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Brancheninfo: Polypen

HNO Arzt

Ein HNO-Arzt (von Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde) ist ein Facharzt, der sich auf die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde spezialisiert hat. HNO ist ein Teilgebiet der Medizin, welches sich mit den Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Ohren, der Luftwege, der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes und der Speiseröhre befasst.
Oft behandelt ein HNO-Arzt neben den "typischen" HNO-Erkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung und Pfeifferschem Drüsenfieber auch Funktionsstörungen wie Schnarchen oder Mundgeruch.

Aufgaben eines HNO-Arztes

Die HNO-Heilkunde ist ein Fachgebiet der Medizin, welches sich im 18. und 19. Jahrhundert aus der Chirurgie heraus entwickelte. Die Aufgaben des HNO-Arztes überschneiden sich teilweise mit den medizinischen Teilgebieten der Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Neurologie, Orthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Dermatologie, Allergologie und der Inneren Medizin. Ein HNO-Arzt arbeitet meist mit Methoden der wissenschaftlichen Medizin. Allerdings kommen auch Naturheilverfahren zum Einsatz.
Ein HNO-Arzt führt unter anderem folgende Untersuchungen durch: Spiegeluntersuchung, Check-Ups und Vorsorgen (Kehlkopfvorsorge), endoskopische Untersuchungen der Nase und des Halses, mikroskopische Untersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, Geruchs- und Geschmacksprüfungen, Apnoe-Screening, allergologische Tests und Hörprüfungen wie Tinnituscharakterisierung, Impendanzmessung, Schwindeluntersuchung oder Neugeborenen-Hörscreening.

Erkrankungen die ein HNO-Arzt behandelt

Die häufigsten Erkrankungen, die ein HNO-Arzt behandelt, sind: Diphterie, Epiglottitis, Erkältung, Gehörgangsentzündung, Gehörlosigkeit, Hörsturz, Kehldeckelentzündung, Kehlkopfkrebs, Keuchhusten, Kopf-Hals-Tumor, Larynxkarzinom, Mandelentzündung, Mittelohrentzündung, Mononukleose, Mundgeruch, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Nasenpolypen, Otitis media, Otosklerose, Pertussis, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pharynxkarzinom, Rachenkrebs, Ronchopathie, Schlapapnoe, Schnarchen, Schwerhörigkeit, Speicheldrüsenentzündung, Speichelstein, Taubheit, Tinnitus, Tonsillitis, Zungenbrennen und Zungenkrebs.

Berufsbild des HNO-Arztes

Wer in Deutschland ein HNO-Arzt werden will, braucht ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine Facharztprüfung.
In Deutschland gibt es zwei Ständeorganisationen: Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie e.V. ist ein Zusammenschluss von überwiegend wissenschaftlich tätigen HNO-Ärzten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den hohen wissenschaftlichen Standard der HNO-Heilkunde zu erhalten. Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. hingegen ist ein Zusammenschluss von praktisch tätigen HNO-Ärzten. Die Aufgabe des Vereins ist die Erhaltung der freiberuflichen Tätigkeit der HNO-Ärzte und die Wahrnehmung von Rechten gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse.