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Brancheninfo: Pfandhäuser

Leihhaus

Mit dem Begriff Leihhaus wird ein Geschäftsbetrieb bezeichnet, der einfach und unkompliziert Darlehen vergibt. Als Sicherheit werden Wertgegenstände als "Pfand" einbehalten. Die Höhe des bewilligten Kredites hängt von Wert des als Pfand einbehaltenen Gegenstandes ab.
In einem Leihhaus fallen für den Kunden Zinsen und Gebühren an. Ein Leihhaus wird oft auch als Pfandhaus bezeichnet. Für den Betrieb von einem Leihhaus ist die "Verordnung über den Geschäftsbetrieb der gewerblichen Pfandleiher" relevant. Diese Verordnung wird auch als Pfandleiherverordnung (PfandlV) bezeichnet.

Vorteile von einem Leihhaus

Das Aufsuchen von einem Leihhaus zählt zu den einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, einen Kredit zu erhalten. Die hinterlegte Wertsache ist hierbei die einzige Sicherheit, die für den Kredit vorzuweisen ist. Eine weitere Prüfung der Liquidität erfolgt durch das Leihhaus zumeist nicht.
Das Leihhaus ist (selbst wenn der Kunde sein Pfand nicht durch Rückzahlung des Kredites inklusive der angefallenen Zinsen und der Gebühren "zurückkauft") nicht dazu berechtigt, weitere Forderungen an den Kunden zu stellen. Das Leihhaus muss sämtliche Forderungen aus dem hinterlegten Pfand befriedigen.

Wie kann ein Kredit in einem Leihhaus erlangt werden?

Kommt der Kunde mit einem Wertgegenstand in ein Leihhaus, wird zunächst der genaue Wert geschätzt. Meist kann dieser sofort bestimmt werden - die Mitarbeiter in einem Leihhaus haben bei der Bestimmung von Werten große Erfahrung. Geht es um größere Beträge oder schwierige Fälle, werden vom Leihhaus gelegentlich auch externe Experten hinzugezogen.
Ist der Wert des Gegenstandes einmal festgestellt, wird die Höhe des bewilligten Kredites festgelegt. Diese liegt im Leihhaus meist zwischen 25% und 50% des aktuellen Wertes des Gegenstands, der als Pfand hinterlegt werden soll. Ein Darlehen in einem Leihhaus muss meist nach drei Monaten zurückgezahlt werden. Verträge mit kürzerer Laufzeit sind gesetzlich nicht gestattet.
Anschließend wird dem Kunden vom Leihhaus ein so genannter Pfandschein ausgehändigt. Auf diesem Pfandschein müssen alle relevanten Informationen ersichtlich sein. Zusätzlich ist der Betreiber von einem Leihhaus dazu verpflichtet, über alle Leihvorgänge Buch zu führen.

Was passiert mit den im Leihhaus hinterlegten Wertgegenständen?

Die im Leihhaus hinterlegten Wertgegenstände müssen vom Betreiber gegen Feuerschäden, Leitungswasserschäden, Einbruchdiebstahl und gegen Beraubung versichert werden. Nach oder vor Ablauf des Vertrages kann der Kunde seine Wertgegenstände im Leihhaus abholen, sobald er sämtliche anfallende Gebühren und Zinsen beglichen hat. Wird der Kredit vom Kunden nach Ablauf der Vertragslaufzeit nicht inklusive der zusätzlich anfallenden Gebühren und Zinsen zurückgezahlt, wird das im Leihhaus einbehaltene Pfand öffentlich versteigert. Diese Versteigerung muss vom Leihhaus öffentlich bekannt gemacht werden.
Der monatliche Zins darf maximal ein Hundertstel des Darlehens betragen. Die zusätzlichen vom Leihhaus berechneten Gebühren sind gestaffelt und bemessen sich nach dem Wert des Pfandgegenstandes. Ab einem Darlehen von 300 Euro sind diese Gebühren Verhandlungssache zwischen dem Kunden und dem Leihhaus.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.