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Brancheninfo: Radiosender

Radiosender

Ein Radiosender ist eine Radiostation des Hörfunks. Hörfunk ist ein elektronisches Massenmedium, das man mit einem Radiogerät empfangen kann. Der Begriff Radiosender beziehungsweise Rundfunksender bezeichnet auch die Sendeanlage zur Ausstrahlung der Radiosendungen.
In Deutschland gibt es Radiosender von verschiedenen Anbietern wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, öffentlich-rechtlichen Körperschaften, den Rundfunkanstalten des Bundesrechts, privaten Programmanbietern und nichtkommerziellen Lokalsendern wie freie Radios oder Veranstaltungsradios.
Eine Radiosendung (auch Hörfunksendung genannt) ist eine Sendung, die ein Radiosender ausstrahlt. Als älteste Radiosendung der Welt gilt die norwegische Kindersendung "Lørdagsbarnetimen", die am 20.12.1924 gesendet wurde.

Produktionsablauf bei einem Radiosender

Bis vor wenigen Jahren lief die Produktion im Radiosender noch analog ab, weshalb man große Mengen Bänder und Schallplatten benötigte. Heutzutage geschieht dies alles jedoch digital am Computer. Zentrales Instrument ist der digitale Sendeplan, auf dem man die vielen Audiodateien für eine Sendung abspeichert. Der Sendeplan spielt die Autodateien in der richtigen Reihenfolge ab.
Der Redakteur des Radiosenders kann die Musik entweder von Hand auswählen oder den Computer eine Playlist erstellen lassen - nachdem er vorher die Musikstücke mit Informationen wie Geschwindigkeit, Zielgruppe oder Abspielhäufigkeit versehen hat. Der Computer kann diese Informationen auslesen und daraus die richtige Abspielreihenfolge festlegen. Auch Jingles und Wortbeiträge werden nach ähnlichen Kriterien ins Programm eingefügt.
Live- Sendungen kommen ohne einen exakten digitalen Sendeplan aus. Hier wacht ein Moderator über die genaue Einhaltung des Zeitplans. Vorbereitete Beiträge oder Musikstücke werden über den PC hinzugefügt.

Technik, zur Ausstrahlung von Radiosendungen

Ein Radiosender kann auf Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle oder Ultrakurzwelle (abgekürzt LW, MW, KW, UKW) senden. Die Trägerfrequenzen der Langwelle bis Kurzwellensender werden amplitudenmoduliert. Die langwelligen und teils auch mittelwelligen Radiosender folgen der Erdkrümmung, deshalb können sie - bei entsprechender Sendeleistung - auch weltweit empfangen werden. Die Wellen der MW und KW werden zwischen den Grenzschichten der Atmosphäre und der Erdoberfläche reflektiert. Auch diese Radiosender kann man theoretisch rund um die Erde empfangen. Allerdings kann das Signal mehrfach empfangen werden, so dass ein Fading entsteht.
Manche Radiosender übertragen spezielle Informationen, die man mit normalen Empfangsgeräten nicht empfangen kann. Der Rundfunksender Zehlendorf zum Beispiel überträgt Pressemeldungen für die Seeschifffahrt.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.