Schreibwaren
Ein Geschäft für
Schreibwaren (auch
Schreibwarenladen oder
Schreibwarengeschäft) verkauft
Schreibgeräte und Produkte, die zum Schreiben dazugehören. Zu den
Schreibgeräten zählen
Stifte,
Papier,
Kartons,
Korrekturmaterialien,
Scheren,
Klebefilme usw. Oft verkaufen Geschäfte für
Schreibwaren auch Produkte der Kategorie Spielwaren, Schulsachen, Bürobedarf, Zeitschriften, Zigaretten, Comics und Produkte zum Zeichnen. Einige
Schreibwaren haben eine Lotto-Annahmestelle eingegliedert.
Prinzipiell ist ein
Schreibgerät all das, was eine Spur oder einen Strich erzeugt, also zählen auch Wachsstifte und Pastellkreiden zum
Schreibgerät. Ebenso kann man auch Schriftzeichen in Felsen einritzen, allerdings fällt derartiges Zubehör nicht mehr in den Bereich der
Schreibwaren.
Arten von Schreibwaren
Schreibwaren kann man in verschiedene Kategorien unterteilen:
-
Stifte:
Stifte sind ein wichtiger Bestandteil der
Schreibwaren. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und aus unterschiedlichen Materialien. Zu den wichtigsten zählen
Minenstifte (eine lange dünne Mine, die von einer Hülle ummantelt wird, wie
Bleistift,
Kopierstift,
Buntstift),
Federstifte (Stifte, die mit einer Feder Tinte oder Tusche auf das Papier übertragen wie
Glasfeder,
Federkiel,
Schreibfeder,
Füllfederhalter,
Ziehfeder,
Tuschefüllfederhalter),
Tintenroller und
Feinschreiber (wie
Tuschezeichner,
Kugelschreiber,
Tintenroller,
Gelroller,
Textmarker,
Filzstift).
- Malbedarf: Zu Malbedarf zählen die
Schreibwaren, die man für das künstlerische Malen und Zeichnen benötigt, unter anderem
Pinsel,
Griffel,
Wachsmalstifte,
Kreide,
Farben und
Leinwand.
- Schulbedarf: Schulbedarf ist der Teil der
Schreibwaren, der in der Schule benötigt wird, wie
Geodreieck,
Taschenrechner,
Zirkel,
Löschpapier und
Löschwiege.
- Hilfsmittel: Zu den Hilfsmitteln zählen
Anspitzer,
Tipp-Ex,
Tintenfass,
Scriber und andere Produkte, die zwar nicht zum direkten Schreiben nötig, aber trotzdem wichtig sind.
Die Geschichte der Schreibwaren
Auch wenn die Schrift eine lange Tradition hat, so unterscheiden sich unsere heutigen
Schreibwaren gravierend von denen unserer Vorfahren. Die Babylonier benutzten einen spitzen Griffel, um Schriftzeichen auf weiche Tontafeln zu drücken. Im alten Ägypten behalf man sich mit einem Schreibrohr aus Schilf.
In Rom schrieb man entweder mit Griffeln auf Wachstafeln oder benutzte den aus Ägypten stammenden Papyrus. Später ging man dazu über, Federkiele zu verwenden. Vogelfedern von Gänsen- oder Rabenflügeln werden auch heute noch von Kalligraphen verwendet. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich die Verwendung von Bleistiften. Zuerst bestand die Mine in dem Holzschaft aus einer Blei- oder Silberlegierung, heutzutage verwendet man allerdings stattdessen Graphit.
"Moderne"
Schreibwaren wie
Füllfederhalter gibt es bereits seit dem 18. Jahrhundert, allerdings in der heutigen Form erst ab dem 19. Jahrhundert. Der
Kugelschreiber kam im 20. Jahrhundert auf. Bereits Galileo Galilei skizzierte eine Idee zu einer Art
Kugelschreiber, den
Kugelschreiber im heutigen Sinne patentierte aber erst der Ungar László József Biró im Jahr 1938.