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Pflegedienst Au: 9 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Pflegedienst

Pflegedienst

Ein Pflegedienst kümmert sich um die medizinische und therapeutische Behandlung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen. Zu den Pflegeleistungen gehören unter anderem die Unterstützung bei der Körperhygiene, die Nahrungsaufnahme, Hilfe bei Toilettengängen, Puls- und Fiebermessung und Desinfektion bei Infektionskranken.
Der Pflegedienst kommt in der Regel zu dem Patienten nach Hause. Wenn Angehörige mit der Pflege nicht mehr alleine zurecht kommt, den Kranken aber gleichzeitig in häuslichem Umfeld haben behalten wollen, so können sie einen Pflegedienst hinzuziehen, der in regelmäßigen Abständen zu dem Kranken kommt und Spritzen setzt, Medikamente verabreicht, bei der Körperhygiene hilft und andere Aufgaben der Krankenpflege übernimmt.
Häufig verwendete Bezeichnungen solcher Dienste sind beispielsweise: Ambulanter Pflegedienst, Ambulante Krankenpflege, Altenpflege, Krankenbehandlungsdienst, Häusliche Pflege und Seniorenbetreuung. Einige Pflegedienste haben sich auch auf bestimmte Richtungen spezialisiert. So gibt es beispielsweise in vielen Städten einen Pflegedienst, der sich an den Ideen der Anthroposophie orientiert.

Die Geschichte des Pflegedienstes

Mit der Zeit haben sich die Rolle und die Funktion der Pflegedienste stark verändert. Pflegedienste sind eine neuere Entwicklung. Bis in das tiefe Mittelalter hinein wurde Pflege nämlich als eine christliche Aufgabe aufgefasst. Die damalige Pflege hatte aber wenig mit dem heutigen Pflegedienst zu tun, denn während heute Pflegemitarbeiter ausgebildete Fachkräfte sind, war früher eine Professionalisierung unter Pflegekräften sehr selten.
Der heutige Pflegedienst entwickelte sich mit der Zeit aus dem Gebiet der beruflichen Pflege heraus. Lange Zeit wurde der Pflegeberuf als Assistenzberuf und nicht als eigener Beruf angesehen. 1781 öffnete die erste öffentliche Krankenpflegeschule Deutschlands ihre Pforten. Im 19. Jahrhundert änderte sich vieles im Bereich der Krankenpflege. Die Reformerin Agnes Karll war es, die sich für eine dreijährige, fundierte Krankenpflegeausbildung einsetzte. Im 20. Jahrhundert schließlich entwickelten sich immer mehr Pflegedienste, welche die Krankenpflege in einem Krankenhaus ergänzten.

Qualifikationen eines Pflegedienstes

In einem Pflegedienst arbeiten unterschiedlich ausgebildete Mitarbeiter. Oft wird mit einer Mischung aus angelernten und examinierten Mitarbeitern gearbeitet. Examinierte Mitarbeiter dürfen beispielsweise Verbände wechseln, Wundversorgungen durchführen und Injektionen setzen, also Behandlungspflegen, die von einem Arzt in Auftrag gegeben worden sind. Angelernte Kräfte dürfen hingegen nur leichte Pflegetätigkeiten und hauswirtschaftliche Aufgaben bei dem Patienten übernehmen.
In einem Pflegedienst arbeiten beispielsweise Gesundheits- und Krankenpfleger. Dabei handelt es sich um eine staatlich ausgebildete Fachkraft zur Krankenpflege (früher als Krankenschwester und Krankenpfleger bezeichnet). Typische Arbeitsbereiche eines Krankenpflegers sind Allgemeinkrankenhäuser, Fachkrankenhäuser, Pflegeheime, Hospize, Dialysezentren, Gesundheitsämter, Beratungsstellen oder Kureinrichtungen - und oft arbeiten Krankenpfleger eben auch in einem Pflegedienst.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).