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Brancheninfo: Piercing

Piercing

Mit dem Begriff Piercing wird eine besondere Form des Körperschmucks bezeichnet. Beim Piercing wird ein Schmuckstück aus Metall oder Kunststoff durch die Haut (beziehungsweise die Fettschichten und das Knorpelgewebe) gestochen und somit befestigt.
Der Begriff Piercing kommt vom englischen Verb "to pierce", das "durchbohren" bedeutet. Der etymologische Ursprung des Wortes Piercing liegt im Lateinischen: das Verb "pertundere" bedeutet hier "durchstoßen".

Geschichte des Piercing

Das Tragen von Piercing Schmuck, wie er Heute verbreitet ist, begann Deutschland erst in den 1990er Jahren zu erreichen. Lediglich das Tragen von Ohrringen war schon früher verbreitet.
Erste Formen von Piercing sind von Forschern allerdings bereits im alten Ägypten nachgewiesen worden. Bekannt sind Piercing-ähnliche Schmuckformen auch seit Jahrhunderten bei indigenen Bevölkerungsgruppen in Asien, Afrika und Amerika.

Formen von Piercing

Der Phantasie beim Stechen von einem Piercing sind so gut wie keine Grenzen mehr gesetzt. Als Material für das Piercing wird meist Metall (Gold, Platin, Titan, Edelstahl) oder Plastik gewählt. Form mäßig unterscheidet man beim Piercing das sogenannte Barbell (einen Stab, der durch zwei schraubbare Kugeln begrenzt ist) beziehungsweise diverse Ringe, die durch eingeklemmte Kugeln geschlossen werden. Piercing-Schmuck wird mittlerweile an nahezu allen Körperstellen getragen. Verbreitet ist das Piercing besonders an den folgenden Stellen:

- Ohr: Das Piercing im Ohrläppchen gehört immer noch zu den am meisten gestochenen Piercing-Formen. Verbreitet ist das Piercing allerdings auch in der Ohrmuschel oder im Knorpelbereich der Ohren.
- Nase: Beim sogenannten "Nostril-Piercing" wird das Piercing durch den Nasenflügel gestochen. Bei einem "Piercing" durch die Nasenscheidewand spricht man vom "Septum-Piercing".
- Lippe & Mund: Populär ist hier insbesondere das sogenannte "Labret-Piercing" das unterhalb der Lippe (entweder mittig oder seitlich) getragen wird. Wird dieses Piercing seitlich oberhalb der Lippe gestochen, spricht man auch vom "Madonna Piercing". Im Mund ist das Piercing durch die Zunge oder das Lippenbändchen am populärsten.
- Rumpf: Weit verbreitet ist das Bauchnabel-Piercing. Ebenfalls vor allem von Frauen getragen und immer weiter verbreitet ist das Piercing durch die Brustwarze.
- Intimbereich: Anfangs noch wenig verbreitet, wird auch das Piercing im Genitalbereich (bei Männern wie bei Frauen) immer beliebter. Ein Piercing im Intimbereich wird neben dem ästhetischen Effekt häufig auch zur Steigerung der sexuellen Stimulation eingesetzt.

Neben den genannten Piercing-Formen existieren allerdings zahlreiche Variationen und Kombinationen. Zum Beispiel wird beim Lobe-Piercing der Stichkanal systematisch gedehnt, damit nach und nach ein immer größeres Piercing eingesetzt werden kann.

Wer führt Piercing durch?

Das Stechen von einem Piercing wird meist in speziellen Piercing-Studios angeboten. Diese Studios sind häufig in ein Tattoo-Studio integriert. Es ist darauf zu achten, dass das Piercing in einer hygienisch einwandfreien Umgebung und von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt wird. Im Idealfall wird vor dem Piercing-Vorgang eine umfassende Beratung angeboten, die ästhetische, rechtliche und gesundheitliche Aspekte abdeckt. Die meisten Piercing-Studios sichern sich gegenüber dem Kunden ab, indem dieser einen speziellen Vertrag unterschreiben muss.

Laim

Laim

Der Begriff Laim bezeichnet einen Stadtteil in München, der westlich gelegen ist und den "Stadtbezirk 25 Laim" bildet. In Laim wohnen etwa 50 000 Münchner. Früher war Laim weniger bevölkert als heute, sein Wachstum erlebte Laim erst mit der Eröffnung des Rangier- und Güterbahnhofes und der darauf folgenden Eingemeindung zu der Stadt München.
Laim ist heute vorwiegend ein Wohnviertel. In München gibt es ein weiteres Viertel mit Laim im Namen – Berg am Laim. Der Stadtteil im Münchner Osten hat allerdings nichts mit dem westlich gelegenen Laim zu tun.

Die Geschichte von Laim

Laim existiert viel länger als München selbst. Urkundlich erwähnt wurde die eigenständige Ortschaft erstmals um 1047 rum, als "loco leima", was "im Ort Leim" bedeutet. Der Name Laim kommt von "leim", was wiederum eine Bezeichnung für Lehm bzw. den Lehmboden war. Wahrscheinlich stammt die Kirche St. Ulrich, die heute noch in Laim steht, sogar aus dieser Zeit.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf niedergebrannt, 1818 schließlich wurde Laim zu einer eigenen Gemeinde. 1890 wohnten bereits 290 Menschen in Laim, nachdem allerdings der Rangierbahnhof eingeweiht wurde, nahm das Bevölkerungswachstum rapide zu. Bis 1901 hatte sich die Einwohnerzahl in Laim sogar verzehnfacht.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde zerbombter Wohnraum in Laim wieder aufgebaut. Da es viele unbebaute Flächen gab, ging das rasch von statten. In den 1990er Jahren wurde der Rangierbahnhof aufgelöst, so dass Laim heutzutage weniger Industrie- als vielmehr Wohngebiet ist.

Lage und Verkehrsanbindung in Laim

Laim liegt im Westen von München. Im Norden grenzt Laim an den Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg, im Osten an die Schwanthalerhöhe, im Westen an Hadern bzw. Pasing-Obermenzing und im Süden an Sendling-Westpark bzw. Hadern.
Da Laim im Gegensatz zu anderen Vierteln sehr zentral liegt, besteht in dem Stadtteil eine gute Verkehrsanbindung. Wichtige Straßen sind die Landsberger Straße, die Fürstenrieder Straße und die A96. Bekannt ist außerdem noch die Westendstraße. Der öffentliche Nahverkehr ist in Laim ebenso vertreten, und zwar mit den U-Bahnlinien 4 und 5, den Tramlinien 18 und 19, den Buslinien 51, 57 131, 132, 151 und 168 und der S-Bahn.

Sehenswürdigkeiten in Laim

In Laim gibt es - obwohl der Stadtteil hauptsächlich ein Wohnviertel ist - einiges zu sehen. Das historische Zentrum von Laim ist der Laimer Anger, gleich gegenüber befindet sich die Kirche St. Ulrich, die vermutlich bereits seit der Gründungszeit von Laim steht. Für Kirchenfreunde gibt es außerdem noch die Paul-Gerhardt-Kirche und die Pfarrkirche "Zu den heiligen zwölf Aposteln" zu besichtigen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Laimer Schlössl, das in der Agnes-Bernauer-Straße unter Max Emanuel als Wirtschaftsgebäude errichtet wurde und im 19. Jahrhundert renoviert wurde. In der Fürstenrieder Straße 21 in Laim fällt einem sofort ein leer stehendes Haus auf:
Es ist das ehemalige Kaufhaus Beck, das heute Gegenstand politischer Diskussionen ist. Was künftig mit dem Haus geschehen soll, ist bislang unklar.