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Brancheninfo: Reiseerkrankungen

Tropenmedizin

Der Begriff Tropenmedizin bezeichnet das Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie von Tropenkrankheiten befasst. Die Tropenmedizin behandelt somit Krankheiten, die hauptsächlich beziehungsweise vorwiegend in tropischen oder subtropischen Klimazonen vorkommen. Die Tropenmedizin möchte über die individuelle Prävention hinaus auch dafür sorgen, dass Krankheiten aus den Tropen nicht weltweit verbreitet werden.
Die Bedeutung der Tropenmedizin steigt mit der Zunahme des Ferntourismus - immer mehr Menschen reisen in die Tropen oder die Subtropen. Wer sich hier eine Krankheit einfängt, wird bei einem deutschen Hausarzt kaum eine adäquate Behandlung erhalten. Denn unter den Allgemeinmedizinern ist das Wissen um Tropenkrankheiten nicht genug ausgebildet.

Arten der Tropenmedizin

In der Tropenmedizin wird zwischen zwei Formen unterschieden. Die klassische Tropenmedizin ist ein Teilgebiet der Infektiologie, also der Wissenschaft, die sich mit der Prävention und der Behandlung von viralen, bakteriellen und protozoalen Infektionskrankheiten befasst. Somit behandelt die klassische Tropenmedizin auch nur tropische Infektionskrankheiten.
Die moderne Tropenmedizin hingegen beschäftigt sich über tropische Infektionskrankheiten hinaus mit nicht-infektiösen Erkrankungen der Tropen und der Subtropen. Die moderne Tropenmedizin hat sich außerdem auch auf die besonderen sozialen und ökonomischen Bedingungen der medizinischen Versorgung in den Tropen ausgeweitet.

Geschichte der Tropenmedizin

Die Tropenmedizin ist ein neues Fachgebiet der Medizin, das erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand, in einer Zeit, in der Fernreisen ein wichtiges Thema wurden. Zwar berichteten bereits in der Antike und im Mittelalter Seeleute zunehmend über bislang unbekannte Krankheiten, die sie sich in tropischen Zonen zugezogen hatten. Trotzdem bildete sich daraus kein medizinisches Fachgebiet.
Das war erst später der Fall: Erst mit dem Zusammentreffen von kolonialen Wirtschaftssystemen der Industrialisierung und bedeutende Fortschritte auf medizinischen Teilgebieten wie Mikrobiologie, Bakteriologie und Parasitologie bedingten die Ausbildung der Tropenmedizin im 19. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit gab es auch immer mehr Ärzte, die den wachsenden Drang der Reisenden nach einer adäquaten Behandlung befriedigen konnten.

Krankheiten in der Tropenmedizin

Die Tropenmedizin kennt viele Krankheiten - die meisten von ihnen werden durch Parasiten verursacht. Oftmals ist der Auslöser eine Stechmücke, welche den Parasit in sich hat und die Infektion durch ihren Stich überträgt.

Häufige Tropenkrankheiten sind beispielsweise:

- Malaria: Malaria ist eine Krankheit in der Tropenmedizin, die durch Parasiten ausgelöst wird. Häufige Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Krämpfe. Die Krankheit kann tödlich enden und sollte sofort durch einen Arzt der Tropenmedizin behandelt werden.
- Denguefieber: Das Denguefieber ist eine Krankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Auch hier leiden die Patienten an Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen und einem niedrigen Puls.
- Cholera: Cholera ist eine Krankheit der Tropenmedizin, die durch Bakterien ausgelöst wird. Diese befallen den Dünndarm und lösen Erbrechen und Durchfall aus. Immer wieder haben Choleraepidemien die Menschheit heimgesucht, weshalb die Tropenmedizin intensiv an neuen Behandlungsmethoden arbeitet.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.