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Brancheninfo: renovieren

Renovierung

Mit dem Begriff Renovierung wird im Bauwesen der Vorgang der baulichen (Wieder-) Instandsetzung eines Hauses, einer Wohnung oder von Geschäfts- und Nutzflächen bezeichnet. Bei der Renovierung werden Beschädigungen, die über eine gewisse Dauer hinweg entstanden sind, beseitigt, und so der ursprüngliche Zustand der baulichen Einrichtung wieder hergestellt.
Im Gegensatz zur Sanierung handelt es sich bei der Renovierung meist um kleinere bis mittlere Schönheitsreparaturen. Eine Sanierung erfordert hingegen den Eingriff in die Bausubstanz und ist deshalb ein wesentlich aufwändigeres Unterfangen. Nicht selten enthält der Vorgang der Sanierung aber auch verschiedene kleinere und größere Renovierungsarbeiten. Der Übergang zwischen Sanierung und Renovierung ist also bisweilen fließend.

Wann muss man eine Renovierung durchführen?

Ist man Eigentümer eines Objekts, muss eine Renovierung grundsätzlich nur dann durchgeführt werden, wenn Anlass dazu besteht. Eine Renovierung ist dann vor allem aus ästhetischen Gründen (zum Beispiel bei verfärbten Farbflächen) sinnvoll. Oft wird eine Renovierung auch nötig, wenn das Objekt (neu-)vermietet werden oder verkauft werden soll.
Grundsätzlich ist nämlich jeder Vermieter per Gesetz dazu verpflichtet, regelmäßig eine Renovierung (die so genannten Schönheitsreparaturen) durchzuführen. Per Definition umfassen diese Schönheitsreparaturen Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wand- und Deckenflächen, Streichen der Fußböden, Streichen von Heizungen und Heizungsrohren, Streichen der Haustüre (von Innen) sowie der Türen in der Wohnung und die Fenster (von Innen) sowie Vorbereitungsarbeiten, die nötig sind, um die Renovierung angemessen durchführen zu können.
Ist man Mieter einer Wohnung, wird die Sache etwas komplizierter. Obwohl eigentlich der Vermieter gesetzlich dazu verpflichtet ist, sich um die Renovierung zu kümmern, wird diese Pflicht meist auf den Mieter abgewälzt. Dies geschieht durch eine zusätzliche Klausel im Mietvertrag, die die genauen Pflichten der Vertragspartner regelt. Üblicherweise wird die Renovierung beim Auszug zum Ende des Mietverhältnisses und während der Mietzeit in einem bestimmen Rhythmus fällig. Oft sind die Fristen für die verschiedenen Räume des Objekts unterschiedlich geregelt. Seltener wird auch eine Renovierung bei Einzug beziehungsweise Beginn des Mietverhältnisses verlangt.

Wer führt eine Renovierung durch?

Da es sich bei einer Renovierung meist um kleinere bis mittlere Arbeiten handelt, die kaum Fachkenntnisse voraussetzen, wird sie meist selbst durchgeführt. Um optimale Ergebnisse zu erreichen oder aus Gründen der Zeitersparnis kann es allerdings auch sinnvoll sein, für eine Renovierung auf professionelle Unternehmen zurückzugreifen. Gesichert ist in diesem Fall nicht nur die einwandfreie Ausführung der Arbeiten, sondern auch eine ausführliche Beratung im Vorfeld hinsichtlich Farbwirkung oder verwendeter Materialien.
So kann die Renovierung zum Anlass genommen werden, einzelne Bereiche des Objekts deutlich aufzuwerten oder auch seine Energiebilanz zu überprüfen und Einsparungsmöglichkeiten aufzudecken. Gerade für den Besitzer kann sich die professionelle Renovierung trotz der oft nicht geringen Investition langfristig lohnen, und erheblich zum Werterhalt oder gar zur Wertsteigerung des Objekts beitragen.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.