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Brancheninfo: Metallbau

Metallbau

Mit dem Begriff Metallbau wird in der Baubranche und in der Industrie derjenige Teilbereich bezeichnet, in dem großflächig Metall verwendet wird. Metallbau kommt in einer Vielzahl von verschiedenen Sparten und Anwendungsgebieten zum Einsatz.
So wie es eine Vielzahl an verschiedenen Anwendungen gibt, arbeiten beim Metallbau eine Vielzahl verschiedener Berufe aus dem Handwerksbereich Hand in Hand. Besonders zentral ist der Metallbau bei Spenglern, Klempnern, im Ingenieurbau und bei Metallbauern.

Metallbau und seine Geschichte

Die Sparte des Metallbaus zählt zu den Handwerksberufen, die mit am längsten ausgeführt werden. Schon im Spätmittelalter fertigte die Zunft der Schmiede Türschlösser und Beschläge, sowie Sicherheitsvorrichtungen. Mit der Industrialisierung wurde der Metallbau auch in der Fertigung und für die Herstellung von Maschinen und Fahrzeuge besonders wichtig.
Auch einige Meilensteine des Ingenieurbaus, wie zum Beispiel der Eiffelturm in Paris oder die Golden Gate Bridge in San Francisco sind ohne die Errungenschaften des Metallbaus undenkbar.

Das Berufsbild des Metallbauers

Metallbau als eigenes Berufsbild existiert in Deutschland seit 1989. Zuvor war die Bezeichnung "Schlosserei" für den Metallbau gewöhnlich, Metallbauer wurden als Schlosser bezeichnet. Der Beruf des Metallbauers ist ein gesetzlich geregelter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung im Metallbau dauert in der Regel dreieinhalb Jahre.

Im Metallbau unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Fachrichtungen:

- Metallbauer Fachrichtung Nutzfahrzeugbau: Diese Fachrichtung des Metallbaus wurde früher Kfz-Schlosser genannt.
- Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung: Früher Kunstschlosser genannt, werden von den Handwerkern in diesem Fachbereich des Metallbaus sowohl künstlerische Arbeiten für das Baugewerbe (wie Treppengeländer, Türen und Tore, Gitter...) als auch Dekorationsartikel und Einrichtungsgegenstände gefertigt.
- Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik: Die in der Konstruktionstechnik tätigen Handwerker wurde früher Bauschlosser genannt. Sie fertigen Metall- und Stahlkonstruktionen und bauen diese vor Ort auf.

Im Metallbau kommen die verschiedensten Fertigungstechniken zum Einsatz, zum Beispiel Fräsen (auch computergestützt im CNC-Verfahren), Drehen, Schweißen, Biegen, Falzen, Bohren...

Der Stahlbau

Im Stahlbau wird Metall verwendet, um (Skelett-)Konstruktionen für Wohn- oder Nutzbauten zu errichten. Verwendet werden Bleche, Rohre und Träger aus Baustahl, die dann zu einer Konstruktion verbunden werden. Stahlbau ist eine besonders flexible Form des Metallbaus. Die Bauvorhaben können nach einer relativ kurzen Planungszeit in die Realität umgesetzt werden. Konstruktionen aus Stahl sind besonders stabil.
Bekannte Bauwerke aus Stahl in Deutschland sind der Funkturm und die Kuppel des Reichstages in Berlin, die Hohenzollernbrücke in Köln sowie die Bahnsteighalle des Frankfurter Hauptbahnhofs.

Schwabing

Schwabing

Schwabing ist ein Stadtviertel nördlich der Münchner Innenstadt. Schwabing besteht aus den Bezirken Schwabing-West (Stadtbezirk 4) und Schwabing-Freimann (Stadtbezirk 12). Schwabing-West ist ca. 437 Hektar groß, Schwabing-Freimann 2500 Hektar. Insgesamt leben in den beiden Bezirken ungefähr 114000 Münchnerinnen und Münchner.
Schwabing zählt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen zu den beliebtesten Stadtvierteln Münchens.

Lage und Verkehrsanbindung von Schwabing

Die Stadtbezirke die Schwabing ergeben, liegen im Münchner Norden. Die östliche Grenze von Schwabing bilden der Englische Garten und die Isar, die westliche der Stadtteil Neuhausen. Im Norden liegen die Stadtviertel Milbertshofen und Freimann. Im Süden grenzt Schwabing an die Maxvorstadt, Schwabing (und die bekannte Leopoldstraße) beginnen am Siegestor.
Verkehrsmäßig ist Schwabing äußerst gut erschlossen. Das Viertel wird von den U-Bahnlinien U3 und U6 sowie von mehreren Bus- und Tramlinien bedient. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind so jeweils in nur wenigen Minuten zu erreichen. Auch für Autofahrer ist Schwabing aufgrund der Nähe des Mittleren Rings gut zu erreichen. Die Autobahn A9 Richtung Nürnberg beginnt in Schwabing.

Die Geschichte von Schwabing

Schwabing kann auf eine längere Geschichte zurückblicken, als die Stadt München. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing als "Svapinga" um 782 (Zum Vergleich: München wurde erst 1158 gegründet).
Der Name geht vermutlich auf den Gründer des Dorfes, einen aus Schwaben stammender Siedler ("Svapo" genannt), zurück. 1886 erlangte Schwabing den Status einer Stadt. 1890 wurde dann die Eingemeindung von Schwabing in die Stadt München durchgeführt.

Schwabing als kulturelles Zentrum Münchens

Mit der Gründung der Universität wurde München um die Jahrhundertwende zu einem der kulturellen Zentren in Deutschland. Das Stadtviertel Schwabing nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein: zusammen mit der Maxvorstadt (wo die Universitäten beheimatet sind) war Schwabing die Wirkungsstätte der Wahl vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler. Zu den bekanntesten gehören die Mitglieder der Künstlergruppe "Blauer Reiter" um den Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und die Literaten Heinrich und Thomas Mann, Frank Wedekind, Rainer-Maria Rilke, Ludwig Thoma, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz und viele mehr.
Auch politisch spielte Schwabing häufig eine wichtige Rolle. In Schwabing wohnten die Hauptprotagonisten der bayrischen Räterevolution, Wladimir Iljitsch Lenin verbrachte einige Jahre in Schwabing und die Schwabinger Krawalle in den 60er Jahren waren eine der ersten Jugendrevolten Europas, die später in die 68er Bewegung mündeten.

Die beliebtesten Orte in Schwabing

Schwabing ist bei den Münchnern in erster Linie wegen dem besonderen Flair und der hohen Lebensqualität beliebt. So belegt die Leopoldstraße (die vom Siegestor zur Münchner Freiheit führt) mit ihren zahlreichen Straßencafés und Geschäften unangefochten den ersten Platz unter den Münchner Flaniermeilen. Zum Verweilen laden auch das Atrium und der Park an der Münchner Freiheit ein. Darüber hinaus ist der Englische Garten, der weltweit größte innerstädtische Park, von Schwabing aus in nur wenigen Minuten zu erreichen.