich unter starken Widerstand entwickelte sich die Kinderheilkunde schließlich zu einem eigenen Fachgebiet. So entstand nach und nach der heutige Beruf des Kinderarztes.

Ausbildung zum Kinderarzt

Wer in Deutschland Kinderarzt werden will, muss nach einem absolvierten Medizinstudium eine Zusatzausbildung machen. Diese Weiterbildung dauert fünf Jahre, davon müssen zwölf Monate in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder der Kinderchirurgie und sechs Monate in einem fachfremden Gebiet abgeleistet werden.
Nachdem ein Kinderarzt seine Ausbildung abgeschlossen hat, kann er sich noch in verschiedenen Gebieten weiterbilden lassen (siehe unten). Wie bei der Facharztausbildung selbst sind auch in diesem Fall die Ausbildungszeiten und die Inhalte der Weiterbildung von der Ärztekammer festgesetzt.

Spezialisierung eines Kinderarztes


Ein Kinderarzt beschäftigt sich oft mit allgemeinen Erkrankungen, allerdings gibt es auch im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin verschiedene Spezialgebiete, darunter folgende vier Schwerpunktkompetenzen:

- Kinderhämatologie und Kinderonkologie: Ein Kinderarzt, der sich mit der Hämatologie und Onkologie beschäftigt, befasst sich mit Blut- und Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
- Kinderkardiologie: In der Kinderkardiologie behandelt ein Kinderarzt Krankheiten am Herz wie angeborene Herzfehler, erworbene Herzfehler, Herzmuskelerkrankungen und Herzrhythmusstörungen.
- Neonatologie: Ein Kinderarzt, der sich auf dem Gebiet der Neonatologie weitergebildet hat, befasst sich mit der Versorgung von erkrankten Neugeborenen und Frühgeborenen.
- Neuropädiatrie: Parallel zu dem Neurologen behandelt ein Kinderarzt mit einer Weiterbildung in der Neuropädiatrie Erkrankungen am Nervensystem eines Kindes oder eines Jugendlichen.

Darüber hinaus kann sich ein Kinderarzt auf vielen Bereichen weiterbilden lassen wie beispielsweise in der Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, der Kinder-Gastroenterologie, Kinder-Nephrologie, Kinder-Orthopädie, Kinder-Pneumologie und Kinder-Rheumatologie.
Dazu gibt es noch die Sozialpädiatrie, welche sich mit der Betreuung von entwicklungsgestörten Kindern beschäftigt. Ein Kinderarzt, der in der Sozialpädiatrie tätig sein möchte, hat in der Regel eine Neuropädiatrische Weiterbildung absolviert. Dieser Fachbereich ist eng mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie verknüpft.

Solln

Solln

Solln bezeichnet einen Stadtteil im Münchner Süden, der zusammen mit Forstenried, Fürstenried, Thalkirchen und Obersendling den Stadtbezirk 19 "Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln" bildet. Solln ist der am südlichsten gelegene Stadtteil und gleichzeitig der höchste Stadtteil von München. Solln zählt zu den teuersten Stadtvierteln von München.
Momentan leben im Stadtbezirk 19 "Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln" fast 78.000 Menschen auf einer Fläche von 1775 Hektar. In Solln und den angeschlossenen Vierteln eben überdurchschnittlich viele Senioren (ihr Anteil beträgt 20 Prozent). In Solln leben außerdem unterdurchschnittlich wenige Ein-Personen-Haushalte, was damit zu erklären ist, dass Familien gerne nach Solln ziehen und Singles öfter in zentraleren Stadtvierteln wohnen.

Geschichte von Solln

Die erste schriftliche Erwähnung von Solln fand 1078 statt. Damals lautete die Bezeichnung aber nicht Solln, sondern "de Solon", was die Bezeichnung für einen Ort war, an dem sich Wildtiere gerne suhlten. Den früheren Ortskern sieht man noch im heutigen Solln: Er erstreckt sich von der Alten Sollner Kirche St. Johann Baptist bis zum heutigen Wilhelm-Leibl-Platz.
Bis zu seiner Eingemeindung 1938 war Solln ein eigenständiges Dorf mit rund 4600 Einwohnern. Nach der Eingemeindung aber wuchs die Einwohnerzahl von Solln rasch an. Trotzdem finden sich auch heute noch Reste der alten dörflichen Struktur in Solln, und vereinzelt stehen auch noch Bauernhäuser in dem Stadtteil.

Solln heute

Solln ist für seinen "Gartenstadtcharakter" bekannt, was unter anderem an den nahen Isarauen und dem nahen Forstenrieder Park liegt. Solln zählt zu den exklusiven Wohngebieten Münchens - in dem Stadtviertel finden sich viele exklusive Einfamilienhäuser und Villen. Vor allem Alt-Solln weist eine Bevölkerung mit einem hohen Einkommensniveau auf.
In den vergangenen Jahren hatte Solln allerdings unter der zunehmenden Bebauung zu leiden: Überall entstehen neue Häuser, statt Villen werden Eigentumswohnanlagen errichtet, was auch an den hohen Grundstückspreisen in Solln liegt. Wer in die Parkstadt Solln kommt, sieht dort keine schicken Villen, sondern große Hochhäuser.
Trotz dieser zunehmenden Bebauung ist Solln bei den Münchnern sehr beliebt - was auch an dem großen Freizeitangebot liegt. In Solln und den angeschlossenen Vierteln gibt es neben 23 Sportanlagen ein Hallenbad und ein Freibad, zwei Kinos, ein Theater, vier Bibliotheken und 20 Schulen. In Solln gibt es wenig Industrie, viele Arbeitsplätze entfallen auf den Siemensstandort in der Hofmannstraße.

Verkehrsanbindung in Solln

Da Solln der südlichste Münchner Stadtteil ist, ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nicht ganz so gut wie in anderen Vierteln. In Solln verkehren verschiedene Buslinien sowie die S-Bahn mit der Haltestelle Solln (S7, S20, S27). Nahe gelegen sind verschiedene U-Bahnstationen in Forstenried und Obersendling.
Autofahrer kommen von Solln aus schnell auf die A95. Wichtige Straßen, die durch Solln führen, sind die Herterichstraße, Wolfratshausener Straße und die Plattlinger Straße.