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Brancheninfo: Altenpflege

Altenpflege

Die Altenpflege befasst sich mit der Betreuung und Pflege von alten und pflegebedürftigen Menschen. Altenpflege kann zu Hause stattfinden (Hauskrankenpflege), aber auch in Altenheimen, Tageszentren, Pflegeheimen, Gerontropsychatrischen Einrichtungen, Palliativstationen und Hospizen.
Das Ziel der Altenpflege ist es, alten Menschen eine stabile Lebensqualität zu bieten. Im Laufe eines Menschenlebens nehmen die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten ab. Die Altenpflege leistet einen Beitrag, die Selbstpflege des Betroffenen soweit wie möglich zu erhalten und zu ergänzen. Dabei besteht die Altenpflege keineswegs nur aus Leistungen von professionellen Pflegekräften. Auch Angehörige können einen Beitrag zur Altenpflege leisten und sich mit den professionellen Altenpflegekräften ergänzen.

Die Geschichte der Altenpflege

Die Altenpflege ist - verglichen mit der Krankenpflege - ein recht junger Zweig der Pflege. Bis in die 1920er-Jahre war es üblich, alte Menschen in "Siechenheimen" oder Altersheimen unterzubringen, die oft in einem grauenhaften Zustand waren. Die Pflege von kranken alten Menschen war hauptsächlich Familienangelegenheit. Erst in den 60er Jahren thematisierte die Politik die Altenpflege und erließ Prüfungsordnungen zu dem Beruf der/des Altenpflegers/-in.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Altenpflege weiter, so dass die Altenpflege heute relativ gut dasteht. Neben privaten Mitteln wird die Altenpflege durch die Leistungen der Pflegeversicherung finanziert. Die Leistungen richten sich nach einer Unterteilung in drei Pflegestufen.

Welche Arten der Altenpflege gibt es


Man unterscheidet zwischen häuslicher Altenpflege, teilstationärer und stationärer Altenpflege:

-Häusliche Pflege: Bei dieser Form der Altenpflege wird der Patient weitestgehend zu hause gepflegt, größtenteils durch Angehörige, ergänzt durch einige Leistungen von professionellen Pflegekräften. Zu der Versorgung bei der häuslichen Pflege gehören auch Besuche von Zivildienstleistenden, die beispielsweise beim Einkaufen oder beim Putzen helfen, und der Bezug von "Essen auf Rädern". Alle Maßnahmen zielen darauf ab, dem Kranken ein langes Verbleiben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen.
-Teilstationäre Pflege: Falls das private Pflegepersonal einer häuslichen Pflege im Urlaub ist oder halbtags berufstätig ist, kann der Kranke vorübergehend in einer Kurzzeitpflege, einer Tages- oder Nachtpflege oder in einer Tagesstätte für demente Personen untergebracht werden. So kann die Altenpflege weitestgehend zu hause durchgeführt werden.
-Stationäre Pflege: Bei der stationären Pflege erfolgt die Altenpflege dauerhaft in einer Einrichtung wie einem Altenheim, einem Altenwohnheim oder einem Pflegeheim. Eine Sonderform ist das Betreute Wohnen, bei dem die Bewohner größtenteils allein mit den Aufgaben des täglichen Lebens fertig werden und nur gelegentlicher Hilfe bedürfen.

Der Beruf des Altenpflegers

Ein Altenpfleger ist eine professionell ausgebildete Pflegekraft, die alte Menschen pflegt und betreut. Ein Altenpfleger kann in einer Sozialstation, Rehaklinik, Tagesstätte oder Alten- und Pflegeheim arbeiten.
Hierzulande war die Altenpflege lange Zeit ein Nebenaspekt der Krankenpflege. Heutzutage ist die Tätigkeit der Altenpflege aber ein eigenständiger Ausbildungsberuf. Wer Altenpfleger werden will, muss drei Jahre lang mindestens 2100 Stunden Unterricht und 2500 Stunden praktische Ausbildung absolvieren.
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Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.