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Stoff Lehel
Tel.: (089) 72634670
Oettingenstr. 22
80538 München
, Lehel
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Brancheninfo: Stoff

Stoffe

Mit dem Begriff Stoffe bezeichnet man umgangssprachlich Textilien. Textilien sind flexible Materialien, die aus einem Faserverbund bestehen. Mit Stoffe bezeichnet man verschiedene Formen von Textilien wie Samt, Baumwolle, Filz, Satin, Seide, Kunstfaser, Sackleinen und andere gewirkten, gewebten oder gestrickten Arten von Stoffen. Allerdings gilt die Bezeichnung Stoffe auch für fertige Produkte wie Vorhänge, Bettwäsche oder Bekleidung.
Stoffe gibt es schon seit Jahrtausenden, allerdings gibt es wenig überlieferte Stoffe, die durch Archäologen gefunden wurden. Das Problem hierbei ist, dass Stoffe im Laufe der Jahre durch Bakterien zersetzt werden und so zerfallen. Allerdings sind die Grundprinzipien der Herstellung für Stoffe bis heute überliefert, so dass viele Herstellungsverfahren der heutigen Industrie auf Grundlagen der früheren Herstellungsprozesse beruhen.

Stoffprodukte

Ein Händler, der Stoffe preiswert verkauft, hat oftmals folgende Stoffe im Angebot: Dekostoffe, Modestoffe, Bekleidungsstoffe, Verdunkelungsstoffe, Zierstoffe, Kinderstoffe und Zubehör, also alles, was mit Stoffen zu tun hat wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Nähfaden, Garn, Nadeln, Bänder, Kordeln und Schnittmuster.
Oftmals bieten Händler die Stoffe preiswert und günstig als Meterware an - das bedeutet, dass der Kunde einen bestimmten Preis pro Meter des Stoffs bezahlt. Allerdings gibt es auch Produkte, bei denen die Berechnung nach Metern keinen Sinn machen würde - Stoffe wie Bettwäsche beispielsweise werden ja bereits in genormten Größen verkauft, das gleiche gilt für Stoffe aus dem Bekleidungsbereich.

Stoffe im täglichen Leben

Stoffe finden sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Das größte Einsatzgebiet ist die Bekleidung. Jede Bekleidung besteht aus unterschiedlichen Stoffen, die zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Stoffe sind allerdings auch andere Textilien, beispielsweise im Haushalt in Form von Teppichen, bei Polstern, Vorhängen, Tischdecken oder Handtüchern.
Auch in der Industrie und der Technik werden Stoffe verwendet, beispielsweise in Autos bei Sitzbezügen und Airbags, bei Zelten, Netzen und Geotextilien, bei Windeln, Taschentüchern und Verbandszeug, und im Bereich der Luftfahrt und beim Segeln auch als faserverstärkter Kunststoff - auch hier spricht man noch von Stoffen, obwohl es streng genommen ein anderes Material ist.

Der Herstellungsprozess für Stoffe

Um Stoffe zu erhalten, braucht man spezielle Maschinen, die Textilmaschinen. Sie machen aus dem Rohmaterial Natur- oder Kunstfaser erst die fertigen Stoffe. Man verwendet vor allem Baumwolle, Hanf-, Flachs- oder Leinenfasern, Wolle, Seide und Rosshaar. Inzwischen geht man aus ökologischen Gründen dazu über, für Stoffe wenige Chemiefasern zu verwenden.
Stoffe lassen sich durch verschiedene Verfahren produzieren. So kann man die Stoffe beispielsweise Weben (dabei werden zwei Fadensysteme rechtwinklig überkreuzt, so dass Bindungen dabei entstehen), Stricken und Wirken (bei den beiden Verfahren werden Maschen durch Schleifenbildung der Fäden geformt).

Lehel

Lehel München

Mit dem Begriff Lehel wird ein zentral gelegener Münchner Stadtteil bezeichnet. Gemeinsam mit dem Altstadt-Viertel bildet das Lehel den Bezirk "Altstadt-Lehel" (Bezirk1). Der Bezirk ist lediglich 316 Hektar groß und wird von ungefähr 18000 Münchnern und Münchnerinnen bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung des Lehel

Das Lehel schließt direkt östlich an die Altstadt an. Im Westen bildet somit der Altstadtring die Grenze des Viertels. Im Osten wird das Lehel durch die Isar begrenzt. Das nördliche Ende bilden die Königinstraße und die Max-Joseph Brücke, das südliche die Ludwigsbrücke.
Das Lehel verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Das Viertel wird unter anderem von den U-Bahn Linien 4 und 5 sowie von diversen Tram- und Buslinien bedient. Für Autofahrer ist die günstige Lage direkt am Altstadtring von großem Vorteil.

Geschichte des Lehel

Bereits im 14. Jahrhundert war der Bereich des heutigen Stadviertels Lehel bewohnt. Ärmere Leute, die nicht in der Stadt wohnen durften, besiedelten das von Wasserläufen und Wald dominierte Gebiet. Das Lehel ist somit die älteste Vorstadt Münchens. 1724 wurde das Lehel in die Stadt München (gegründet 1158) eingemeindet.
Im Zuge des 19. Jahrhunderts wurde das Lehel ein immer beliebteres Stadtviertel. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt und der hohen Lebensqualität durch Isar und Englischem Garten hält diese große Beliebtheit bis heute an.

Woher kommt der Name Lehel?

Nach einer Reform des Münchner Stadtgebietes, die 1812 durchgeführt wurde, wurde das Lehel für einige Zeit wegen dem dort errichteten Kloster St. Anna offiziell als St.-Anna-Vorstadt bezeichnet. Diese Bezeichnung konnte sich jedoch nie durchsetzen: für die Münchner war das Gebiet östlich der Altstadt schon immer das Lehel. Die Herkunft des Namens Lehel als Bezeichnung für diesen Bereich ist nicht eindeutig geklärt. Auenwälder wurden früher häufig als "Lohe" bezeichnet, kleinere Wälder dieser Art als "Löhel". Sehr wahrscheinlich ist, dass der Name des Viertels hier seinen Ursprung hat.
Manche Historiker führen den Namen des Viertels allerdings auch auf die bayrische Bezeichnung für ein kleines Lehen ("Lehel") oder die Exekution des ungarischen Kriegsherren Lehel (die 955 in der Nähe von Regensburg stattfand) zurück. Früher wurde der Name des Viertels mit einem Rachenlaut (also "Lechel") ausgesprochen. Im Laufe der Zeit hat sich allerdings die schriftgetreue Aussprache durchgesetzt.

Das Lehel Heute

Das Lehel ist eines der beliebtesten Münchner Stadtviertel. Ein großer Teil der Altbauten ist inzwischen komplett saniert und renoviert, die Verkehrsanbindung wurde stetig verbessert. Im Lehel befinden sich zahlreiche Gebäude der bayrischen Staatsregierung (unter anderem das Wirtschaftsministerium, die Regierung von Oberbayern...).
Ein besonders beliebter Punkt im Lehel ist der (unter Graf Rumford erbaute) Englische Garten. Der Park ist einer der größten innerstädtischen Grünflächen weltweit. Nicht nur die Bewohner des Lehel schätzen den Englischen Garten. Ganz München und viele Touristen kommen regelmäßig, um die weitläufigen Wiesen, den Blick vom Monopteros oder eine Erfrischung im Biergarten am Chinesischen Turm zu genießen.