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Brancheninfo: Seniorenheim

Seniorenheim München


Mit dem Begriff Seniorenheim wird eine Einrichtung in München bezeichnet, in der Senioren wohnen und gleichzeitig betreut, beziehungsweise gepflegt werden. Ein Seniorenheim in München bezeichnet man auch als Altenheim, Senioren oder Altersresidenz. Im süddeutschen Raum, in der Schweiz und in Österreich ist für ein Seniorenheim zudem die Bezeichnung Altersheim gängig. Bietet ein Seniorenheim in München auch Pflegeleistungen an, kann man dieses auch als Pflegeheim bezeichnen.
Finanziert wird ein Seniorenheim entweder von einer gemeinnützigen Trägerorganisation, oder von privaten Betreibern. Seniorenheime in München sowie Informationen über diese findet man schnell und bequem in den Branchenanzeigen die Münchner.

Das Seniorenheim als "dreigliedrige Institution

Die genaue Ausrichtung von einem Seniorenheim in München lässt sich anhand einer dreigliedrigen Skala typisieren. Diese ist im sogenannten Heimgesetz festgeschrieben. Man unterscheidet dabei wie folgt:

- Altenwohnheim: Die von einem Seniorenheim in München erbrachten Leistungen sind hier stark auf den Wohnaspekt fokussiert. Zusätzliche Leistungen, wie Betreuung und Versorgung, finden in kleinem Umfang statt und haben Servicecharakter.

- Altenheim: Die in einem Altenheim angebotenen zusätzlichen Leistungen nehmen in einem solchen Seniorenheim eine größere Relevanz ein. Zusätzlich werden im Seniorenheim erste Pflegeleistungen abgesichert.

- Altenpflegeheim: In einem solchen Seniorenheim findet eine stationäre Pflege rund um die Uhr statt. In Deutschland gibt es ca. 10.000 solcher Seniorenheime.

Häufig sind diese verschiedenen Heimtypen im Seniorenheim unter einem Dach untergebracht und werden parallel betrieben. Somit ist bei Bedarf ein reibungsloser und unkomplizierter Übergang zwischen den verschiedenen Betreuungsformen möglich. Die Senioren bleiben in der Umgebung des ihnen bereits vertrauten Seniorenheim.

Betreutes Wohnen im Seniorenheim

Sogenanntes betreutes Wohnen wird in München häufig als Alternative zum Seniorenheim gesehen. Hierbei handelt es sich um altersgerecht konstruirte Eigentums- oder Mietwohnungen mit Servicecharakter. So befinden sich medizinische Betreuung oder ambulante Leistungen in direkter Nähe. Senioren leben hier im Idealfall bis zum Ende selbstbestimmt in der eigenen Münchner Wohnung.
Häufig gibt es Angebote für betreutes Wohnen auch direkt im oder in direkter Nähe des Seniorenheims. Bei Bedarf ist so ein fließender Wechsel ins Seniorenheim möglich.

Gesetztliche Regeln für ein Seniorenheim

Die Abläufe in einem Seniorenheim in München sind im Heimgesetz (HeimG) rechtlich fixiert. Zusätzlich für ein Seniorenheim relevant sind Rechtsverordnungen wie die Heimpersonalverordnung, die Heimmitwirkungsverordnung sowie die Heimmindesbauverordnung. Geregelt werden also sowohl bauliche Standards für das Seniorenheim, wie auch Vorgaben hinsichtlich Personal und Betreuung im Seniorenheim. Die Gesetzgebungskompetenz für das Heimgesetz, das die tägliche Arbeit im Seniorenheim bestimmt, liegt bei den Ländern. Die ordnungsgemäße Umsetzung sowie die Einhaltung von Standards werden von der Heimaufsicht überwacht. Je nach Bundesland ist die für ein Seniorenheim zuständige Heimaufsicht bei verschiedenen Institutionen untergebracht. Alle Fragen, die die Zulassung und Finanzierung vom Seniorenheim regeln, sind im Pflegeversicherungsgesetz festgeschrieben.

Lehel

Lehel München

Mit dem Begriff Lehel wird ein zentral gelegener Münchner Stadtteil bezeichnet. Gemeinsam mit dem Altstadt-Viertel bildet das Lehel den Bezirk "Altstadt-Lehel" (Bezirk1). Der Bezirk ist lediglich 316 Hektar groß und wird von ungefähr 18000 Münchnern und Münchnerinnen bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung des Lehel

Das Lehel schließt direkt östlich an die Altstadt an. Im Westen bildet somit der Altstadtring die Grenze des Viertels. Im Osten wird das Lehel durch die Isar begrenzt. Das nördliche Ende bilden die Königinstraße und die Max-Joseph Brücke, das südliche die Ludwigsbrücke.
Das Lehel verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Das Viertel wird unter anderem von den U-Bahn Linien 4 und 5 sowie von diversen Tram- und Buslinien bedient. Für Autofahrer ist die günstige Lage direkt am Altstadtring von großem Vorteil.

Geschichte des Lehel

Bereits im 14. Jahrhundert war der Bereich des heutigen Stadviertels Lehel bewohnt. Ärmere Leute, die nicht in der Stadt wohnen durften, besiedelten das von Wasserläufen und Wald dominierte Gebiet. Das Lehel ist somit die älteste Vorstadt Münchens. 1724 wurde das Lehel in die Stadt München (gegründet 1158) eingemeindet.
Im Zuge des 19. Jahrhunderts wurde das Lehel ein immer beliebteres Stadtviertel. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt und der hohen Lebensqualität durch Isar und Englischem Garten hält diese große Beliebtheit bis heute an.

Woher kommt der Name Lehel?

Nach einer Reform des Münchner Stadtgebietes, die 1812 durchgeführt wurde, wurde das Lehel für einige Zeit wegen dem dort errichteten Kloster St. Anna offiziell als St.-Anna-Vorstadt bezeichnet. Diese Bezeichnung konnte sich jedoch nie durchsetzen: für die Münchner war das Gebiet östlich der Altstadt schon immer das Lehel. Die Herkunft des Namens Lehel als Bezeichnung für diesen Bereich ist nicht eindeutig geklärt. Auenwälder wurden früher häufig als "Lohe" bezeichnet, kleinere Wälder dieser Art als "Löhel". Sehr wahrscheinlich ist, dass der Name des Viertels hier seinen Ursprung hat.
Manche Historiker führen den Namen des Viertels allerdings auch auf die bayrische Bezeichnung für ein kleines Lehen ("Lehel") oder die Exekution des ungarischen Kriegsherren Lehel (die 955 in der Nähe von Regensburg stattfand) zurück. Früher wurde der Name des Viertels mit einem Rachenlaut (also "Lechel") ausgesprochen. Im Laufe der Zeit hat sich allerdings die schriftgetreue Aussprache durchgesetzt.

Das Lehel Heute

Das Lehel ist eines der beliebtesten Münchner Stadtviertel. Ein großer Teil der Altbauten ist inzwischen komplett saniert und renoviert, die Verkehrsanbindung wurde stetig verbessert. Im Lehel befinden sich zahlreiche Gebäude der bayrischen Staatsregierung (unter anderem das Wirtschaftsministerium, die Regierung von Oberbayern...).
Ein besonders beliebter Punkt im Lehel ist der (unter Graf Rumford erbaute) Englische Garten. Der Park ist einer der größten innerstädtischen Grünflächen weltweit. Nicht nur die Bewohner des Lehel schätzen den Englischen Garten. Ganz München und viele Touristen kommen regelmäßig, um die weitläufigen Wiesen, den Blick vom Monopteros oder eine Erfrischung im Biergarten am Chinesischen Turm zu genießen.