Parkett
Ein
Parkett bezeichnet einen hochwertigen
Fußbodenbelag für Innenräume aus kleinen, zusammengesetzten Holzstücken. Das Holz wird in kleine Stücke gesägt und in bestimmte Muster, beispielsweise Fischgrätmuster oder Oxford-Verband, zusammengefügt. Im Normalfall liegen die Holzfasern horizontal - Holzböden, bei denen man Jahresringe sieht, die Fasern also vertikal stehen, werden Holzpflaster genannt.
Ein Boden aus langen Holzbrettern bezeichnet man nicht als
Parkett, sondern als
Dielenboden. Im Gegensatz zu diesem benötigt ein
Parkettfußboden einen tragfähigen Untergrund. Ein
Parkett wirkt raumklimaregulierend und gilt wegen seiner geschlossenen Flächen als sehr hygienisch.
Parkettböden sollte man hin und wieder mit einem speziellen Pflegemittel behandeln. Weist das
Parkett bereits viele Kratzer und dunkle Stellen auf, empfiehlt sich eine Renovierung mittels einer Parkettschleifmaschine und die anschließende Versiegelung mit Lack.
Die Geschichte des Parketts
Holzfußböden gibt es in Europa bereits seit dem Mittelalter. Im 13. Jahrhundert legte man noch rohe Bohlen nebeneinander, später gehobelte Dielen aus Weichhölzern wie Tanne oder Kiefer. Daraus ging das
Parkett in seiner heutigen Form hervor. Schon damals galt
Parkett als hochwertiger, repräsentativer Fußboden - vorerst war
Parkett vorwiegend in Palästen zu finden, später auch in den Häusern von wohlhabenden Patriziern.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde des
Parkett endgültig zum festen Bestandteil der Innenarchitektur. Allerdings war es lange Zeit noch einer wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Den Höhepunkt erreichte die Parkettkunst im 18. Jahrhundert, wo kunstvolle Intarsienböden nicht nur Ornamente, sondern auch ganze Bilder und aufwendige Szenen im Holz verewigten. Mit der Industrialisierung und kostengünstigerer Produktion, fand das
Parkett schließlich den Weg in viele Wohnzimmer und öffentliche Gebäude. Heute ist der Bodenbelag aus Holz gefragter denn je. Seit den 1970er Jahren gibt es auch den Ausbildungsberuf des
Parkettlegers.
Die Materialien aus denen Parkett bestehen
Traditionelle europäische Holzarten, die zu
Parkett verarbeitet werden, sind Akazie/Robinie, Ulme/Rüster, Apfelbaum, Birnbaum, Edelkastanie, Eiche (hell und dunkel), Buche, Ahorn, Birke, Nussbaum/Walnuss, Kirsche, Esche und Olive.
Außerdem kommen auch außereuropäische Holzarten wie Kambala, Afzelia, Jatoba, Cabreuva, Eukalyptus, Mutenye, Bongossi, Kosipo, Kotibe, Landa, Limbali, Louro vermelho, Peroba, Merbau, Teak/Burma, Zebrano, Santos-Palisander, Bubinga und Mahagoni zum Einsatz.
Verlegearten des Parketts
Man unterscheidet zwischen folgenden Verlegemustern: Schiffsboden-Verband, Englischer Verband, Oxford-Verband, Fischgrätmuster, Französisches Fischgrät, Altdeutscher Verband, Flecht-Boden, Flecht-Boden mit Würfeln, Parallel-Verband, Leiter-Boden und Würfel-Verband.
Arten von Parketts
Man unterscheidet zwischen folgenden Arten von Parkett:
Massivparkett:
Massivparkett besteht aus Massivholzstücken. Ein
Massivparkett wird in der Regel roh verlegt und mit einer Parkettschleifmaschine in mehreren Schleifungen abgeschliffen. Danach versiegelt man den
Parkettboden mit Parkettlack, Wachs oder Fußbodenöl. Es gibt unterschiedliche
Massivparkettarten, die sich in den Abmessungen und der Stärke unterscheiden. Man unterscheidet
Stabparkett,
Mosaikparkett,
Lamparkett und
Hochkantlamellenparkett.
Parkettdiele: Eine
Parkettdiele besteht aus massiven
Parkettstäben, die zu einer Diele verleimt werden. Die Bretter sind meist 2 bis 3 Meter lang. Normalerweise werden 2 oder 3 Stabreihen parallel verlegt.
Massivdiele:
Massivholzdielen bestehen aus einem massiven Stück Holz und haben ein großflächiges Format. Die Stärke beträgt meist 21 Millimeter, wenn die Diele auf Unterkonstruktionen angebracht werden soll.
Tafelparkett: Das
Tafelparkett nennt man auch gerne die "Königin unter den Holzfußböden" oder "
Französisches Parkett". Dabei werden geometrische Muster aus Rauten und Sternen zu quadratischen Tafeln verleimt. Oft kommen verschiedenfarbige Hölzer zum Einsatz.
Mehrschichtparkett/
Fertigparkett: Ein
Fertigparkett kann aufgrund seines mehrschichtigen Aufbaus ohne vollflächige Verklebung in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden. Entscheidend für die Qualität von
Fertigparkett-Systemen ist die Qualität des Oberflächenlacks (denn dort findet die Belastung statt), die Qualität der Dielenverbindung und die Verwendung hochwertiger Verlegetechnik.