Ärzte Dialyse in München

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Ärzte Dialyse Brancheninformation

Dialyse München

Mit dem Begriff Dialyse bezeichnet man ein medizinisches Verfahren, durch das das Blut mittels einer speziellen Maschine gereinigt wird.
Dialyse kommt dann zum Einsatz, wenn die Nieren, die sonst für die Blutreinigung zuständig sind, diese Aufgabe nicht mehr übernehmen (können).
Die erste Dialyse wurde 1924 vom Gießener Georg Haas durchgeführt. Fortgeschrittenere Dialyse-Geräte und mit ihnen der Durchbruch für die Behandlungsmethode kamen zwischen 1945 und 1946 vom Niederländer Willem Kolff und vom Schweden Nils Alwall.

Wann muss eine Dialyse durchgeführt werden?

Wann Ärzte eine Dialyse durchführen, hängt von verschiedenen Parametern ab. Man unterscheidet zwischen solchen Faktoren, die eine Dialyse akut erfordern, und chronischen, die eine Dialyse absehbar machen.

- Chronische Faktoren: Chronische Faktoren sind unter anderem ein symptomatisches Nierenversagen, eine besonders niedrige Glomeruläre Filtrationsrate (diese ist der wichtigste Indikator für die Nierenfunktion beim Menschen) oder auch die sogenannte Hyperphosphatämie, ein erhöhter Phosphatspiegel im Blut. Treten solche chronischen Faktoren auf, hat der Arzt meist Zeit, um die Dialysebehandlung zu planen.
- Akut: Akut wird eine Dialyse unter anderem bei Hyperkaliämie (einem lebensbedrohlich erhöhten Kaliumspiegel im Blut), Metabolischer Azidose (einer Übersäuerung des Blutes), bei einem Klungenödem (im Volksmund auch "Wasserlunge" genannt) aber auch bei Vergiftungen mit Substanzen, die durch eine Dialyse aus der Lunge "gewaschen" werden können.

Welche Dialyseverfahren gibt es?

Bei den Dialyseverfahren unterscheiden Ärzte, die auf Dialyse spezialisiert sind, zwischen extrakorporalen (also die Verfahren, die außerhalb des Körpers stattfinden), und nicht-extrakorporalen (also solche, die innerhalb des Körpers stattfinden.
Zu den gängingsten Dialyse-Verfahren gehören:

- Hämodialyse: Bei dieser Form von Dialyse wird dem Patienten vom Arzt Blut in eine Maschine abgepumpt. Dort findet die eigentliche Dialyse statt. Das Blut wird an der Dialyse.Membran vorbeigeführt und durch ein Osmoseverfahren gereinigt, und anschließend wieder in den Körper des Patienten gepumpt. Grundvoraussetzung für diese Art von Dialyse ist ein Patient mit hoher Kreislaufstabilität und ausreichendem Blutvolumen.
- Hämofiltration: Hier ist für die Dialyse keine Spüllösung von Nöten, es findet die sogenannte "Ultrafiltration" statt.
- Hämodialfiltration: Bei dieser Art von Dialyse wird eine Kombination aus Hämodialyse und Hämofiltration angewandt.
- Hämoperfusion: Dieses Dialyse-Verfahren wird ausschließlich bei akuten Vergiftungsfällen angewandt. Das Blut wird zur Reinigung zum Beispiel durch Aktivkohle oder bestimmte Harze gepumpt.

Bei der nicht-extrakorporalen Dialyse gibt es unter anderem die Peritonealdialyse. Bei diesem Verfahren findet die Dialyse beispielsweise im Bauchfell des Patienten statt. Hierzu pumpt der Dialyse-Arzt dem Patienten über einen Katheter Dialyselösung in den Bauchraum. Das Blut wird dann über die Kapillargefäße im Bauch gereinigt. Diese Art von Dialyse ist besonders schonend für den Kreislauf der Patienten. Deshalb ist sie besonders bei älteren oder schwachen Patienten beliebt. Dem gegenüber stehen die Gefahr der Infektion des Bauchfells und eine geringere Effektivität - bis heute sind extrakorporale Dialyse-Verfahren wesentlich effektiver und verlässlicher. Häufig wenden Ärzte aber trotzdem so lange wie möglich dieses schonende Verfahren an, bevor zu extrakorporalen Verfahren gegriffen wird.

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