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Brancheninfo: kopieren

Copyshop

Ein Copyshop ist ein Geschäft, in dem sich die Kunden Dokumente kopieren, Fotos drucken, Dokumente einscannen und ausdrucken können. Ein Copyshop bezeichnet man auch als Kopierladen.
In einem Copyshop kann sich der Kunde beispielsweise Flyer und Plakate, Poster und großformatige Ausdrucke, Broschüren, Geschäftsunterlagen, Visitenkarten, Briefpapier, Postkarten, Falzobjekte und andere Ausdrucke anfertigen lassen.

Produkte eines Copyshops

Zentrales Arbeitsgerät in einem Copyshop ist der Fotokopierer. In einem Copyshop können sich die Kunden meist selbst an verschiedenen Fotokopierern bedienen und dort ihre Dokumente kopieren. Normalerweise kopiert man in einem Copyshop im Format A4 oder A3, bisweilen kommen auch Großformatkopierer oder Plotter zum Einsatz. Während man früher in einem Copyshop meist nur in schwarz-weiß kopieren konnte, stehen heutzutage in vielen Kopierläden auch Farbkopierer.

Zusätzliche Dienstleistungen eines Copyshops

Viele Copyshops bieten neben dem Kopieren auch zusätzliche Dienstleistungen an wie Spiralbindungen, Heftungen, Thermobindeklebungen, Hardcoverbindungen und das Einscannen von Dokumenten, die dann per Mail verschickt oder auf ein Speichermedium übertragen werden können.

Der Unterschied zwischen Bindung und Heftung:

- Ringbindung: Eine Ringbindung oder Spiralbindung ist eine Buch- und Blattbindeart, die besonders für Präsentationen gut geeignet ist und deshalb oft verwendet wird. Dabei bildet ein Metalldraht eine Doppelspirale, die durch die vorher extra gelochten Blätter geführt wird. In einem Copyshop kann man sich beispielsweise so Hausarbeiten oder Facharbeiten binden lassen.
- Heftung: Eine Heftung ist eine Befestigung von Seiten durch einen Faden (Fadenheftung) oder einen Draht (Drahtheftung). In einem Copyshop kann man sich so beispielsweise Bücher heften lassen. Nach dem Heften folgt das Ableimen des Buchrückens.

Fotokopierer im Copyshop

Ein Fotokopierer ist eine Maschine, die durch eine Abbildung oder Belichtung eines Fotoleiters ein Bild aus elektrischen Ladungen von einer Vorlage erzeugt und dieses über einen Toner auf Papier überträgt. Dadurch entsteht eine exakte Kopie der Vorlage.

In einem Copyshop können die verschiedensten Arten von Fotokopierern stehen. Je nach Preis und Qualität des Gerätes können beispielsweise folgende Zusatzkomponenten mitgeliefert werden:

- Originaleinzug: Der Einzug ermöglicht automatisches Kopieren von mehreren Seiten, indem es die Blätter nacheinander einzieht und automatisch auf das Vorlagenglas positioniert. Der Vorteil dabei ist, dass der Kunde nicht jedes Blatt einzeln auf die Scan-Fläche legen muss.
- Papiervorrat: Je nach Qualität haben Fotokopierer eine unterschiedlich große Papierschublade. Viele Modelle sind heute mit zwei Schubladen für verschiedene Formate ausgestattet.
- Lochereinheit: Eine Lochereinheit locht die Kopien einzeln.
- Faxfunktion: Viele moderne Kopierer haben eine Faxfunktion integriert. Allerdings haben nicht alle Drucker in einem Copyshop auch eine Faxfunktion, da hier das Augenmerk primär auf dem Kopieren liegt.
- Scanfunktion: Heutzutage können viele Kopiergeräte Dokumente scannen (zum Beispiel direkt in eine E-Mail oder in eine Datei). In einem Copyshop kann man so beispielsweise eingescannte Dokumente auf ein Speichermedium übertragen.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).