Goldschmied
Mit dem Begriff
Goldschmied wird ein kunsthandwerklicher Beruf bezeichnet. Ein Goldschmied
fertigt, veredelt, repariert oder restauriert Objekte aus Gold, Silber oder Platin. Zur Verzierung werden vom Goldschmied häufig Edelsteine oder Perlen verwendet. Als Schutzpatron für den Goldschmied gilt Bernward von Hildesheim.
Die Ausbildung zum Goldschmied
Obgleich der Beruf des
Goldschmied zulassungsfrei ist, existiert in Deutschland eine Berufsausbildung zum Goldschmied. Die Ausbildung zum Goldschmied ist nach 3,5 Jahren abgeschlossen. Ihr Ablauf ist in der sogenannten Goldschmied-Ausbildungsverordnung geregelt.
In der Berufsausbildung werden zunächst die für den
Goldschmied wichtigen Grundkenntnisse (wie die Planung von Arbeitsabläufen, Materialkunde, formen, Herstellen von Edelmetall-Legierungen und schmelzen von Metallen, richtiger Umgang mit Werkzeugen und fertigen von Schmuck, Ketten, Zargen oder Fassungen) vermittelt. Im Anschluss erfolgt eine Spezialisierung auf Schmuck, Ketten oder Juwelen.
Die Geschichte der Zunft des Goldschmied
Erste Funde von Gegenständen, die in Europa durch einen
Goldschmied hergestellt wurden, werden auf das 30 Jahrhundert vor Christus datiert. Vor allem bei den Etruskern (im Gebiet des heutigen Italien) und bei den Thraken (auf dem Balkan) gab es offensichtlich den Beruf des Goldschmied. Früher arbeitete der Goldschmied hauptsächlich, um religiöse Kultgegenstände oder Waffen herzustellen. Später fanden die durch den Goldschmied hergestellten Objekte vor allem als Handelsware Verbreitung.
Erst nach der Renaissance wurde die Arbeit des
Goldschmied auch mehr und mehr für weltliche Dinge in Anspruch genommen. Dies war auch die Hochzeit von aufwändig durch
Goldschmiede hergestelltem Tafelsilber.
Aufgaben des Goldschmied
Der
Goldschmied Beruf kann je nach Schwerpunktsetzung in zwei verschiedene Unterberufe aufgeteilt werden:
Der
Silberschmied fertigt in erster Linie kunstvolle Essbestecke und Objekte, die bei religiösen Sakralhandlungen verwendet werden: sogenanntes Sakrales Gerät.
Der Goldschmied stellt hauptsächlich Schmuck in den verschiedensten Formen her.
Im Berufsbild des
Goldschmied sind künstlerische mit handwerklichen Aspekten verbunden: beide sind wichtig, um ein ansprechendes Ergebnis erreichen zu können. Die Arbeiten eines Goldschmied umfassen die Auswahl des geeigneten Materials, und anschließend das schmelzen, formen und anderweitige gestalten von Metall. Zur Anwendung durch den Goldschmied kommen auch verschiedene Guss-, oder Vergoldungs- beziehungsweise Versilberungstechniken.
Welche Materialien werden vom Goldschmied verarbeitet?
Ein
Goldschmied verarbeitet in erster Linie Edelmetalle. Diese werden vom Goldschmied entweder in Reinform oder in Form einer Legierung verwendet. Verbreitet sind Gold, Silber, Platin, Palladium, Weißgold und Grüngold.
Dazu benötigt der
Goldschmied zahlreiche weitere Materialien wie Edelsteine, Eisen, bunte Metalle, Holz oder auch Kunststoff, um kreative Schmuckkreationen herstellen zu können. Der Phantasie sind dem Goldschmied hier keine Grenzen gesetzt.