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Brancheninfo: Partnerberatung

Eheberatung und Paarberatung

Mit dem Begriff Eheberatung bzw. Paarberatung bezeichnet man die professionelle Beratung eines Ehepaares zu der Ehe, zur Partnerschaft, zur Familienplanung und allem, was eine Ehe sonst noch ausmacht. Eine Eheberatung wird von Paaren oftmals in Anspruch genommen, wenn es in der Beziehung kriselt - allerdings können auch glückliche Paare zur Eheberatung gehen, um ihre Beziehung noch weiter zu optimieren. Ein wichtiger Aspekt bei der Eheberatung ist, dass beide Partner die Eheberatung gleichermaßen wollen.
Eine Eheberatung wird von verschiedenen Stellen angeboten. Oftmals bieten beispielsweise Sozialpädagogen, Psychologen und Seelsorger eine Eheberatung bzw. Paarberatung an. In seltenen Fällen kann auch eine Kirche eine Eheberatung durchführen. Ein anderer Begriff für Eheberatung lautet Paarberatung oder auch Paartherapie.

Gründe für eine Eheberatung

Ein Ehepaar geht aus verschiedenen Gründen zu einer Eheberatung. In erster Linie natürlich dann, wenn es in der Beziehung nicht mehr "stimmt". Bei einer Ehe müssen zwei Lebensansichten und Lebensplanungen unter einen "Hut" gebracht werden, was zu Problemen führen kann - beispielsweise wenn der Mann Karriere machen möchte und will, dass die Frau zuhause die Kinder versorgt, die Frau sich aber selbst beruflich verwirklichen will.
Allerdings können auf der anderen Seite auch Probleme wie Arbeitslosigkeit zu der Notwendigkeit einer Eheberatung führen - wenn ein Partner mit seiner Lage unzufrieden ist und diese Unzufriedenheit in die Ehe überträgt.
Die Eheberatung bzw. Paarberatung ist im Laufe der letzten Jahre immer wichtiger geworden, da die traditionellen Rollenbilder von Mann und Frau längst überholt sind und die Menschen sich immer mehr individualisieren wollen. Jeder will sein Recht auf Selbstverwirklichung wahrnehmen - das kann zu Problemen mit dem Partner führen. Hier kann eine Paarberatung bzw. Eheberatung helfen.

Methoden der Paarberatung bzw. Eheberatung

Die Paarberatung und Eheberatung setzt an ganz verschiedenen Konzepten an. Häufig bildet die Grundlage der Eheberatung das Gespräch. Der Therapeut setzt sich mit dem Ehepaar zusammen und hört sich die Probleme und Streitigkeiten des Ehepaares an. Als neutrale Person kann er besser Streit schlichten und den jeweiligen Ehepartnern Gedankenanstöße geben, um die Streitigkeiten aufzulösen.
Daneben kommen in der Paarberatung und Eheberatung auch noch andere Techniken zum Einsatz, wie beispielsweise verschiedene Techniken der Meditation oder auch Rollenspiele aus der Gestalttherapie. Im Prinzip können viele verschiedene Methoden zum Einsatz kommen, es ist eine Frage der Ausbildung des Therapeuten in der Eheberatung.

Grenzen der Paarberatung (Eheberatung)

Eine Paarberatung (Eheberatung) kann zwar viele Probleme lösen, eines aber kann sie nicht: psychische Störungen behandeln. Diese Störungen können auch Auslöser für Eheprobleme sein, allerdings ist es dann nicht Aufgabe des Paartherapeuten, diese Störungen zu behandeln - es kann sogar gefährlich sein, da sich der Paartherapeut auf diesem Gebiet nicht unbedingt auskennt.
Wird bei einer Eheberatung eine psychische Störung als Ursache für die Ehekrise gesehen, so sollte der Paartherapeut das Paar an einen guten Psychiater oder Psychologen weiter verweisen.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).