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Brancheninfo: Buchhandlung

Buchhandlung

Eine Buchhandlung ist ein Geschäft, in dem Bücher und andere Verlagserzeugnisse an Kunden verkauft werden. Meistens ist eine Buchhandlung nicht spezialisiert, sondern eine Sortimentsbuchhandlung mit einem breiten Angebot.

Arten von Buchhandlungen


Man unterscheidet zwischen folgenden Arten von Buchhandlungen:

- Sortimentsbuchhandlung: Eine Sortimentsbuchhandlung orientiert sich an den Vorgaben des Marktes und bietet alle Bücher an, die momentan verlangt werden. Sie ist nicht auf ein einzelnes Gebiet spezialisiert.
- Fachbuchhandlung: Eine Fachbuchhandlung ist eine Buchhandlung, die vor allem für ein Fachpublikum interessant ist. In einer Fachbuchhandlung können beispielsweise Bücher über Archäologie, Theologie oder Steuerrecht verkauft werden.
- Bahnhofsbuchhandlung: Eine Bahnhofsbuchhandlung ist eine Buchhandlung, die an einem Bahnhof an Reisende Zeitschriften, Reiseführer, Zeitungen und sonstige Reiselektüre verkauft.
- Universitätsbuchhandlung: In der Buchhandlung einer Universität können die Studenten Bücher zu ihren Studienfächern erwerben. Meist stimmt eine Uni-Buchhandlung ihr Angebot auf die Lehrpläne einer Universität ab.
- Antiquariat: Das Antiquariat ist eine Buchhandlung, die sich auf alte Bücher spezialisiert hat und diese an- und verkauft.
- Kinder-/Jugendbuchhandlung: Eine Buchhandlung für Kinder und/oder Jugendliche hat sich auf Kinderliteratur, Jugendliteratur und oft auch Sekundärliteratur für Eltern oder Pädagogen spezialisiert.
- Online-Buchhandlung: Besonders in den vergangenen Jahren hat der Markt an Buchhandlungen im Internet großen Zuwachs erhalten. Diese Form von Buchhandlung verschickt die Bücher per Post und erhält den Betrag per Lastschrift, Kreditkarte oder ähnliche Zahlungsverfahren.

Daneben gibt es noch einige Mischformen oder besondere Buchhandlungen, wie zum Beispiel Buchhandlungen, die sich auf erotische Literatur spezialisiert haben, Frauenbuchhandlungen und Buchkaufhäuser.

Buchhändler

Ein Buchhändler ist ein Angestellter oder Inhaber einer Buchhandlung. Der Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Buchhändler beraten den Kunden über Bücher, kaufen Bücher ein und verkaufen diese und präsentieren die Verlagserzeugnisse im Laden.
Voraussetzung für den Beruf des Buchhändlers ist oft die mittlere Reife, viele Buchhandlungen stellen aber nur Auszubildende mit Abitur ein. Die Ausbildung dauert bis zu drei Jahre und kann je nach entsprechender Vorbildung verkürzt werden. Nach der Ausbildung müssen die Auszubildenden eine Prüfung an der Industrie- und Handelskammer ablegen.

Buchhandlungen und die Buchpreisbindung

In Deutschland muss sich eine Buchhandlung an die so genannte Buchpreisbindung halten. Der Preis für ein Buch wird von den Verlagen oder Buchimporteuren festgesetzt. So lange es sich bei einem Buch in einer Buchhandlung nicht um ein gebrauchtes oder ein Mängelexemplar handelt, müssen sich die Buchhändler an den festgelegten Preis halten.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.